Vattenfall-Gasbarometer: Viele Hauseigentümer schieben den Heizungswechsel zu lange auf

Viele Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer wissen, dass die Frage nach der künftigen Wärmeversorgung früher oder später auf sie zukommt. Trotzdem zögern sie. Das zeigt eine aktuelle Befragung unter mehr als 12.000 Gaskundinnen und Gaskunden von Vattenfall mit Ein- oder Zweifamilienhäusern.

„Viele Menschen beschäftigen sich bereits mit ihrer zukünftigen Wärmeversorgung. Bei der konkreten Entscheidung für die passende Heizungslösung besteht jedoch häufig noch Orientierungsbedarf“, erklärt Carsten Gerasch, leitender Produktmanager bei Vattenfall. „Solange die bestehende Heizung zuverlässig funktioniert, wird die Frage nach einem Wechsel oft vertagt – obwohl sich der Wechsel zur Wärmepumpe angesichts steigender Gaspreise oft schon vorher lohnt.“ Konkret verfügen 38 Prozent der befragten Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer über eine mindestens 15 Jahre alte Heizung. Dennoch plant mehr als die Hälfte dieser Gruppe derzeit keinen konkreten Austausch.

Funktionierende Heizung bremst den Wechsel

Die Befragung zeigt, dass eine funktionierende Heizung das größte Hindernis für einen Austausch darstellt: 88 Prozent nennen diesen Grund. Mit größerem Abstand folgen hohe Anschaffungskosten (46 Prozent), Unsicherheit über politische Vorgaben (32 Prozent) sowie Unsicherheit bei der Heizungswahl (22 Prozent).  „Eine veraltete Heizung muss nicht erst ausfallen, bevor gehandelt wird“, sagt Gerasch. „Wer sich frühzeitig mit fossilfreien Heizlösungen beschäftigt, schafft die Voraussetzungen für geringere Kosten, mehr Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern und weniger CO₂-Emissionen. Frühzeitige Planung eröffnet dabei mehr Auswahl an technischen Möglichkeiten und Förderangeboten.“

Auch bei den Motiven für einen möglichen Heizungswechsel stehen praktische und wirtschaftliche Aspekte im Vordergrund: Für 60 Prozent ist eine defekte oder unzuverlässige Heizung der Hauptgrund für einen Wechsel. Es folgen hohe Energiekosten (49 Prozent) sowie die Unabhängigkeit von Gas und Öl (38 Prozent). Auch Fördermöglichkeiten (34 Prozent) sowie Umwelt- und Klimaschutz (20 Prozent) werden als Gründe für einen Heizungsaustausch genannt.

Kostenfragen prägen die Auseinandersetzung mit dem Thema Heizen

Besonders stark beschäftigen die Befragten die zukünftige Entwicklung der Gaspreise - 75 Prozent sehen hier Informationsbedarf, gefolgt von Sparpotenzialen bei den Gaskosten (48 Prozent). „Diese hohen Werte sind nachvollziehbar, schließlich zeigt die aktuelle Entwicklung am Gasmarkt einmal mehr, wie stark wir von internationalen Energie- und Rohstoffmärkten abhängig sind“, betont Gerasch. „Solange wir fossile Energieträger importieren müssen, importieren wir auch geopolitische Risiken und deren Auswirkungen auf die Preise.“ Mehr Informationen wünschen sich die befragten Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer zudem über Heizungsalternativen (45 Prozent) und gesetzliche Vorgaben (37 Prozent).

Wärmepumpe wird am häufigsten genannt, viele bleiben unentschlossen

Bei der Frage nach einer künftigen Heizlösung wird die Wärmepumpe mit 33 Prozent am häufigsten genannt. Gleichzeitig haben sich 31 Prozent der Befragten noch nicht auf eine Technologie festgelegt. „Die hohe Relevanz der Wärmepumpe in unserer Befragung spiegelt wider, was sich am Heizungsmarkt zeigt: Die Wärmepumpe war 2025 das meist installierte Heizsystem und ist auch 2026 bislang die am häufigsten eingebaute Heiztechnologie”, so Gerasch. „Gleichzeitig macht der hohe Anteil Unentschlossener deutlich, dass viele Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer noch Orientierung bei der Wahl ihrer künftigen Heizlösung suchen“, sagt der leitende Produktmanager bei Vattenfall. „Nach unseren Vergleichsberechnungen ist die Wärmepumpe mit Installation und Betriebskosten über 20 Jahre signifikant günstiger als eine neue Gasheizung: Steigende CO₂-Kosten und die zunehmenden Kosten für die Netznutzung, die sich die sinkende Anzahl an Personen mit Gasheizung teilen, werden fossile Heizungen langfristig verteuern.“ Für 18 Prozent bleibt die Gasheizung jedoch eine denkbare Option, weitere 13 Prozent können sich auch eine Gas-Hybridheizung vorstellen[1].

Vattenfall bietet ein Komplettangebot aus einer Hand: Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen, Heimspeicher und Wallboxen mit verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten sowie Installation und Wartung durch ein Netzwerk von mehr als 150 Installationsbetrieben. Weitere Informationen unter: Komplettangebot Wärmepumpe | Vattenfall

Methodik

Für das Vattenfall-Gasbarometer wurden im Juli 2026 insgesamt 12.365 ausgewählte Vattenfall-Gaskundinnen und -kunden im Rahmen einer Online-Befragung befragt. Die Auswahl erfolgte anhand festgelegter Vertrags-, Haushalts- und Gebäudemerkmale mit Fokus auf Ein- und Zweifamilienhäuser ohne vorhandene Wärmepumpe.

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