Unterstützung höher gesetzter Emissionsziele in der EU

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, erklärte in ihrer jährlichen Rede zur Lage der Union, dass eine der Prioritäten der EU im kommenden Jahr sein werde, bis 2030 eine Steigerung der Reduzierung des CO2-Ausstoßes von 44 auf 55 Prozent im Vergleich zu 1990 zu erreichen. In einem beachteten Schreiben an die Kommission sprechen Vattenfall und rund 170 weitere Großunternehmen ihre Unterstützung für diesen Vorschlag aus.

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„Vattenfall hat sich ehrgeizige Ziele zur Reduzierung der Kohlendioxid- und anderer Treibhausgasemissionen gesetzt, in deren Rahmen die fossile Energieerzeugung schrittweise stillgelegt werden soll. Gleichzeitig will Vattenfall auch seine Kunden und Lieferanten dabei unterstützen, ihre Emissionen zu verringern. Aus diesem Grund begrüßen wir den Vorschlag der Europäischen Kommission und ihrer Präsidentin zur Erhöhung des Ziels der Emissionsreduktion von 44 auf 55 Prozent bis 2030“, erklärt unser CEO Magnus Hall, einer der Unternehmensvorstände der rund 170 europäischen und internationalen Unternehmen, die das Schreiben unterzeichnet hatten. 
 
In dem Schreiben an die Europäische Kommission, das nur einige wenige Tage vor der Rede von Ursula von der Leyen versandt wurde, haben die Unternehmen dargelegt, dass die von der EU demonstrierte Führungsrolle sowie die weitere Unterstützung des Pariser Abkommens und die Aktualisierung der festgesetzten nationalen Beiträge zur Erreichung des Ziels einer globalen Erderwärmung um maximal 1,5 Grad Celsius andere Länder dazu bringen könnte, sich auch zu beteiligen. Das Schreiben wurde von der Organisation European Corporate Leaders Group (CLG Europe) versandt, deren Devise lautet „Business leadership for a climate neutral economy” (Unternehmensführung für eine klimaneutrale Wirtschaft).

Eine Chance für einen grünen Konjunkturaufschwung

„Wir betrachten die höher angesetzten Emissionsziele als eine Chance für die EU und europäische Unternehmen, in einen grünen Konjunkturaufschwung zu investieren. Die Wirtschaftskrise birgt das Risiko, dass der Energiewende eine geringere Priorität beigemessen wird, weshalb es wichtig ist, dass die umfassenden europäischen Maßnahmen für eine konjunkturelle Belebung und das Wirtschaftsstimulanzpaket der EU in Höhe von 750 Milliarden Euro mit den Maßnahmen des „European Green Deal“ koordiniert werden“, sagt Magnus Hall. 
Neben Vattenfall haben sich unter anderem Energiedienstleister wie EDF, Enel, E.ON, Fortum, RWE, Statkraft und Ørsted hinter das Schreiben gestellt, sowie Industrieunternehmen wie Astra Zeneca, Electrolux, H&M, IKEA, Nestlé, SSAB, Stora Enso und Volvo Group. 
 
In Zusammenhang mit von der Leyens Rede zur Union hat die Europäische Kommission auch eine detaillierte Folgenanalyse vorgestellt, in der verschiedene Szenarien für Treibhausgasemission in der EU und allen gesellschaftlichen Sektoren bis zum Jahr 2050 enthalten sind. Darin wird ein höher angesetztes Klimaziel einer Steigerung der Reduktion der Treibhausgase von -40 Prozent auf -55 Prozent bis 2030 als ein wichtiger Schritt hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft in der EU, die spätestens 2050 erreicht werden muss, als sowohl notwendig als auch durchführbar dargelegt. 
 
Dieses Dokument wird ein wichtiger Ausgangspunkt für die fortgesetzten Verhandlungen des EU-Parlaments mit dem Rat über das erste EU-Klimagesetz sein. Gemäß dem Pariser Abkommen müssen die EU und die restlichen Länder dieser Erde bei den Vereinten Nationen zudem spätestens bis Ende 2020 neue und ehrgeizigere Klimamaßnahmen einreichen.  

 
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