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Elektrifizierte Straße ermöglicht Laden beim Fahren

Was haben die Großstadt Hongkong und ein Gebiet nördlich von Stockholm gemeinsam? An beiden Orten gibt es eine „Electric Road“. Während die in Hongkong nur so heißt, macht die „E-Road“ im schwedischen Arlanda ihrem Namen alle Ehre: Sie ermöglicht das Aufladen von Elektrofahrzeugen während der Fahrt.

 

Die „eRoadArlanda“ ist weltweit die erste elektrifizierte Straße, auf der sich E-Fahrzeuge durch eine im Boden befindliche Schiene während der Fahrt aufladen können. Die elektrifizierte Teststrecke befindet sich auf einer öffentlichen Straße, auf der auch herkömmliche Fahrzeuge verkehren.
Die E-Road entstand im Auftrag der staatlichen Verkehrsbehörde Trafikverket und ist Teil eines gemeinsamen Entwicklungsprojekts des Innovationsunternehmen Elways, der Bau- und Infrastrukturgesellschaft NCC und Vattenfall.

Die Generaldirektorin der schwedischen Verkehrsbehörde Trafikverket Lena Erixon, der Infrastrukturminister Tomas Eneroth und der Erfinder der Stromschiene Gunnar Asplund weihen die elektrifizierte Straße auf der eRoadArlanda ein.

Elektrifizierte Strassen dank neuer patentierter Technik

Bereits vor zwei Jahren startete ein ähnliches Projekt auf einer Autobahn 140 Kilometer nördlich von Stockholm. Dort erfolgt das Aufladen von Hybridlastwagen über Oberleitungen.

Ein gleitender Stromabnehmer unter dem Lkw nimmt Strom aus der Stromschiene ab. Der Stromabnehmer kann sich seitwärts bewegen und wird automatisch hinunter in die Stromschiene und wieder nach oben geklappt. Die Ladeleistung beträgt 200 kW.

Die neu patentierte Technik des Ladens über eine Schiene im Boden hat gegenüber dem Aufladen durch eine Oberleitung den Vorteil, dass sie für alle E-Fahrzeuge geeignet ist - nicht nur für hohe Lkws oder Busse. Jede Art von Elektrofahrzeug kann auf diese Weise während der Fahrt geladen werden. Käme diese Technik flächendeckend zum Einsatz, hätten auch Elektroautos mit kleinen Batterien eine unbegrenzte Reichweite. Weiterer Vorteil: Die Stromschienen erfordern niedrigere Investitionskosten als Oberleitungen und beeinträchtigen das Landschaftsbild weniger stark.

Regulärer Güterverkehr

Die elektrifizierte Straße eRoadArlanda wurde Mitte April 2018 eröffnet und wird nun über einen verlängerten Versuchszeitraum von mindestens einem Jahr unter anspruchsvollen Straßen- und Witterungsverhältnissen getestet. Die eigens angefertigten, vollständig elektrisch angetriebenen Lkws des Projekts werden während dieses Zeitraums Güter zwischen dem Frachtterminal auf dem Flughafen Arlanda und der in der Nähe gelegenen Logistikanlage der Logistikfirma PostNord befördern.

Mehr Elektro weniger CO2

„Die Elektrifizierung des Straßenverkehrs ist ein wichtiger Faktor zur Verringerung der gesamten Kohlendioxidemissionen in der Gesellschaft. Die Kohlendioxidemissionen von Lkws machen ungefähr ein Viertel der Gesamtemissionen des Straßenverkehrs aus. Somit kann die Entwicklung von elektrifizierten Straßen ein wichtiges Puzzleteil bei der Verringerung der Emissionen des Verkehrssektors sein“, sagt Annika Ramsköld, Head of Sustainability bei Vattenfall.

Erstmals wurde eine Fernwärmeleitung mittels Kabelpflugverfahren verlegt.

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