Vattenfall startet Offshore-Bau von Deutschlands größtem Offshore-Windprojekt
Vattenfall hat einen wichtigen Meilenstein beim Bau des Offshore-Windclusters Nordlicht erreicht: Am 1. Juli wurde der erste Monopile für den Offshore-Windpark Nordlicht I in der deutschen Nordsee installiert. Damit beginnt eine zentrale Offshore-Bauphase für Deutschlands größtes Offshore-Windprojekt. Zugleich stärkt Nordlicht Vattenfalls Offshore-Portfolio und unterstützt den großflächigen Ausbau fossilfreier Energie in Europa.

Image Courtesy of DEME
"Mit der Installation des ersten Monopiles nimmt Nordlicht nun sichtbar Gestalt in der Nordsee an. Das ist ein wichtiger Schritt für Vattenfall und zugleich ein bedeutender Beitrag zur Energiewende, zur Stärkung der Energiesicherheit und der Wettbewerbsfähigkeit in Europa. Projekte dieser Größenordnung erfordern präzise Planung, starke Partnerschaften entlang der Lieferkette und einen klaren Fokus auf Sicherheit und Umsetzung. Zu sehen, wie das Projekt nun offshore Gestalt annimmt, ist ein besonderer Moment für das gesamte Team“, sagt Cyril Moss, Project Director Nordlicht bei Vattenfall.
Die Installation wurde von DEME durchgeführt. Das Unternehmen ist für den Transport und die Installation der Fundamente und Transition Pieces für Nordlicht I und II verantwortlich. Die Monopiles werden von EEW Special Pipe Constructions in Rostock gefertigt, während die Transition Pieces bei CS WIND Offshore in Aalborg hergestellt werden. Nordlicht I wird aus 68 Monopile- und Transition-Piece-Fundamenten bestehen. Jeder Monopile ist bis zu 80,5 Meter lang – und damit fast so lang wie ein Fußballfeld – und wiegt bis zu 1.290 Tonnen.
Bereits Anfang des Jahres hatte Vattenfall zentrale Offshore-Arbeitsschritte an Land getestet, um Schnittstellen, Abläufe und Sicherheitsaspekte vor der Bauphase auf See vorzubereiten. Nordlicht II soll nach aktueller Planung rund ein Jahr später folgen.

Image: Vattenfall
Der Offshore-Windcluster Nordlicht entsteht rund 85 Kilometer nördlich der Insel Borkum in der deutschen Nordsee und besteht aus zwei separaten Projekten: Nordlicht I mit einer Leistung von rund 980 Megawatt und Nordlicht II mit rund 630 Megawatt. Nach vollständiger Inbetriebnahme wird der Cluster voraussichtlich rund 6 Terawattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Das Projekt ist ein weiterer Schritt, um die wachsende Nachfrage nach verlässlichem, fossilfreiem und lokal erzeugtem Strom in Europa zu decken. Beide Windparks sollen 2028 in Betrieb gehen.
Als Teil der Nachhaltigkeitsmaßnahmen von Vattenfall werden die Windparks mit Turbinentürmen ausgestattet, die teilweise aus emissionsarmem Stahl gefertigt werden. Dadurch reduziert sich der CO₂-Fußabdruck der Turbinen insgesamt um rund 16 Prozent.


