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Henriette Raue zur angepassten Arbeitswelt bei Stromnetz Berlin

Viele unserer Kolleginnen und Kollegen mussten sich wegen der Corona-Pandemie an ein verändertes Arbeitsumfeld gewöhnen. Ob zu Hause einen Arbeitsplatz einrichten, in ein neues Schichtteam einarbeiten oder sogar temporär eine völlig andere Arbeitsaufgabe übernehmen. Hier kommen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Wort.  

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Henriette Raue ist Leiterin im Netzbetrieb des Mittel- und Niederspannungsnetzes bei Vattenfalls Tochterunternehmen Stromnetz Berlin.  

1.    Frau Raue, wie sieht bei Stromnetz Berlin Home-Office im Außendienst aus?  
 
Henriette Raue: Unser Home-Office ist nicht das klassische Home-Office, wir nennen es tatsächlich liebevoll „Street-Office“. Wir sind für die Inbetriebnahme von Netzanlagen, also Kabeln, Transformatoren und Anschlüssen zuständig. Im Betrieb überprüfen und entstören wir die Anlagen dann rund um die Uhr. Nach planmäßig langem und störungsfreiem Betrieb, nehmen wir die Anlagen letztlich auch wieder vom Netz. Und in der Tat können wir diese Aufgaben nicht von zu Hause aus bewältigen. Wir sind weiterhin im Außendienst unterwegs und da gilt es auch, die Sicherheitsmaßnahmen, wie die Abstands- und Hygieneregeln umzusetzen. So sind die Kolleginnen und Kollegen einzeln in Fahrzeugen unterwegs. Wenn es Tätigkeiten für zwei Personen gibt, dann sind wir in möglichst gleichbleibenden Teams aufgestellt. Weder Versorgungssicherheit noch Arbeitssicherheit dürfen zu kurz kommen. 

Vor Corona-Zeiten haben sich die Kollegen und Kolleginnen jeden Morgen um sieben Uhr im Mannschaftsraum getroffen und ihre Arbeit in Empfang genommen. Jetzt fangen wir „von Draußen“, also direkt am Arbeitsort –  irgendwo in Berlin, an. Arbeitsaufträge verteilen wir entweder telefonisch oder digital am Vortag. Das bringt den Vorteil mit sich, dass sich die Fahrzeiten verringern und wir ein bisschen flexibler sind.  
 
2.    Wie ist es gelungen, die Arbeitswelt an die neuen Herausforderungen anzupassen?   
 
In den ersten Tagen der Coronakrise mussten wir von Tag zu Tag die Situation neu bewerten und uns anpassen. Das hat sehr gut geklappt. Auch wenn ich Anfang März nicht immer wusste, was am nächsten Tag sein wird, haben wir genau das offen miteinander besprochen und dann einen Schritt nach dem anderen gemacht. Das umfasste unter anderem IT-, aber auch Arbeitssicherheitsthemen. Natürlich musste sich anfangs vieles neu einspielen. Das hat dazu geführt, dass wir im März und April einige Arbeiten aufgeschoben haben. Diese gehen wir nun wieder planmäßig an.  
 
3.    Was sind denn die ersten Erfahrungen aus den vergangenen Wochen und Monaten? Welche Änderungen werden auch in Zukunft weitergeführt? 
 
Die Flexibilität, die wir nun in Bezug auf die Arbeitseinteilung haben, werden wir vermutlich beibehalten. Da wir am externen Ort  anfangen, fallen weniger Fahrtwege an, was dann natürlich auch ein bisschen den Stress senkt. Jeder, der den Berliner Verkehr kennt, weiß, dass die 30 Minuten im Stau nicht dazu beitragen, dass man entspannter am Zielort ankommt.  
Und wie wahrscheinlich alle, nehmen wir natürlich Digitalisierungsthemen mit in die Zukunft. Wir sind viel versierter geworden im Umgang mit Microsoft Teams und dem Einwählen in VPN Kanäle fernab von unseren wohl bekannten Docking-Stations und den höhenverstellbaren Schreibtischen.  
Intern konnten wir Schriftverkehr an vielen Stellen weiter digitalisieren. Das spart Zeit und es sorgt auch dafür, dass ich nicht diese fünf-Zentimeter-dicken Ordner auf dem Schreibtisch liegen habe. Ich hoffe, das behalten wir uns bei. Ich bin gespannt auf alles das, was wir noch in den nächsten Wochen lernen und künftig mitnehmen können, wenn wir den Mut dazu haben. 

 
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