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Bis 2045 kann Energiesektor CO2-neutral werden

Einer neuen Studie von Eurelectric, dem Verband der europäischen Elektrizitätswirtschaft zufolge, könnte Europas Energiesektor bis 2045 vollständig CO2-neutral werden und über einen entsprechenden Elektrifizierungsgrad eine weitreichende Dekarbonisierung der gesamten Gesellschaft ermöglichen. Dazu sind höhere Investitionen in die erneuerbaren Energien und in die Netze erforderlich, die Gesamtkosten der Dekarbonisierung werden jedoch geringer sein als bisher angenommen.

Magnus Hall, Vizepräsident von Eurelectric. Foto: Andreas Pein

Magnus Hall, CEO und Präsident von Vattenfall ist auch Vizepräsident von Eurelectric. Er sagt dazu:
„Die neue Studie zeigt, dass der Energiesektor in Europa schon vor Mitte des Jahrhunderts CO2-neutral werden kann. Der kosteneffiziente Weg bis 2045 hängt davon ab, dass erneuerbare Energien für annähernd 80 Prozent der Stromerzeugung eingesetzt werden. Die Gesamtkosten der Stromversorgung sind in einem vollständig dekarbonisierten System aufgrund der schnellen Kostensenkungen bei den erneuerbaren Technologien jedoch niedriger als erwartet.“

Höheres Investitionsniveau durch Elektrifizierung

Um CO2-Neutralität zu erreichen und dabei gleichzeitig die gestiegene Nachfrage durch die erhöhte Elektrifizierung zu befriedigen, braucht es mehr Investitionen. Es werden jährliche Investitionen von 89 bis 111 Milliarden Euro benötigt, um die erforderliche Erzeugungskapazität zu erreichen. Außerdem sind erhebliche Investitionen für Verbindungsleitungen und zur Stärkung der Verteilnetze notwendig.

Die Gesamtkosten der Stromversorgung werden jedoch nicht so hoch ausfallen wie bislang erwartet. Es wird damit gerechnet, dass die Kosten bis 2045 im Stromgroßhandel 70 bis 75 Euro pro Megawattstunde erreichen. „Die erneuerbaren Energien haben die Kostengleichung verändert. Der erforderliche Ausbau des Stromsektors ist erheblich und verlangt nach einem vorhersehbaren regulatorischen Rahmen und klaren langfristigen Preissignalen, um das erforderliche Kapital freizusetzen“, sagt Francesco Starace, Präsident von Eurelectric und CEO des italienischen Stromerzeugers Enel.

Notwendige Flexibilität erfordert eine neue Zusammenarbeit

Der höhere Anteil der erneuerbaren Energien wird ein sehr viel flexibleres System benötigen. Verbindungsleitungen müssen ausgebaut, Verteilnetze verstärkt, Speicherung und Reaktionsfähigkeit auf der Nachfrageseite erhöht werden. Es werden auch eine Reihe von Reservekraftwerken erforderlich sein, um die Zuverlässigkeit in einem variableren Energiesystem zu gewährleisten.

Neue Formen gesellschaftsübergreifender Zusammenarbeit werden erforderlich sein, um eine beschleunigte Wende zu bewältigen. Andere Sektoren müssen die Elektrifizierung beschleunigen und sich aktiver engagieren, um das System auszugleichen. Und es braucht das Engagement des Staates und der Bürger, um die Nachfrage nach kohlenstoffarmen Lösungen voranzutreiben und die öffentliche Akzeptanz zu gewährleisten.

Unterschiedliche Ausgangspunkte

Die Studie weist auf die sehr unterschiedlichen Ausgangslagen der einzelnen EU-Mitgliedstaaten hin. Das führt dazu, dass die damit verbundenen erforderlichen Investitionen und die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt voneinander abweichen. Kristian Ruby, Generalsekretär von Eurelectric, sagt: „Der Übergang erfordert bei diesem Tempo und dieser Größenordnung eine völlig neuartige sektorenübergreifende Zusammenarbeit, öffentliche Akzeptanz und das Engagement der Verbraucher. Wir müssen auch die unterschiedliche Situation der einzelnen Mitgliedstaaten angemessen berücksichtigen und sicherstellen, dass keine Region in Europa zurückgelassen wird.“

Die Studie wurde am 27. November 2018 in Brüssel präsentiert. Kürzlich stellten zudem Vattenfall und das Energy Transition Committee (ETC) eine Studie vor, aus der hervorging, dass es sowohl technisch als auch wirtschaftlich machbar ist, die Emissionen auch in der Schwerindustrie bis zur Mitte des Jahrhunderts auf Null zu senken.

Mehr zum Thema

Pressemitteilung von Eurelectric (in englischer Sprache)
Bericht „Decarbonisation Pathways“ (in englischer Sprache)  
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