Pressemitteilung 06.09.2018 3:24 CET

Ein Projekt für den Kraftwerksrückbau

Erster Spatenstich für das Lager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle am Kernkraftwerk Brunsbüttel

Auf dem Gelände des endgültig abgeschalteten Kernkraftwerks Brunsbüttel nahm heute Pieter Wasmuth, Generalbevollmächtigter Vattenfalls für Hamburg und Norddeutschland und Mitglied der Geschäftsführung der Vattenfall Europe Nuclear Energy GmbH (VENE), gemeinsam mit dem stellvertretenden Bürgermeister Brunsbüttels, Peter Hollmann, den ersten Spatenstich für das Lager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle (LasmA) vor. Dieses Lager wird der anforderungsgerechten Zwischenlagerung dieser Abfälle dienen, die etwa drei Prozent der gesamten Abbaumasse ausmachen.

Die schwach- und mittelradioaktiven Abfälle sind bereits im Betrieb angefallen oder werden beim Rückbau entstehen. Dazu gehören auch die nachbehandelten Abfälle aus den Kavernen und die aus den Transportbereitstellungshallen.

Pieter Wasmuth erläuterte den Zweck des Neubaus: „Um das Kernkraftwerk Brunsbüttel zurückbauen zu können, benötigen wir eine Möglichkeit, die schwach- und mittelradioaktiven Abfälle sicher zwischenlagern zu können. Sie müssen so lange am Standort verbleiben, bis das für diese Abfälle vorgesehene Bundesendlager Schacht Konrad fertiggestellt ist.“ Das Bundesendlager befindet sich noch im Bau und wird nach derzeitigem Stand erst ab 2027 zur Verfügung stehen.

Peter Hollmann: „Das Kernkraftwerk ist ein Teil Brunsbüttels und inzwischen seit mehr als zehn Jahren nicht mehr im Betrieb. Ich freue mich, dass wir mit diesem Spatenstich nun einen wichtigen Schritt in Richtung Rückbau gehen können.“

Das neue Bauwerk besteht aus einem Lager- und einem Funktionsgebäude. Beide Gebäude erhalten eine Pfahlgründung mit Großbohrpfählen. Das Lagergebäude soll 116 Meter lang, 48 Meter breit und 16 Meter hoch werden. Es wird in zwei Bereiche aufgeteilt, in dem jeweils eine Krananlage vorhanden sein wird. An den beiden Enden des Lagergebäudes befindet sich jeweils ein Handhabungsbereich. Die Wände des Lagergebäudes werden 85 Zentimeter dick.

An das Lagergebäude wird sich ein 36 Meter langes, 14 Meter breites und zehn Meter hohes Funktionsgebäude anschließen. Hierin befinden sich die Räume für das Betriebspersonal, Lager- und Archivräume und für den Betrieb erforderliche Einrichtungen.

Oberste Priorität bei der Zwischenlagerung hat der sichere Einschluss des radioaktiven Abfalls und die Begrenzung und Kontrolle der Strahlenexposition der im LasmA tätigen Personen und der Umgebung. Grenzwerte werden an keiner Stelle überschritten. Bei der Auslegung des Gebäudes werden alle Anforderungen aus den Leitlinien der Entsorgungskommission berücksichtigt.

Das LasmA soll in zwei Jahren fertiggestellt sein. Die Investitionskosten belaufen sich auf gut 30 Millionen Euro.

Dr. Dr. Jan Backmann, MELUND, Michael Kunkowski und Peter Hollmann, Stadt Brunsbüttel, Pieter Wasmuth, Vattenfall, Dr. Michael Hoffmann, BGZ, Martin Krabbe, Züblin (v.l.n.r.)Foto: Dr. Dr. Jan Backmann, MELUND, Michael Kunkowski und Peter Hollmann, Stadt Brunsbüttel, Pieter Wasmuth, Vattenfall, Dr. Michael Hoffmann, BGZ, Martin Krabbe, Züblin (v.l.n.r.)

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Insgesamt wurde in den letzten 10 Jahren rund 300.000 Tonnen CO2 kompensiert.

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