Gemeinsam die Mobilitätswende Wirklichkeit werden lassen

Immer mehr Menschen ziehen einen Kauf eines E-Autos in Betracht. Durch staatliche Förderungen ist der Umstieg vom Verbrenner nicht nur aus ökologischen, sondern auch unter finanziellen Gesichtspunkten attraktiv. Vattenfall hat seit einiger Zeit ein passendes Angebot für Endkunden auf dem Markt, das einen Ökostromtarif und eine KfW-fähige Wallbox beinhaltet. Kai Schütz, Geschäftsführer Vattenfall Smarter Living GmbH, beantwortet die fünf wichtigsten Fragen zur E-Mobilität aus Sicht von Vattenfall.

Warum gehört elektrischen Antrieben die Zukunft?

Kai Schütz: Mit innovativen Ideen wird die Mobilität der Zukunft nachhaltiger und effizient. Elektromobilität ist dafür ein wichtiger Baustein, denn aktuell gibt es keinen alternativen Antrieb, der so zukunftsfähig ist und so intensiv gefördert wird. 

Kai Schütz, Geschäftsführer Vattenfall Smarter Living GmbH

Elektroautos sind umweltfreundlich und im Betrieb CO2-neutral; sie produzieren keine antriebsbedingten Luftschadstoffe. Die internationale Energieagentur schätzt die Zahl der weltweit angemeldeten Elektroautos bis 2025 auf 70 Millionen. Berechnungen der Forschungsstelle für Energiewirtschaft zufolge verfügen E-Autos trotz der CO2-lastigen Produktion der Batterien über eine insgesamt bessere Umweltbilanz im Vergleich zu gängigen Benzinern. Zudem wird intensiv daran geforscht, wie die Batterieherstellung umweltfreundlicher erfolgen kann. Elektromobilität ist somit eine zentrale Schlüsseltechnologie für ein sauberes Verkehrssystem.

Warum mischen Energieversorger wie Vattenfall bei der Mobilitätswende mit?

Kai Schütz: Die Abkehr von fossilen Brennstoffen und die Transformation der Mobilität erfordern einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel. Um innerhalb einer Generation ein Leben frei von fossilen Brennstoffen zu ermöglichen, müssen wir unsere CO2-Emissionen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg reduzieren. Als Experte für ökologische Energieversorgung sieht sich Vattenfall als wichtiger Partner, wenn es um die Elektrifizierung des Verkehrssektors geht. Wir konzentrieren uns bei der Mobilitätswende vorrangig auf den Ausbau von Ladeinfrastruktur, die Lieferung und Bereitstellung der Energie zum Antrieb der neuen Mobilität und natürlich den passenden Kundenlösungen dafür. Gemeinsam mit Partnern wie beispielsweise Renault, der Telekom oder KEBA sowie vielen weiteren Stadtwerken treiben wir so die Elektromobilität voran.

Sind die Netze denn überhaupt stark genug für den E-Auto-Boom?

Kai Schütz: Der steigende Marktanteil an E-Autos wird das Stromsystem beeinflussen, da sie eine zusätzliche Stromnachfrage darstellen. Allerdings sind sich Experten einig, dass für Stromnetze keine bzw. nur sehr selten Engpässe bei der zusätzlichen Versorgung von Elektroautos zu erwarten sind. Netzbetreiber sind durch die Meldepflicht von Wallboxen permanent über die Netzauslastung informiert und können bei sich anbahnender Überlastung eingreifen. Ausschlaggebend für die Belastung der Netze ist nämlich nicht die Anzahl der Elektroautos, sondern die Anzahl an gleichzeitigen Ladevorgänge sowie die zugehörige Ladeleistung. Damit Ladevorgänge zeitlich verschoben werden können – falls es notwendig werden sollte – sind viele Wallboxen außerdem steuerbar ausgelegt. Übrigens: In Deutschland haben wir eines der besten Stromnetze weltweit. Es gibt so gut wie keine Ausfallzeiten und CO2-neutrale Energie aus Wind und Sonne wird schon heute bestens eingebunden. Unsere Netzbetreiber investieren fortwährend viel Geld in den Erhalt dieser Qualität und den weiteren Ausbau der Stromnetze, um den wachsenden Anforderungen standzuhalten.

Warum ist Elektromobilität nicht nur für die Umwelt, sondern auch für den Geldbeutel gut?

Kai Schütz: Um die Mobilitätswende zu beschleunigen existieren für Verbraucher viele Möglichkeiten, beim Umstieg auf Elektromobilität Geld zu sparen. Und zwar nicht nur bei Elektroautos, sondern auch bei Ladestationen und laufenden Kosten: Für den Kauf von Elektroautos zählt der Umweltbonus wohl zur bekanntesten finanziellen Unterstützung. So wird die Anschaffung von E-Autos mit bis zu 9.000 Euro, die von Plug-in-Hybriden mit bis zu 6.750 Euro gefördert. Dabei kommen zwei Drittel des Zuschusses vom Staat, ein Drittel vom Autohersteller.

Des Weiteren gibt es neben steuerlichen Anreizen für die Elektromobilität auch bundesweite Förderungen, wie das KfW-Förderprogramm 440 für private Ladestationen. Ebenso werden gesetzliche Rahmenbedingungen (z.B. die Reform des Wohneigentums-Modernisierungsgesetz) angepasst, um den Ausbau von privater Ladeinfrastruktur zu erleichtern.

Neben Unterstützung bei der Anschaffung von E-Auto und Ladestation sind auch die laufenden Kosten im Alltag deutlich geringer: Für einen Kleinwagen wie z.B. den Renault ZOE als meistverkauftes Elektroauto in Deutschland in 2020 liegen die „Tank-Kosten“ zwischen 4 und 5 Euro auf 100km. Das schafft kein Benziner – und komfortabler ist das Laden zu Hause auch noch.

Warum sollte man das E-Auto zuhause laden?

Kai Schütz: 80 % der Deutschen laden bereits im privaten Bereich, bevorzugt in der heimischen Garage mit einer Wallbox. Die Gründe liegen auf der Hand. Das Laden zuhause (etwa über Nacht) ist bequem, zudem ist es kostengünstig, denn durch verschiedene Fördermaßnahmen, wie die KfW Förderung 440 „Ladestationen für Elektroautos – Wohngebäude“ rechnet sich eine private Wallbox. Außerdem profitieren private Lader vom heimischen Haushaltsnetz – hier ist der Strompreis im Gegensatz zu öffentlichen Ladestationen in der Regel günstiger und man kann selbst sicherstellen, dass man Ökostrom „tankt“. Mit Hilfe einer Solaranlage auf dem Dach können Privathaushalte zudem regenerative Energie selbst erzeugen und damit das Elektroauto laden. So wird sichergestellt, dass das Elektroauto auch mit umweltfreundlicher und nachhaltig erzeugter Energie angetrieben wird. So kann jeder seinen Beitrag zum Klimaschutz auch beim Autofahren leisten – umweltfreundlicher ist dann nur noch mit dem Fahrrad fahren oder zu Fuß gehen…

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