Energieeffizienz für Rechenzentren

Zur Sicherung einer stabilen digitalen Infrastruktur muss diese in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden. Mit dem Ausbau von Daten- und Rechenzentren wird absehbar allerdings auch der Energieverbrauch steigen. Hier gibt es viel ungenutztes Einsparpotential für mehr Effizienz – sei es in Bezug auf Restwärme, Flexibilität, Stromabnahmevereinbarungen oder andere Synergien.

Deshalb hat sich Ende 2019 der Verband SDIA (Sustainable Digital Infrastructure Alliance) gegründet, der Energieversorger, Regierungen und die Industrie zusammenbringt, um den Energieverbrauch der Rechenzentren durch effektivere Planung, intelligentere Optimierung und größere Flexibilität für das Stromnetz bestmöglich auszuschöpfen. Auch Vattenfall ist Mitglied im Verband. Gemeinsam soll ein Fahrplan für die Dekarbonisierung der digitalen Infrastruktur entwickelt und die Umsetzung vorangetrieben werden.

Der Verband richtet seine Aufmerksamkeit dabei insbesondere auf die steigende Zahl globaler Rechenzentren, deren CO₂-Emissionen heute bereits mit denen der Luftfahrtindustrie vergleichbar sind. Max Schulze, Vorstandsvorsitzender der SDIA, sagte, dass die Restwärme aus Datenzentren zu einer bedeutenden Wärmequelle für Haushalte und Leichtindustrien werden könnte: „Einrichtungen erreichen heute häufig Kapazitäten von 20 MW und mehr. Somit bleibt noch ein enormes Potential für ökologische und wirtschaftliche Verbesserungen ungenutzt. Zum Beispiel können Energieversorgungsunternehmen die Abwärme von Rechenzentren nutzen oder die Auslastung erhöhen, wenn viel erneuerbarer Strom im Stromnetz vorhanden ist. Die SDIA will eine nachhaltige und CO₂-freie Infrastruktur schaffen, die der Mission von Vattenfall entspricht, innerhalb einer Generation ein fossilfreies Leben zu ermöglichen."

Verband SDIA (Sustainable Digital Infrastructure Alliance)

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