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Magnus Hall: „Klimaarbeit wirkungsvoller als Klimastreiks“

Unser CEO Magnus Hall ist von der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg beeindruckt. Er ist jedoch der Ansicht, dass es effizientere Wege gibt, um die Klimaziele zu erreichen, als zu streiken.

Junge Leute, die für die Zukunft agieren

Am Montag, den 23. September 2019, findet in New York der UN-Klimagipfel statt. Er bildet die Vorveranstaltung zur COP25, der UN-Klimakonferenz in Santiago de Chile, die im Dezember 2019 stattfinden wird.

Eine der Rednerinnen in New York wird Greta Thunberg sein. Die 16-jährige schwedische Klimaaktivistin begann vor rund einem Jahr, jeden Freitag dem Unterricht fernzubleiben, um sich vor das schwedische Parlament zu setzen. Daraus entwickelte sich die globale Bewegung „Fridays for Future“.

Um an dem UN-Klimagipfel in New York teilzunehmen, ist Greta Thunberg mit einer emissionsfreien Yacht über den Atlantik gesegelt, da sie nicht fliegen und damit ihren CO2-Fußabdruck vergrößern wollte. Später wird sie nach Südamerika weiterreisen und im Dezember an der Konferenz in Chile teilnehmen.

Magnus Hall, was halten Sie von Greta Thunberg und der Bewegung, die sie initiierte?

Magnus Hall: In der Tat finde ich das Ganze sehr inspirierend. Es ist der Schwedin gelungen, das Thema Klima dorthin zu bringen, wo es hingehört: ganz oben auf die Tagesordnung. Dabei ist sie sehr bescheiden, weicht aber nicht zurück und will auch keinem gefallen. Ich bin von ihr beeindruckt. 

Sind Sie mit ihren Ansichten einverstanden?

Ich habe sie darüber sprechen hören, dass Politiker Verantwortung übernehmen müssten, dass wir jetzt handeln müssten, dass „das Haus in Flammen steht“. Ich glaube, damit hat sie Recht. Vattenfall ist ebenso der Ansicht, dass die globalen Klimaziele und Klimabestrebungen verschärft werden müssen. Die Umstellung wird nicht über Nacht erfolgen, die politischen Entscheidungen müssen aber jetzt getroffen werden, und es müssen mutige Entscheidungen sein. Aber das gilt auch für Unternehmen. Vattenfall setzt sich schon seit vielen Jahren für ehrgeizige Klimaziele ein. Und das werden wir auch weiterhin tun.

Ich bin jedoch ziemlich optimistisch, was die Lösungen betrifft. Als Unternehmen sitzen wir ja sozusagen am Puls möglicher Lösungen. Unabhängig davon, ob wir nun von der Dekarbonisierung des Energiesektors, der Industrie oder des Verkehrssektors sprechen: Vattenfall ist – das kann man meiner Meinung nach mit Fug und Recht sagen – einer jener globalen Akteure, die diese Entwicklung vorantreiben. Wir leisten dies intern und in Partnerschaft mit vielen anderen Branchen, und diese Aufgabe ist für uns sehr inspirierend. Für uns bedeutet dieses Engagement auch viele Möglichkeiten. 

Vom 20. bis 27. September 2019 hat die Bewegung „Fridays for Future“ zu einer Klimastreikwoche aufgerufen. Diesmal geht der Vorschlag über einen Schülerstreik hinaus, man will auch Beschäftigte zur Beteiligung bewegen. Unterstützen Sie die Streikteilnahme von Vattenfall Beschäftigten?

Ich habe großen Respekt vor Menschen, die Stellung beziehen und ihrer Meinung Ausdruck verleihen. Für Vattenfall als Unternehmen ist es meiner Ansicht nach jedoch das Beste, weiter an Lösungen für das Klima zu arbeiten. Ich glaube, dass die Schülerinnen und Schüler auf Unternehmen wie unseres schauen, und wir sollten ihre Sorgen ernst nehmen. Meiner Meinung nach sind Taten der beste Weg, um dies zu erreichen. Anstatt uns am Klimastreik zu beteiligen, sollten wir „Klimaarbeit“ leisten.


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