Pressemitteilung 21.12.2018 12:05 CET

Kernkraftwerk Brunsbüttel erhält 1. Stilllegungs- und Abbaugenehmigung

Der Rückbau der Anlage kann beginnen.

Jan Philipp Albrecht, Minister für Energie, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung in Schleswig-Holstein, hat Vattenfall heute in Kiel die erste Stilllegungs- und Abbaugenehmigung für das Kernkraftwerk Brunsbüttel überreicht. Pieter Wasmuth, Generalbevollmächtigter Vattenfalls für Hamburg und Norddeutschland, nahm die Genehmigung entgegen.

Pieter Wasmuth: „Mit der jetzt erteilten Genehmigung geht das Kraftwerk vom Nachbetrieb in die Stilllegung über. Dies ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg, der mit einer grünen Wiese an der Stelle des Kraftwerks enden wird. Der Rückbau eines Kernkraftwerks ist eine technisch gelöste Aufgabe. Wir rechnen damit, dass die Rückbauarbeiten etwa 15 Jahre in Anspruch nehmen werden.“

„Auf diesen Moment haben viele Menschen seit Jahren gewartet. Der Atomausstieg wird nun auch in Schleswig-Holstein für jedermann sichtbar. Das Kernkraftwerk Brunsbüttel wird endlich abgebaut“, sagte Energiewendeminister Jan Philipp Albrecht.

Den Antrag für Stilllegung und Abbau hatte Vattenfall am 1. November 2012 gestellt. Der Sicherheitsbericht für den Abbau des Kernkraftwerks wurde am 30. Oktober 2013 eingereicht. Er ist der Fahrplan für den Rückbau und beschreibt, wie der Abbau vonstattengehen soll. Bis zur Entlassung des Kernkraftwerkes aus der atomrechtlichen Aufsicht ist eine weitere atomrechtliche Genehmigung spätestens vor Beginn der Zerlegung des Reaktordruckbehälters erforderlich. Der Genehmigungsantrag hierzu wird zurzeit vorbereitet.

Bis an der Außenhülle des Kraftwerks Abbauarbeiten zu sehen sind, werden einige Jahre vergehen. Der Rückbau wird von innen nach außen durchgeführt. Für die einzelnen Arbeitsschritte müssen jeweils Zustimmungen durch die atomrechtliche Aufsichtsbehörde in Kiel erfolgen. Die am stärksten radioaktiv belasteten Bereiche werden zuerst entfernt. Begonnen wird also mit den Einbauten des Reaktordruckbehälters (RDB). Die Arbeiten selbst werden von einem Konsortium der Firmen Orano und EWN (Entsorgungswerk für Nuklearanlagen) ausgeführt. Vattenfall erwartet, im Sommer 2019 die ersten Teile der RDB-Einbauten ausbauen zu können. Voraussichtlich 2023 wird der Reaktordruckbehälter abgebaut sein.

Mit dem Entfernen des letzten Brennelements im Juni 2017 und der letzten Brennstäbe im Februar 2018 haben rund 99 Prozent des radioaktiven Inventars die Anlage verlassen. Von dem verbleibenden ein Prozent des radioaktiven Inventars befinden sich wiederum mehr als 90 Prozent im Reaktordruckbehälter und seinen Einbauten.

Weitere Informationen finden Sie im Vattenfall Blog:

Wie funktioniert der Rückbau eines Kernkraftwerkes
Spezialsäge beim Rückbau Kernkraftwerk Brunsbüttel im Einsatz

Ihre Ansprechpartnerin für weitere Informationen:

Barbara Meyer-Bukow, barbara.meyer-bukow@vattenfall.de
Vattenfall GmbH, Media Relations & Editorial,
Telefon +49 40 2718 3732, Fax +49 40 2718 3770

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