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Stabile Ertragslage in erster Jahreshälfte 2018

Die Erträge von Vattenfall liegen auf demselben Niveau wie im Vorjahr, und das Unternehmen entwickelt sich gemäß seiner strategischen Ausrichtung.

Vattenfall kann für die erste Hälfte des Jahres 2018 ein stabiles Ergebnis vorweisen. Das bereinigte Betriebsergebnis belief sich auf 13,1 Milliarden Schwedische Kronen, was dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums entspricht. Die verschärften Marktbedingungen im Wärmegeschäft wurden durch höhere Erträge in anderen operativen Segmenten ausgeglichen, insbesondere im ersten Quartal.

„Hinsichtlich der Umsetzung unserer strategischen Ausrichtung sind wir gut aufgestellt – wir lassen unseren Worten rasch Taten folgen. Wir investieren in Windenergie, verzeichnen steigende Kundenumsätze, haben eine gute Erzeugung und investieren erhebliche Summen in das Verteilungsnetz. Das Ergebnis liegt, abgesehen von einigen Unterschieden, mehr oder weniger auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr, aber die eingeschlagene Richtung stimmt meiner Meinung nach“, sagt Magnus Hall, CEO von Vattenfall.

Fortschritte im Vertrieb und bei Dienstleistungen

Das bereinigte Betriebsergebnis von Customers & Solutions erhöhte sich infolge der positiven Absatz- und Margenentwicklungen um 0,1 Milliarden Schwedische Kronen auf 1,2 Milliarden Schwedische Kronen. Während des zweiten Quartals schloss Vattenfall einen Vertrag über die Lieferung von Strom aus erneuerbaren Energien an zwei Facebook-Rechenzentren in den skandinavischen Ländern ab. Der Liefervertrag stellt eine Ergänzung eines Vertrags zur Sicherstellung des Marktzugangs und Energieausgleichs bei der Vattenfall Business Area Markets dar. Darüber hinaus wurde für die Ladeinfrastruktur eine Partnerschaft mit Volvo Cars in Schweden geschlossen.

Nachhaltige Stromerzeugung wächst

Die erneuerbaren Energien gewinnen bei der Ertragsleistung von Vattenfall zunehmend an Bedeutung. Das bereinigte Betriebsergebnis des Windgeschäfts erhöhte sich trotz einer geringeren Windleistung in allen Märkten um 0,6 Milliarden Schwedische Kronen auf 1,6 Milliarden Schwedische Kronen. Die ungünstigen Windverhältnisse wurden durch höhere Preise teilweise ausgeglichen, und im Mai begannen die Arbeiten am bisher größten Onshore-Windpark von Vattenfall, dem Windpark Blakliden/Fäbodberget in Nordschweden (353 Megawatt), der künftig zusätzliche Kapazitäten schaffen wird.

„Wir werden definitiv auch zukünftig in Wind investieren, da dieser Bereich eines unserer am stärksten wachsenden Geschäftsfelder ist. In den nächsten zwei Jahren werden daher 60 Prozent unserer Wachstumsinvestitionen in unser Windgeschäft fließen“, sagt Anna Borg, CFO von Vattenfall.

Nuklear und Wasserkraft profitieren, Wärme ist hart getroffen

Das bereinigte Betriebsergebnis von Power Generation konnte während der ersten sechs Monate um 0,9 Milliarden Schwedischen Kronen auf 6,5 Milliarden Schwedische Kronen gesteigert werden. Dies ist vorwiegend zurückzuführen auf eine Steigerung um 2,8 Terawattstunden bei der Wasserkrafterzeugung, die höheren erzielten Preise in den skandinavischen Ländern und die positive Auswirkung der Abschaffung der Leistungssteuer auf Kernenergie in Schweden, die sich auf 1,4 Milliarden Schwedische Kronen beläuft. Die höheren Preise hatten jedoch aufgrund von Sicherungsgeschäften (sog. Hedges) nur begrenzte Auswirkungen, insbesondere während des zweiten Quartals.

Höhere Preise für Kohle, Gas und CO2-Emissionsrechte trieben die Strompreise in Kontinentaleuropa weiterhin nach oben, hatten jedoch einen negativen Effekt auf die Margen bei der Stromerzeugung der Kohle- und Gaskraftwerke. Der Rückgang des bereinigten Betriebsergebnisses des Wärmegeschäfts von Heat von 1,7 Milliarden Schwedischen Kronen auf 1,0 Milliarden Schwedische Kronen ist größtenteils dieser Entwicklung zuzuschreiben, ist aber auch bedingt duch Einmaleffekte, die zum Teil im Zusammenhang mit Subventionen stehen.

„Die Marge unseres Wärmegeschäfts steht stark unter Druck, einerseits aufgrund der Brennstoff- und CO2-Problematik und andererseits aufgrund des Preises. Dies zeigt sich deutlich bei unserem Wärmegeschäft. Wir machen zwar Fortschritte hinsichtlich der CO2-Roadmap, weshalb wir langfristig betrachtet weniger davon betroffen sein werden, aber zurzeit trifft es unser Wärmegeschäft hart“, erklärt Anna Borg.

Vattenfall setzt seine Anstrengungen gemäß den strategischen Vorgaben fort, künftig auf fossile Brennstoffe zu verzichten. In den Niederlanden, in denen ab 2030 die kohlebasierte Stromerzeugung nicht mehr zulässig sein wird, wird das Unternehmen das Kohlekraftwerk Hemweg 8 spätestens Ende 2024 schließen. Das ist zehn Jahre vor dem Ende seiner technischen Lebensdauer. Ebenfalls wurde die Möglichkeit untersucht, im niederländischen Gaskraftwerk Magnum Wasserstoff anstelle von Erdgas zu verwenden, was auf lange Sicht auch im Gaskraftwerk Hemweg 9 eine Option wäre. In Berlin wiederum wurden drei Power-to-Heat-Kessel installiert, was diese Anlage zu einer der größten in Deutschland macht, die künftig Strom in Wärme umwandelt.

Investitionen in Netze und Smart Grid-Technologie

Das bereinigte Betriebsergebnis von Distribution erhöhte sich um 0,1 Milliarden Schwedische Kronen auf 3,4 Milliarden Schwedische Kronen. Die umfassende Modernisierung des Stromnetzes wird fortgesetzt. Vattenfall erhöht seine Investitionen und wird in den kommenden fünf Jahren zirka 20 Milliarden Schwedische Kronen in das schwedische Netz investieren. Dies erfolgt zu einer Zeit, in der die Nachfrage nach neuen Hausanschlüssen und nach der Anbindung der energieintensiven Industrie sowie nach der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien stetig steigt.

Vattenfall als Partner der Industrie

Vattenfall hat in Schweden im Rahmen von Industriepartnerschaften einige wichtige Schritte zur Dekarbonisierung industrieller Prozesse, beispielsweise in der Stahlerzeugung, vollzogen.

„Industriepartnerschaften sind auch auf anderen Märkten relevant, denn wir sehen, dass verstärkt erneuerbare Energien in das System drängen. Das können wir nutzen, um Prozesse, die CO2 emittieren, zu elektrifizieren. Wir sehen ganz klar eine Chance, diese Form der Zusammenarbeit weiterzuentwickeln. Im Prozess der Elektrifizierung als Partnerunternehmen für Großunternehmen zu agieren, bedeutet für Vattenfall eine sehr starke Position. Ich wüsste von keinem anderen Unternehmen, das in genau der gleichen Weise vorgeht. Das macht uns zu Vorreitern und gibt Anlass, diese Dynamik beizubehalten“, schließt Magnus Hall.

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