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Wir sagen Danke - Odila

Viele unserer Kolleginnen und Kollegen müssen sich derzeit wegen der Corona-Pandemie an ein verändertes Arbeitsumfeld gewöhnen. Ob zu Hause einen Arbeitsplatz einrichten, in ein neues Schichtteam einarbeiten oder sogar temporär eine völlig andere Arbeitsaufgabe übernehmen. Hier kommen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Wort.

Odila Gaertner arbeitet als Service Leader für die Windparks DanTysk und Sandbank.

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1.    Wie erleben Sie die Auswirkungen von „Corona“ in Ihrem Arbeitsalltag?

Odila Gaertner: Zu dem Zeitpunkt als sich die Lage für Deutschland aber auch in unserem Nachbarland Dänemark zuspitzte und die ersten Maßnahmen zur Eindämmung eingeführt wurden, begann für mich gerade eine neue Schicht auf der Wohnplattform des Offshore-Windparks DanTysk. In dem Moment war die Wohnplattform für uns wie eine Art sichere Insel. Wir waren alle gesund und die Kolleginnen und Kollegen, die sich nicht gut fühlten oder vorher in Risikogebieten unterwegs waren, durften erst gar nicht zu uns stoßen. Wir konnten also das gesamte Geschehen und die Entwicklungen an Land mit etwas Distanz betrachten und beobachten. Und es fühlte sich so an, als wären wir auch deshalb alle etwas mehr hier draußen zusammengewachsen.

Die Spannung, wie es sich wohl an Land mit all den Ausgangsbeschränkungen anfühlen wird, war schon groß als es hieß, nach zwei Wochen wieder an Land zu fliegen.

2.    Mit welchen Maßnahmen, Vorkehrungen oder Ideen meistern Sie die momentane Situation?
Natürlich nimmt die Corona-Pandemie auch für uns einen großen Teil unseres Alltags ein. Im Großen und Ganzen arbeiten wir auf der Wohnplattform so, wie wir es bereits aus den Wintermonaten gewohnt sind. Es sind weniger Personen dort, es finden mehr Helikoptertransfers als Boottransfers statt und es sind kaum Kolleginnen und Kollegen anwesend, die nicht das ganze Jahr über mit Vattenfall einen Servicevertrag haben.

Wir haben Notfallpläne und Ausweichmöglichkeiten erarbeitet. Vorsichtsmaßnahmen und Regeln auf der Plattform mussten entwickelt und umgesetzt werden und unser eher familiäres Beisammensein wurde spätestens mit dem Mindestabstand etwas aus der Routine gehievt. Und wir sind darauf fokussiert die Offshore-Windparks DanTysk und den Schwester-Windpark Sandbank mit einer hohen Verfügbarkeit am Netz zu halten. Alle verschiebbaren Arbeiten sind auf unbestimmte Zeit ausgesetzt und notwendige Arbeiten werden fallweise betrachtet und eingeordnet.

Für die tägliche Planung werden nun andere Maßstäbe angesetzt. Und mit all den verschobenen Wartungen und Inspektionen kommen zusätzliche Herausforderungen auf uns zu, die wir nun in Plänen, Ausnahmeregelungen und Krisenmeetings angehen. Die zusätzliche Zeit, die zum Krisenmanagement gebraucht wird, fehlt ein wenig auf der anderen Seite und kostet viel Kraft - hier mit allen Einschränkungen und extra Stolpersteinen im Zeitplan und damit erfolgreich zu bleiben.

Wir arbeiten Hand in Hand mit unseren Vertragspartnern für die Windparks und auch intern sind alle sehr bemüht, lösungsorientiert an die Aufgaben heranzugehen. Wir haben viele extra Meetings, die sich nur mit der aktuellen Situation, ihren Auswirkungen für uns und die Bewältigung der daraus resultierenden Schwierigkeiten befasst. Die gute Zusammenarbeit macht mir Hoffnung und gibt mir Kraft den bevorstehenden Herausforderungen mit einer gewissen Zuversicht entgegen zu sehen.

Für uns ist das „Hinterher“ vermutlich fast schwieriger zu bewältigen als das hier und jetzt.

3.    Welchen Einfluss hat das Corona-Virus auf Ihr privates oder persönliches Umfeld?

Ich arbeite nicht nur grenzüberschreitend in Deutschland und Dänemark, sondern habe meine „bessere“ Hälfte auch im europäischen Ausland. Die Reiseeinschränkungen haben also einen großen Einfluss auf mein Privatleben. Da wir allerdings beide in einer internationalen Industrie arbeiten, sind wir es auch gewohnt, uns über einen längeren Zeitraum mal nicht sehen zu können. Das hilft zum jetzigen Zeitpunkt noch sehr. Je nachdem wie lange die Beschränkungen und kaum vorhandenen Reisemöglichkeiten noch anhalten, könnte sich das Gefühl natürlich ändern.

Was ich aber in erster Linie gerade empfinde, ist, dass offene Grenzen ein großer Zugewinn in unserem Leben sind und dass ich inständig hoffe, dass wir nur für einen kurzen Moment darauf verzichten müssen. Die Freiheit, sich auf dieser Welt - aber mindestens in Europa - frei bewegen und leben und arbeiten zu können, ist ein hohes Gut und eine Bereicherung, von der wir nicht mehr ablassen sollten.

In meinem privaten Alltag in Deutschland macht sich die aktuelle Lage nicht unangenehm bemerkbar. Ich lebe auf dem Land und bis auf die Tatsache, dass es noch ruhiger um mich herum ist als sonst und keine Touristen um mich herumwuseln, hat sich für mich nicht viel verändert.

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