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HYBRIT: Auf dem Weg zu fossilfreiem Stahl

Vattenfall geht in Schweden erste, wichtige Schritte zur Dekarbonisierung industrieller Prozesse. Gemeinsam mit Partnern aus der schwedischen Bergbau- und Stahlindustrie erprobt das Unternehmen die Produktion von fossilfreiem Stahl.

Durch die Erzeugung von Eisen und Stahl  wurden im Jahr 2016 in Schweden rund  sechs Millionen Tonnen CO2 emittiert. Damit ist dieser Industriesektor für mehr als 10 Prozent aller CO2-Emissionen des Landes verantwortlich.. Die Umstellung auf eine fossilfreie Stahlproduktion würde Schweden bei der Erreichung der Ziele des Pariser Klimaabkommens einen großen Schritt voranbringen. Vattenfall beteiligt sich gemeinsam mit Partnern an  HYBRIT (Hydrogen Breakthrough Ironmaking Technology), ein Projekt zur Stahlproduktion mit Wasserstoff statt mit Kohle. 

Pilotanlage zur fossilfreien Stahlproduktion

Gemeinsam mit dem schwedischen Stahlkonzern SSAB und dem Bergbaukonzern LKAB errichtet Vattenfall im nordschwedischen Luleå die weltweit erste Pilotanlage zur fossilfreien Stahlproduktion mit Hilfe von Wasserstoff. Im Beisein des schwedischen Ministerpräsidenten Stefan Löfven haben die drei Unternehmen Mitte Juni 2018 den ersten Spatenstich vollzogen. „Vattenfall hat das Ziel, innerhalb einer Generation fossilfrei zu sein und seinen Kunden ein klimafreundliches Leben zu ermöglichen. Der Weg hin zu einer fossilfreien Stahlproduktion ist ein ganz entscheidender Beitrag, den wir an dieser Stelle leisten können. Der Einsatz unserer fossilfreien Energie zur Wasserstoffherstellung im industriellen Maßstab führt zu einem technologischen Wandel, der einen wesentlichen Einfluss auf die Klimaemissionen haben wird“, sagt Präsident und CEO Magnus Hall. 

Voraussichtlich 2020 soll die Pilotanlage in Betrieb gehen. Durch das Projekt HYBRIT können die gesamten schwedischen CO2-Emissionen um bis zu 10 Prozent reduziert werden. Das Ziel ist es, bis 2035 den weltweit ersten industriellen Prozess zur fossilfreien Stahlherstellung aus Eisenerz zu etablieren. 

Elektrifizierung industrieller Prozesse

Bei der bisherigen Herstellung von Stahl wird in der Prozessstufe der Eisenerzreduktion das Eisenerz mit Hilfe von Kohle und Koks zu Eisen reduziert. Hierbei fallen große Mengen CO2 an. Die Idee hinter HYBRIT ist es, anstelle von Kohle und Koks künftig im Verfahren der Direktreduktion Wasserstoff zu nutzen, der mit Strom aus fossilfreien schwedischen Quellen erzeugt wird. In dem Prozess würde dann als Restprodukt statt CO2 nur Wasser zurückbleiben. 

 Grafik: Wasserstoff Prozess vs Hochofen Prozess

Neben der Stahlindustrie untersucht Vattenfall weitere industrielle Prozesse, bei denen grüner Wasserstoff signifikant zu einer CO2-Reduktion beitragen kann. Dies betrifft unter anderem den Einsatz von Wasserstoff in Raffinerien, bei der Zementherstellung sowie zur Produktion von Grundstoffen in der chemischen Industrie. 

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Experte Lutz Wiese

Ich bin gebürtiger Ostwestfale und seit 1999 im Vattenfall Konzern tätig, seit 2008 als Pressesprecher für die erneuerbaren Energien. Was damals mehr oder weniger noch Zukunftsmusik für das Unternehmen war, ist heute Kerngeschäft. Als gelernter Physiker und Journalist schaue ich dabei gern über den Tellerrand und interessiere mich für alle Themen, die sich dem Thema Energiewende zuordnen lassen. Und das werden nahezu täglich mehr.

"Unsere Verantwortung als Staat und Wirtschaft ist, die Energiewende effizient zu gestalte...

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