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Heizkraftwerk Klingenberg : Berlins Bürgermeister zu Besuch

Der 24. Mai 2017 ist nicht nur für Vattenfall ein historisches Datum, sondern auch für das Land Berlin. Er markiert das Ende der Braunkohlenutzung am Standort Klingenberg und damit das Ende der Braunkohlenutzung für Fernwärme in der Hauptstadt. Als erstes von insgesamt sieben deutschen Bundesländern, die Braunkohle als Energieträger einsetzen, vollzieht Berlin den Ausstieg – und zwar drei Jahre früher, als ursprünglich geplant. Eine schlichte Gedenktafel im Eingangsbereich des historischen Kraftwerksgebäudes erinnert an den Brennstoff, mit dem über 30 Jahre lang im Ostteil der Hauptstadt Strom und vor allem Fernwärme erzeugt wurden. Der alleinige Energieträger am Standort ist jetzt Erdgas, das mit rund der Hälfte des CO2-Ausstoßes von Braunkohle das Klima deutlich schont.

Die Entscheidung des Unternehmens, schon in diesem Frühjahr statt erst 2020 aus der Braunkohle auszusteigen und der Hauptstadt damit 1,8 Millionen Tonnen CO2 zu ersparen, wurde bei der Abschiedsfeier im historischen Kraftwerksgebäude von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller wohlwollend gewürdigt: „Ein großes Dankeschön an Vattenfall, dass das hier heute möglich ist. Ich glaube, dass es wichtig ist, auch in die Stadt dieses Signal zu senden, dass wir gemeinsam etwas erreichen wollen.“

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Gemeinsam haben Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin (rechts), Gunther Müller, Vorstand der Vattenfall Wärme Berlin (links) und Michael Grunst, Bezirksbürgermeister von Lichtenberg, eine neue Energie-Ära eingeläutet. Foto: Vattenfall

 

Vattenfall Wärme Berlin-Chef Gunther Müller sprach davon, dass das Unternehmen auf einem „klaren Kurs sei Richtung CO2-Neutralität für die Zukunft. Wir sind Energiepartner der Stadt und wollen und werden Berlin dabei helfen, klimaneutral zu werden.“

In einem Namensartikel, der am 24. Mai 2017 im Tagesspiegel erschienen ist, brachte er seine Freude über den vorzeitigen Braunkohleausstieg zum Ausdruck, wies aber darauf hin, dass dies nur der Anfang für Unternehmen und Politik sei: „Dass der schrittweise Ausstieg aus der Kohle und der massive Einstieg in die Wärmewende richtig und notwendig sind, ist eine gemeinsame Erkenntnis, an deren Realisierung wir weiter gemeinsam arbeiten müssen. Vattenfall hat endgültig Kurs auf die Erneuerbaren genommen. Das ist gut für Berlin und wird sich nicht im Ausstieg aus der Braunkohle erschöpfen.“ (Tagesspiegel: Vattenfalls Wärme-Chef Müller: „Die Braunkohle in Berlin ist Geschichte“)

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Leer – der Braunkohlelagerplatz am Kraftwerk Klingenberg, Foto: Vattenfall

 

Berlin will bis 2030 komplett aus der Kohlenutzung aussteigen und dieses Datum im Gesetz verankern. Den Entwurf für das neue Energiewendegesetz hat der rot-rot-grüne Senat Mitte Mai im Abgeordnetenhaus vorgelegt.

Vattenfall steht diesen Plänen positiv gegenüber und hat dem Senat bereits im vergangenen Jahr eine Machbarkeitsstudie vorgeschlagen, die evaluieren soll, wie das Ziel am besten für Stadt und Kunden umgesetzt werden kann. Dazu schreibt Gunther Müller: „Wir heute gemeinsam mit dem Regierenden Bürgermeister Müller das Kapitel der Braunkohlenutzung in Berlin schließen, kann das auch der Beginn eines neuen Kapitels in der Beziehung zwischen Vattenfall und dem Land Berlin sein. 

Was uns angeht: Wir sind bereit, entschlossen und in der Lage, den Weg zur Klimaneutralität zu gehen.“ (Tagesspiegel: Vattenfalls Wärme-Chef Müller: „Die Braunkohle in Berlin ist Geschichte“)

Historischer Tag für Berlin: Braunkohle für die Fernwärme-Erzeugung ist ab heute Geschichte.

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Experte Harald Flügel

Als gelernter Maschinist für Wärmekraftwerke habe ich 1980 das Ende der Steinkohle in Klingenberg erlebt - heute begleite ich als Kraftwerksleiter das Ende der Braunkohlefeuerung. Zu meinen Hauptaufgaben zählt die Konzentration auf die Neubauvorhaben bei uns in Lichterfelde und Marzahn sowie die CO2-arme Energieumwandlung in unseren derzeitigen Kraftwerksanlagen. Wir werden hier einen wichtigen Beitrag für die Wärmewende und die Einhaltung der Klimaschutzvereinbarung mit der Stadt Berlin leisten.

Insgesamt wurde in den letzten 10 Jahren rund 300.000 Tonnen CO2 kompensiert.

News
Pressemitteilung
09.12.2019

Brand im Spandauer HKW Reuter West führt derzeit zu Einschränkungen bei der Fernwärmeversorgung

Brandursache noch unklar, keine Gefahr für Anwohner, Mitarbeiter evakuiert

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