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Erster Batteriespeicher zur Senkung von Lastspitzen im Einsatz

Ein Intralogistik-Unternehmen in Hamburg setzt auf Batteriespeicher von Vattenfall, um Lastspitzen und damit Kosten für Netzentgelte zu senken – und optimiert nebenbei seinen Energieeinsatz.

Unternehmen sind mit einem Anteil von fast 70 Prozent größter Stromabnehmer in Deutschland – fast die Hälfte des Stromverbrauchs fällt davon auf die Industrie. Um Metalle zu schmelzen, Maschinen zu fertigen und Zement zu gießen, werden große Mengen an Energie benötigt. Nicht nur Industrieunternehmen, sondern auch (Hafen-) Logistikunternehmen, zum Beispiel im Hafen, aber auch Kliniken, Rechenzentren und Hotels benötigen eine verlässliche und bezahlbare Stromversorgung.

Für viele dieser Unternehmen kann sich aufgrund ihres Lastprofils der Einsatz von Batteriespeichern lohnen – zumal die Kosten für Batteriespeicher zuletzt erheblich gesunken sind. Erster Einsatz eines solchen Batteriespeichers: Die Jungheinrich AG bei Hamburg stellt ihren Park an Flurförderfahrzeugen von Blei-Säure auf Li-Ionen-Batterie betriebene Fahrzeuge um. Zeitweise müssen eine hohe Zahl batteriebetriebener Fahrzeuge wie Gabelstapler und Hubwagen gleichzeitig geladen werden. Kurzfristig entstehen Lastspitzen, sogenannte Peaks – ein klassischer Fall für das Batterie-Contracting von Vattenfall. 

Batteriepartnerschaft als Rundum-Sorglos-Paket

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Der maßgescheiderte Batteriespeicher

 

Von der Vertragsunterzeichnung bis zur Aufstellung des maßgerechten Batteriespeichers dauerte es rund ein Jahr. Anfang Juli wurde der Speicher an das Netz angeschlossen. Nach dem Testbetrieb läuft der Batteriespeicher seit mittlerweile im Regelbetrieb. Aus Sicht von Sebastian Gerhard, verantwortlich für Batteriespeicher bei Vattenfall (engl.: Head of Batteries), ist das ein völlig problemloser Ablauf.

„Bei diesem Logistikunternehmen haben wir zunächst die Anforderungen des Betriebes an den Batteriespeicher analysiert und dann mit dem Produzenten der Batterie spezifiziert. Der Kunde musste lediglich eine Fläche für die Aufstellung des Speichers zur Verfügung stellen – und brauchte sich dann bis zur Installation um nichts mehr zu kümmern. Selbst während der Installationsphase wurde der Betrieb nicht gestört. Beim Batterie-Contracting-Modell erhält der Industriekunde also das Rundum-Sorglos-Paket. Wir übernehmen die gesamten Investitionskosten und die Abwicklung und kümmern uns nach erfolgtem Netzanschluss um den Betrieb. Der Industriekunde erhält einen festen Prozentsatz der erwirtschafteten Einsparungen der Netzentgelte.“

Wie geht Peak Shaving mit dem Batteriespeicher?

Sebastian Gerhard erklärt es so: „Einen Großteil der Stromkosten eines Unternehmens wird bestimmt durch die verbrauchsstärksten 15 Minuten des Jahres. Hier setzt unser Modell an. Der Algorithmus, den wir entwickelt haben, ist in der Lage, die Lastspitzen in der Lastkurve zuverlässig und vor allem rechtzeitig vorherzusagen. Das macht es möglich, die Batterien nur dann zu laden, wenn sie zur Senkung der Last tatsächlich gebraucht werden. Würde man Batterien über einen längeren Zeitraum vollständig geladen halten, würde das die Lebensdauer der Batterie dramatisch verkürzen.“ 

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Anwendungsmöglichkeiten für Batteriespeicher: Virtuelle Speicher und Primärregelleistungen

Für die Zukunft sind weitere Anwendungsmöglichkeiten denkbar. Mehrere Batteriespeicher könnten man unter anderem zu einem großen System, also einem virtuellen Speicher, zusammenschließen. Damit könnte man zum Beispiel zukünftig auch Primärregelleistungen anbieten.

„Das wird gerade vor dem Hintergrund steigender Anteile schwankender Einspeisung von Wind- und Sonnenstrom immer interessanter“, meint Sebastian Gerhard mit Blick auf die Zukunft. „Unser Vorteil ist, dass wir nicht nur ein großes Energiehandelshaus sind, sondern die Batteriespeicher auch in unseren eigenen Kraftwerkspark integrieren können. Wir können Batteriespeicher daher optimal im Energiemarkt vermarkten. Die Vorteile, die wir mit der flexiblen Nutzung der Stromnetze erreichen, können wir dann an den Kunden weitergeben. Und ein Beitrag zum Gelingen der Energiewende ist es ebenfalls.“

Vor den Schritten in die Energiezukunft müssen aber erst noch tatsächliche Erfahrungen gemacht werden. „Zunächst einmal wollen wir jetzt den Batteriespeicher betreiben und dabei unsere Erkenntnisse sammeln. Währenddessen kann der Kunde die Aktivität des Batteriespeichers jederzeit mit Hilfe einer App verfolgen.“

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Experte Sebastian Gerhard

2013 habe ich meine Karriere bei Vattenfall im Bereich Research & Development E-Mobility als Projektleiter für Speichertechnologien gestartet. Bis 2015 habe ich die ersten beiden stationären Batteriespeicher für Vattenfall geplant und gebaut. In den folgenden zwei Jahren arbeitete ich als Teamleiter im Business Development der Business Area Wind daran, die Batteriespeichertechnologie auf den Markt zu bringen.

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13.12.2018

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