
Hitzewellen steigern das Interesse an Wärmepumpen in ganz Europa
- Hitzewellen lassen die Nachfrage nach Wärmepumpen steigen, die Häuser sowohl kühlen als auch heizen können.
- Die zunehmende Unsicherheit hinsichtlich der Gaspreise veranlasst immer mehr Europäer dazu, von fossilen Brennstoffen als Heizquelle abzurücken.
- Wärmepumpen können Emissionen senken, den Komfort verbessern und bei extremer Hitze zum Gesundheitsschutz beitragen.
Wärmepumpen sind vor allem als energieeffiziente Möglichkeit zum Heizen von Wohnräumen bekannt. Doch da Hitzewellen in ganz Europa immer häufiger auftreten, entdecken viele Hausbesitzer, dass diese Technologie auch dazu beitragen kann, Wohnräume zu kühlen.
Wärmepumpen bieten eine energieeffiziente Alternative zu herkömmlichen Heizsystemen. In Europa setzen viele Hausbesitzer nach wie vor auf Gasheizkessel, und da geopolitische Spannungen weiterhin die Energiemärkte beeinflussen und die Gas- und Brennstoffpreise schwanken, steigt das Interesse an Wärmepumpen.
In Deutschland hat sich der Absatz von Luft-Wasser-Wärmepumpen bei Vattenfall nach dem Beginn des Iran-Kriegs Anfang dieses Jahres verdoppelt. „Von Februar bis März verzeichneten wir einen enormen Nachfrageschub. Die Menschen erkennen, dass die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen ein großes Risiko darstellt. Für viele ist eine Wärmepumpe daher eine gute Lösung“, sagt Manuel Richter, Produktmanager bei Vattenfall in Deutschland.
Die Hitzewellen dieses Sommers haben zudem einen weiteren Vorteil deutlich gemacht: Viele Wärmepumpen können sowohl kühlen als auch heizen. Dies gilt insbesondere für Luft-Luft-Wärmepumpen.
Effiziente Technologie
Wie funktioniert das also? Im Gegensatz zu einem Heizkessel erzeugt eine Wärmepumpe keine Wärme durch Verbrennung, sondern überträgt Wärme von einem Ort zum anderen. Die Pumpe kann Wärme aus dem Boden, aus Wasser oder aus der Außenluft entziehen und im Gebäude abgeben. Dies geschieht äußerst energieeffizient: Eine moderne Wärmepumpe liefert ein Vielfaches an Wärmeenergie im Vergleich zu dem Strom, den sie verbraucht. Im Sommer kann die Luft-Luft-Wärmepumpe „in umgekehrter Richtung“ betrieben werden und fungiert dann als Klimaanlage. Auch andere Arten von Wärmepumpen können mit Kühlvorrichtungen ausgestattet werden.
Großes Interesse in den Niederlanden
In den Niederlanden, einem der gasabhängigsten Länder Europas, wächst das Interesse an Wärmepumpen seit mehreren Jahren, und mittlerweile sind landesweit mehr als 2,5 Millionen Geräte installiert.
„Immer mehr Menschen lassen Luft-Luft-Wärmepumpen installieren, um ihre Häuser im Sommer zu kühlen und im Winter die Heizkosten zu senken“, sagt Wouter Wolfswinkel, Programmmanager bei Vattenfall in den Niederlanden.
Langfristig geht er davon aus, dass Wärmepumpen die Gasheizung im Land ablösen werden. „Wir beobachten, dass die Menschen bereits heute ihre Gaskessel durch Wärmepumpen ersetzen. In diesem Jahr werden 300.000 Wärmepumpen in niederländischen Haushalten installiert. Alles deutet darauf hin, dass in wenigen Jahren mehr Menschen Wärmepumpen als Gaskessel zum Heizen nutzen werden.“
Um den ökologischen Fußabdruck zu minimieren, sollten Wärmepumpen mit fossilfreiem Strom betrieben werden. Für Haushalte mit Solaranlagen auf dem Dach kann diese Kombination besonders gut funktionieren. Auf diese Weise kann die Klimaanlage mit selbst erzeugtem Strom betrieben werden, da die Solarstromerzeugung in der Regel dann ihren Höhepunkt erreicht, wenn der Kühlbedarf am höchsten ist.
Eine Frage der Gesundheit
Mit den Innentemperaturen im Sommer ist auch ein gesundheitlicher Aspekt verbunden. In Europa sind relativ wenige Haushalte mit einer Klimaanlage ausgestattet. Wärmepumpen, die auch kühlen können, wie beispielsweise Luft-Luft-Geräte, könnten daher dazu beitragen, in Zeiten extremer Hitze ein gesünderes Raumklima zu schaffen.
„Es ist klar, dass die Wärmepumpe nicht nur eine energieeffiziente Möglichkeit ist, ein Zuhause zu heizen. Sie kann auch den Raumkomfort verbessern und in Zeiten extremer Hitze dazu beitragen, die Gesundheit der Menschen zu schützen“, sagt Wouter Wolfswinkel.
Schon gewusst?
Eine moderne Wärmepumpe kann oft 3–5 kWh Wärme pro 1 kWh Strom liefern. Viele Luft-Luft-Wärmepumpen können bei Außentemperaturen von bis zu -40 °C betrieben werden und bei Temperaturen um die 40 °C für Kühlung sorgen.
Verschiedene Arten von Wärmepumpen
Luft-Luft: Überträgt Wärme aus der Außenluft über einen Ventilator direkt in das Haus.
Luft-Wasser: Entzieht der Außenluft Wärme und leitet sie an das wasserbasierte Heizsystem eines Hauses weiter.
Abluft: Gewinnt Wärme aus der aus dem Gebäude abführenden Lüftungsluft zurück und nutzt sie zur Heizung und Warmwasserbereitung wieder.
Erdwärmepumpe: Entzieht dem Felsgestein oder dem Boden über unterirdisch verlegte Kollektorrohre Wärme.
Erfahren Sie mehr über das Wärmepumpenangebot von Vattenfall:
In Deutschland
In den Niederlanden
In Schweden

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