Pressemitteilung 30.04.2020 2:01 CET

Kraftwerk Krümmel: Baugenehmigung für Zwischenlager erhalten

Das Kernkraftwerk Krümmel hat heute von der Unteren Baubehörde (UBB) der Stadt Geesthacht die Baugenehmigung für das Lager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle erhalten. Das so genannte LasmAaZ wird am bestehenden Zwischenlager für bestrahlte Kernbrennstoffe in dessen unmittelbarer Nachbarschaft errichtet werden. 

Dieses Lager wird die anforderungsgerechte Zwischenlagerung von schwach- und mittelradioaktiven Abfällen ermöglichen, die entweder bereits während des Betriebs des Kraftwerks Krümmel angefallen sind oder beim Abbau entstehen werden.

Damit die UBB die Baugenehmigung erteilen konnte, musste zuvor seitens der atomrechtlichen Behörde in Kiel (MELUND) die Umweltverträglichkeitsprüfung für das LasmAaZ mit positivem Ergebnis abgeschlossen werden. Dabei konnte das MELUND die in der von Vattenfall vorgelegten Umweltverträglichkeitsuntersuchung festgestellten Ergebnisse bestätigen: Durch das Vorhaben wird es keine bedeutsamen Umweltauswirkungen auf Mensch und menschliche Gesundheit, Pflanzen, Tiere und biologische Vielfalt, Boden, Wasser, Luft, Klima, Landschaft sowie Kultur- und sonstige Sachgüter geben. Dazu wurde für die im Baufeld lebenden Zauneidechsen ein neues Habitat geschaffen und die betroffenen Tiere wurden umgesiedelt. Neben der Umweltverträglichkeitsprüfung wurde seitens MELUND vor Erteilung der Baugenehmigung ebenfalls geprüft, ob die Planungen zum Bau des LasmAaZ dem vorgesehenen späteren Verwendungszweck entsprechen.

Das so genannte LasmAaZ wird am bestehenden Zwischenlager für bestrahlte Kernbrennstoffe in dessen unmittelbarer Nachbarschaft errichtet werden.

Erster sichtbarer Schritt der Baumaßnahmen wird der Abbruch des bestehenden Außenlagers sein, das zurzeit auf der zu bebauenden Fläche steht und in der Vergangenheit hauptsächlich als Lager für Ersatzteile genutzt wurde. Mit den Baumaßnahmen zur Errichtung des LasmAaZ kann voraussichtlich im Juni 2020 begonnen werden. Das LasmAaZ wird etwa 65 Meter lang, 48 Meter breit und 16 Meter hoch werden.

Dr. Ingo Neuhaus, Technischer Geschäftsführer der Vattenfall Europe Nuclear Energy GmbH: „Schwach- und mittelradioaktive Stoffe machen nach derzeitigem Planungsstand etwa zwei Prozent der gesamten Abbaumasse aus. Diese Abfälle müssen so lange sicher am Standort aufbewahrt werden, bis das für sie vorgesehene Bundesendlager Schacht Konrad fertiggestellt und in Betrieb genommen ist.“ Das Bundesendlager wird zurzeit gebaut und nach Angaben der zuständigen Bundesgesellschaft ab 2027 zur Verfügung stehen.

Das Kernkraftwerk Krümmel befindet sich gegenwärtig in der Nachbetriebsphase. Das Genehmigungsverfahren für Stilllegung und Abbau der Anlage, als auch das für den Betrieb des LasmAaZ erforderliche Genehmigungsverfahren nach dem Strahlenschutzgesetz sind noch nicht abgeschlossen.

Ihre Ansprechpartnerin für weitere Informationen:

Barbara Meyer-Bukow, barbara.meyer-bukow@vattenfall.de
Vattenfall GmbH, Media Relations & Editorial,
Telefon +49 175 5741848

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