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Vielfalt in den Vattenfall Stadtgärten

In Vattenfalls urbanem Stadtgarten in Berlin Mitte blüht auch dieses Jahr wieder ein Regenbogenbeet als Zeichen für Vielfalt und Toleranz. Mitglieder von Vattenfalls LGBT-Netzwerk, Freunde und Gartenbesucher bepflanzten am deutschen Diversity Tag am 5. Juni 2018 sechs Beete in den Farben des Regenbogens. Es ist bereits das zweite Regenbogenbeet, das Vattenfall anlegt. Wie alles anfing, berichtet die Morgenpost in einem Artikel.

Die Idee der Stadtgärten wächst weiter. Immer mehr Berliner zieht es zu ihren selbst gezogenen Bohnen oder liebevoll umhegten Erdbeerbeeten. Auch die, die keinen eigenen Garten haben: Urban Gardening, also das private Gärtnern in öffentlich zugänglichen Anlagen, macht es möglich. Auch die beiden vom Energieversorger Vattenfall eröffneten Stadtgärten gedeihen prächtig. Während die Fläche am Heizkraftwerk Mitte seit vergangenem Frühjahr beackert wird, läuft im Garten in der Neuen Grünstraße in Mitte schon die dritte Saison.

Viele Nachbarn mit Kindern kommen immer wieder

"Es ist schön zu sehen, wie gut unsere Gärten bei den Berlinern ankommen", sagt Projektleiterin Alisa-Dorin Schmitz. Alle interessierten Nachbarn sind eingeladen, kostenlos mitzugärtnern. Bei Bedarf werden sie von Helfern unterstützt. "Eine ältere Dame kam zum Beispiel mit einer seltenen Bohnenart, die wir selbst gar nicht kannten", berichtet Alisa-Dorin Schmitz. "Wir haben ihr dann geholfen, die passende Rankhilfe aufzubauen. Denn gepflanzt wird, was die Nutzer wollen."

Beliebt sei der Garten auch bei Familien, sagt Alisa-Dorin Schmitz. "Stadtkinder kommen ja nicht so oft in Kontakt mit der Natur. Umso begeisterter sind sie, wenn sie bei uns die von ihnen gegossenen Pflanzen wachsen sehen. Viele Familien kommen regelmäßig. Wir haben hier auch schon Geburtstage gefeiert, weil sich die Kinder das wünschten." 

Aus der grauen Brache wird eine bunte Oase

An der Köpenicker Straße in Mitte wächst ein Garten heran, wo noch vor gut einem Jahr eine plattgetrampelte Rasenfläche ihr trauriges Dasein fristete. Seit dem Frühjahr 2017 wird das rund 1500 Quadratmeter große Areal von Hobby- und Profi-Gärtnern beackert. Die Bäume wurden gestutzt und angesichts des kargen Bodens viele Hochbeete in Gitterkästen angelegt. 

Neuester Blickfang ist ein Regenbogenbeet. Die Spektralfarben ergeben sich durch die Wahl der Blumen. Für rot und orange haben die Gärtner stehende Geranien gepflanzt. Gelb sind Begonien und Strohblumen, grün ist die Eibe, blau Männertreu; Lavendel und Aster setzen den Schlusspunkt in violett. Die Bewohner der auf dem Kraftwerksgelände aufgestellten Bienenstöcke freuen sich schon.

Regenbogenbeete 2018 im Stadtgarten Mitte

Das Regenbogenbeet sieht aber nicht nur schön aus und bietet Bienen Nahrung, sondern vermittelt auch eine Botschaft. Angelegt wurde es bereits zum zweiten Mal von Mitgliedern des Rainbow-Networks von Vattenfall, das sich im Unternehmen für mehr Akzeptanz von Lesben, Schwulen und Menschen mit anderen, nicht-heterosexuellen Orientierungen engagiert. "Die Botschaft ist: Jeder Mensch darf so sein wie er ist und wie er sein will", sagt Johannes Nohl vom Rainbow-Network. "Das gilt bei Vattenfall, aber natürlich auch für alle anderen Berliner."

Das Thema "Diversity", also der Respekt vor Menschen, die aus unterschiedlichen Lebenswelten ins Unternehmen kommen, werde bei Vattenfall bereits seit Jahren gelebt. "Allerdings gab es noch keine Gruppierung, die sich explizit für Vielfalt in Hinsicht auf sexuelle Orientierung eingesetzt hat", sagt Johannes Nohl. "Daher haben wir 2017 das Rainbow-Network gegründet.." 

Selbst gepflanzter Salat darf auch gegessen werden

Das Netzwerk zeigt auch außerhalb des Unternehmens die Regenbogenfahne. "Wir machen zum Beispiel mit einem eigenen Wagen beim Berliner Christopher Street Day mit", kündigt Nohl an. Die gemeinsame Pflanzaktion am Heizkraftwerk Mitte sei auch in diesem Jahr wieder eine willkommene Gelegenheit gewesen, Netzwerker aus anderen Unternehmensstandorten kennen zu lernen.

Aber im Garten am Heizkraftwerk wachsen nicht nur Zierpflanzen. "Die Idee ist ja, dass die Nachbarn nicht nur zum Säen, sondern auch zum Ernten kommen", sagt Alisa-Dorin Schmitz. Salat, Kräuter, Radieschen, Erdbeeren und andere Nutzpflanzen gibt es dort schon. Wem das noch nicht reicht, der ist eingeladen, vorbeizukommen und selbst zu gärtnern.

ADRESSEN & INFOS

HKW Mitte: Köpenicker Straße 60, Mitte

Öffnungszeiten: Di.-So., 12-20 Uhr

Neue Grünstraße 13-14, Mitte

Öffnungszeiten: Di.-Fr., 14-20 Uhr, Sbd.+So., 12-20 Uhr

Der Artikel erschien auch im Online-Portal der Berliner Morgenpost.

Experte Alisa-Dorin Schmitz

Als waschechte Berlinerin kümmere ich mich im Bereich Sponsoring um unser Engagement in der Hauptstadt. Nach dem Berliner Schul-Cup ist nun mein Focus auf das Urban Gardening-Projekt „Pflanz was!“ gerichtet, das seit 2016 im wahrsten Sinne des Wortes wächst und gedeiht. 2008 habe ich bei Vattenfall angefangen und seitdem in verschiedenen Funktionen der internen und externen Unternehmenskommunikation gearbeitet.

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