Power-to-Heat

Wärmespeicher sind Schlüssel zur Wärmewende – doch die eine universale Speichertechnologie gibt es nicht.

Vielversprechende Ansätze und Pilotprojekte

Dafür aber vielversprechende Ansätze und Pilotprojekte, zum Beispiel Power-to-Heat, Salz oder Stahl. Vattenfall hat sich dazu verpflichtet, innerhalb einer Generation vollständig auf fossile Brennstoffe zu verzichten. Vor allem Wind- und Solarenergie – beides günstige und vor allem CO2-neutrale Energiequellen – sind für das Gelingen der Energiewende essenziell. Doch sie stehen nicht kontinuierlich zur Verfügung.

Wird mehr Energie erzeugt als benötigt, muss die überschüssige Energie gespeichert werden. Ein Thema, das die gesamte Branche der Energieversorger beschäftigt und auch künftig beschäftigen wird, denn die eine universale Speichertechnologie gibt es nicht. Dafür aber vielversprechende Ansätze und Pilotprojekte. Einige davon werden aktuell bei Vattenfall getestet beziehungsweise in Kürze in Betrieb genommen:

Wie funktioniert Power-to-Heat

Die Technologie Power-to-heat bezeichnet die Umwandlung von Strom in Wärme.

Power-to-Heat-Anlage

Power-to-Heat-Anlagen

Klassische Power-to-Heat-Anlagen funktionieren wie Tauchsieder und nutzen Strom, um Wasser zu erhitzen, das dann gespeichert oder direkt für Heizung und Warmwasser genutzt werden kann. Power-to-Heat eignet sich besonders gut, wenn erneuerbare Energie in ein Wärmenetz integriert werden soll: Ist überschüssiger Strom im Netz verfügbar, kann er zur Erzeugung umweltschonender Stadtwärme genutzt werden oder das Stromnetz stabilisieren.

Kesselmontage für Europas größte Power-to-Heat-Anlage

Kesselmontage für Europas größte Power-to-Heat-Anlage.

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Wie funktioniert Power-to-Heat?

Die Technologie Power-to-Heat wandelt Strom in Wärme um.

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Ein Baustein der Berliner Energiewende

Vattenfall betreibt am Standort Reuter West in Berlin Spandau Europas größte Power-to-Heat-Anlage. Sie ermöglicht die Nutzung erneuerbaren Stroms für die Stadtwärme in ganz neuen Dimensionen und ist damit ein wichtiger Baustein der Berliner Wärmewende. Ist viel regenerativer Strom im Netz, nutzt ihn die Anlage zur Erzeugung umweltschonender Stadtwärme. Die erneuerbare Energie, die dafür abgenommen werden kann, entspricht 10 Prozent des gesamten Berliner Strombedarfs im Sommer – oder der Leistung von 750.000 Kühlschränken.

Mit einer Wärmeleistung von 120 Megawatt kann die Anlage selbst an sehr kalten Wintertagen über 36.000 Haushalte beheizen.

Das Besondere der Power-to-Heat-Anlage ist die Kombination mit der Kraft-Wärme-Kopplung im Fernwärmesystem. Die Fernwärmeerzeugung kann hierdurch noch besser an die Erzeugungsprofile von Wind- und Photovoltaikstrom angepasst werden.

Bei wenig erneuerbarer Stromproduktion wird die Fernwärme durch Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt. Bei einer hohen erneuerbaren Stromproduktion, zum Beispiel bei einem Sturmtief mit viel Windstrom, kann die Power-to-Heat-Anlage genutzt werden, um Fernwärme zu produzieren.

Die Power-to-Heat-Anlage löst den Steinkohleblock „C“ des Heizkraftwerks Reuter ab. Damit verfolgt Vattenfall seine Strategie konsequent, bis zum Jahr 2030 vollständig aus der Kohlenutzung in der deutschen Hauptstadt auszusteigen und realisierte zugleich einen weiteren Punkt der Klimaschutzvereinbarung mit dem Land Berlin.

Die Power-to-Heat-Anlage besteht aus drei Elektrodenkessel, in denen nach Inbetriebnahme jeweils 22.000 Liter Wasser auf bis zu 130 Grad Celsius erwärmt werden. Größere „Tauchsieder“ finden sich in Europa derzeit nicht. Bis zum Jahr 2030 hält Vattenfall den Ausbau von „Power-to-Heat“-Lösungen für die Stadtwärmeversorgung in einem Umfang von 300 Megawatt für möglich. Das Investitionsvorhaben ist ein Projekt unter dem Dach von WindNODE, der nordostdeutschen Modellregion für intelligente Energie.

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