Nachhaltigkeit

Nachhaltige Ressourcennutzung

Vattenfall hat sich zur nachhaltigen Ressourcennutzung verpflichtet. Wir wollen unsere Ökobilanz verbessern und zur Umstellung auf eine Kreislaufwirtschaft beitragen. In Bezug auf das Ressourcenmanagement bedeutet das, wir ziehen Lebenszyklus-spezifische Aspekte in Betracht, optimieren die Ressourcennutzung in all unseren Betriebsprozessen und vermeiden den Einsatz gefährlicher Chemikalien.

Eine verbesserte Ressourceneffizienz wirkt sich zum Beispiel in Form von Emissions- und Abfallreduzierung positiv auf die Umwelt aus, sorgt gleichzeitig für gesenkte Kosten und steigert so die Wettbewerbsfähigkeit von Vattenfall.

Seit den 90er Jahren nutzt Vattenfall Lebenszyklusanalysen

Bei Lebenszyklusanalysen (LCAs – Life Cycle Assessments) werden die Umweltauswirkungen über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts oder einer Dienstleitung hinweg untersucht, von der Rohstoffbeschaffung bis hin zur Entsorgung. Bereits seit Beginn der 1990er-Jahre nutzt Vattenfall LCAs als Hilfsmittel zur Beurteilung und Erfassung der Umweltbelastung von Aktivitäten in der Stromerzeugung. Die Umweltbelastung der Stromerzeugung wird in Bezug auf den Lebenszyklus mit folgenden Phasen beschrieben:

  • Neubau von Kraftwerken
  • Brennstoffproduktion
  • Betrieb und Instandhaltung (einschließlich Reinvestitionen und Abfallbehandlung)
  • Rückbau von Kraftwerken

Der LCA-Ansatz hilft uns dabei, Prioritäten zu setzen, denn es wird ermittelt, wo Umweltauswirkungen entstehen und wo Maßnahmen zu deren Reduzierung ergriffen werden müssen. Darüber hinaus ist er bei der Beurteilung der Umweltleistung neuer Energielösungen hilfreich, um innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette eine hohe Umweltleistung zu gewährleisten.

Lebenszyklusanalyse

Lesen Sie die Lebenszyklusanalyse (LCA) von Vattenfall in der Stromerzeugung.

Wasserkraftwerk Porsi

Umweltproduktdeklarationen

Unsere Kunden in den skandinavischen Ländern können Strom mit verifizierten Umweltdaten aus zertifizierten Umweltproduktdeklarationen beziehen. Eine Umweltproduktdeklaration (EPD – Environmental Product Declaration) basiert auf einer Lebenszyklusanalyse gemäß internationalen Standards (ISO 14025,14040 und 14044) und liefert Informationen über Ressourcenverbrauch, Emissionen, Abfallaufkommen und Landnutzung pro kWh erzeugten Stroms.

Der allgemeine Zweck der EPD besteht darin, relevante, verifizierte und vergleichbare Informationen über die Umweltbelastung unserer Stromerzeugung bereitzustellen. Sie folgt einem transparenten Prozess und die Informationen werden sowohl unseren Kunden als auch anderen interessierten Stakeholdern zur Verfügung gestellt, sodass sie sich ein Bild von der Umweltbelastung ihrer Stromnutzung machen können. Vattenfalls EPD für Strom umfasst zudem Informationen über die Auswirkungen auf die Biodiversität sowie eine Umweltrisikobewertung.

Verifizierte Umweltdaten

Eine Umweltproduktdeklaration (EPD – Environmental Product Declaration) liefert Informationen über Ressourcenverbrauch, Emissionen, Abfallaufkommen und Landnutzung pro kWh erzeugten Stroms.

Luftaufnahme mit Blick auf Wald und Fluss

Wasserhaushalt

Wasser ist für die Geschäftstätigkeit von Vattenfall unverzichtbar. Vattenfall ist bestrebt, die Wassernutzung effizient zu gestalten und alle Auswirkungen durch unseren Betrieb zu minimieren.

Für das Wasserkraftgeschäft von Vattenfall ist Wasser sowohl die Energiequelle als auch der Ort der Geschäftstätigkeit. Wasserkraft spielt eine wichtige Rolle als eine überwiegend emissionsfreie und erneuerbare Energiequelle sowie eine Möglichkeit, Energie zu speichern und Energiequellen wie Solarenergie und Windkraft auszugleichen. Der Bau von Wasserkraftwerken wirkt sich auch stark auf die Umwelt aus, denn er verändert die natürliche Fließdynamik von Flüssen und beeinflusst die Artenvielfalt.

Abfallhierarchie

Vattenfall ist verpflichtet, in Übereinstimmung mit der Abfallhierarchie zu arbeiten. Die Abfallhierarchie legt Optionen für die jeweils umweltfreundlichste Art der Abfallbehandlung fest: vorbeugen, reduzieren, wiederverwenden, recyceln, verwerten und entsorgen. Auf lokaler Ebene finden verschiedene Aktivitäten statt, um Abfall vorzubeugen und zu reduzieren sowie dessen Wiederverwendung und Recycling zu optimieren. Als eine Art der energetischen Rückgewinnung werden beispielsweise in einigen Anlagen durch Verbrennung brennbarer Abfälle Wärme und Strom erzeugt.

Bei unseren Betriebsprozessen entstehen verschiedene Arten von Abfällen und Nebenprodukten. Bei der Verbrennung fester Brennstoffe wie Steinkohle, Biomasse und Abfall werden Asche und bei der Verbrennung von Steinkohle außerdem Kalziumsulfat erzeugt. Abfälle werden im Rahmen der geltenden nationalen Gesetze identifiziert, klassifiziert und behandelt. Auf lokaler Ebene werden verschiedene Maßnahmen ergriffen, um Abfall vorzubeugen und zu reduzieren sowie dessen Wiederverwendungs- und Recyclingraten weitestgehend zu optimieren.

Abfallbehandlung

Lange Zeit basierte die Abfallbehandlung auf der Abfallhierarchie, aber in Anbetracht des Kreislaufdenkens müssen wir neue Wege finden, um Mehrwert zu schaffen und weniger Ressourcen zu verschwenden. Der Abfall anderer kann uns als Ressource dienen.

Unser Abfall ist in folgende Hauptkategorien unterteilt:

  • Ungefährlicher Abfall (der Großteil des Abfalls)
  • Gefährlicher Abfall (z. B. Flugasche aus Müllverbrennung)

Wie wir Abfall behandeln, ist von der Art des Abfalls und der Gesetzgebung abhängig. Wir wenden die Abfallhierarchie aus der EU-Abfallrahmenrichtlinie an.

Wir versuchen, die Wiederverwertung der durch unsere Geschäftstätigkeit angefallenen Nebenprodukte zu steigern:

  • Ungefährlicher Abfall wird möglichst recycelt oder, ist das nicht möglich, verwertet bzw. entsorgt. In diese Kategorie fällt zum Beispiel der Abfall aus unseren Verwaltungsbüros.
  • Gefährlicher Abfall wird verwertet oder deponiert.
  • Abfälle vom Bau und der Stilllegung von Kraftwerken, den Verteilungsnetzen usw. werden gemäß den entsprechenden nationalen Rechtsvorschriften behandelt.
  • Wir fördern die Wiederverwendung und das Recycling von Baustellenabfällen.
  • Abfall aus dem IT-Bereich wird vor Ort vom Anbieter der Ausrüstung oder durch spezialisierte Unternehmen behandelt.

Nebenprodukte

Bei der Verbrennung fester Brennstoffe und der Rauchgasreinigung entstehen als Nebenprodukte große Mengen an Asche und Kalziumsulfat. Asche und andere Nebenprodukte werden wiederverwendet und folglich weniger neue Ressourcen verbraucht. Darüber hinaus wird auf diese Weise die Menge an Asche, die gelagert werden muss, verringert.

Asche aus Steinkohlekraftwerken und Kalziumsulfat aus der Rauchgasentschwefelung sind die bedeutendsten Nebenprodukte unseres Betriebs. Das Kalziumsulfat wird an die Gips- und Zementindustrie in Europa verkauft. Der Großteil unserer Flugasche aus der Steinkohleverbrennung findet als Betonbestandteil Verwendung. Schlacke und Granulat werden im Straßenbau genutzt.

Weitere Informationen

Suorva Wasserreservoir

Nachhaltigkeit ist fester Bestandteil, um unser gestecktes Ziel erreichen zu können.

Strandfoto mit Sonnenuntergang

Wir wollen Emissionen reduzieren, Artenvielfalt schützen und Ressourcen nachhaltig nutzen.

Nachhaltige Erzeugung durch Solaranlage und Windrad

Wir steigen aus der fossilen Erzeugung aus und investieren in erneuerbare Energien.