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Fossil-freie Industrie ist langfristig möglich

Aus technischer wie auch aus wirtschaftlicher Sicht ist es realisierbar, die Emissionen der Schwerindustrie bis Mitte des Jahrhunderts auf null zu senken. In industrialisierten Teilen der Welt kann es sogar noch schneller gelingen. Und das zu Kosten, die niedriger sind als ein halbes Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP).

Energy Transitions Commission

Die Energy Transitions Commission (ETC) vereint eine Gruppe verschiedener Personen aus den Bereichen Klima und Energie, unter anderem Investoren, Energieunternehmen, energieintensive Industrien, gemeinnützige Organisationen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt.

Ihr Ziel ist es, die Wende hin zu Energiequellen mit niedrigen Kohlendioxidemissionen zu beschleunigen und den durch den Klimawandel bedingten Temperaturanstieg auf deutlich weniger als 2 Grad Celsius zu begrenzen.

Das geht aus einem Bericht der Energy Transitions Commission (ETC) hervor, einer Kommission für die Energiewende, die aus Vertretern von Industrie und Wissenschaft weltweit besteht. Vattenfall gehört der Kommission ebenso an, wie Veolia, Shell, Schneider Electric und China Light and Power.

Andreas Regnell, Head of Strategy Vattenfall
Andreas Regnell, Head of Strategy Vattenfall

Andreas Regnell, Head of Strategy bei Vattenfall, vertritt das Unternehmen bei der ETC. Er sagt: „Die Ergebnisse, die aus dem Bericht der ETC hervorgehen, sind für die Welt und das Klima unglaublich positiv. Sie bestätigen auch unsere Strategie, innerhalb einer Generation frei von fossilen Brennstoffen zu werden. Wir arbeiten aktiv daran, Schlüsselbereiche weiterzuentwickeln, die von der ETC hervorgehoben werden, beispielsweise bei fossilfreiem Stahl.“

Fossil-frei mit existierenden Technologien

Dem ETC-Bericht wurde der Name „Mission Possible“ (ein machbarer Auftrag) gegeben. Er wurde von 200 Experten aus allen Bereichen der Industrie erarbeitet. Der Bericht zeigt, dass die Schwerindustrie aus schwer abzufedernden Sektoren mittels bereits vorhandener Technologien zu tragbaren Kosten innerhalb weniger Jahrzehnte frei von fossilen Brennstoffen werden kann. „Damit ist erwiesen, dass das Engagement für das Klima wirtschaftlich sein kann. Und auch wenn ein halbes Prozent des weltweiten BIP eine gewaltige Summe darstellt, ist es nichts im Vergleich zur Alternative. „Wenn wir jetzt nicht aktiv werden, werden die Kosten um ein Vielfaches höher sein, wenn die nächste Generation aufwächst“, sagt Andreas Regnell.

Ein bedeutender Teil der Lösung für die Klimaherausforderungen der Welt liegt in der Elektrifizierung, sowohl durch den unmittelbaren Einsatz von Strom, als auch durch seine Nutzung zur Erzeugung von Wasserstoff mithilfe von Elektrolyse. Vattenfall ist bereits heute an mehreren großen Elektrifizierungsprojekten beteiligt, die auf Wasserstoff beruhen. Neben dem Stahlprojekt Hybrit arbeitet Vattenfall zusammen mit Preem an der Entwicklung fossilfreier Brennstoffe, und plant derzeit in Schweden den Bau von Pilotanlagen für Wasserstoffelektrolyse in Luleå und auch in Göteborg.

Anstieg der Stromnachfrage durch Elektrifizierung

Insgesamt gesehen rechnet die ETC damit, dass die Elektrifizierung den Strombedarf in 40 Jahren weltweit verfünffachen wird. In Nordeuropa, das weniger stark von fossilen Brennstoffen abhängig ist, fällt der erwartete Anstieg geringer aus.

In dem Bericht hebt die ETC auch hervor, wie wichtig es ist, dass die Verwendung von Biobrennstoffen geregelt und Bereichen vorbehalten wird, in denen es keine Alternativen gibt, wie zum Beispiel als Flugzeugkraftstoff und als Kunststoffrohmaterial. In bestimmten anderen Fällen wird der Einsatz der Kohlendioxidabscheidung und -speicherung erforderlich sein, bei der das abgeschiedene CO2 unterirdisch gespeichert wird. Das gilt insbesondere für die Zementindustrie, einem der größten Verursacher von CO2-Emissionen weltweit.

Fossilfrei – weniger teuer als gedacht

  • Die Verwendung von fossilfreiem Stahl würde den Preis eines Autos um rund 180 US Dollar erhöhen.
  • Fossilfreie Fracht würde eine importierte Jeans um weniger als 1 Prozent verteuern.
  • Kohlenstoffarmer Kunststoff würde den Preis einer Mineralwasserflasche um 1 US Cent erhöhen.

(Quelle: ETC)

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Bericht der Energy Transitions Commission (in englischer Sprache)
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