Annika Ramsköld vertritt Vattenfall auf der COP 27

Die COP 27, die Klimakonferenz der Vereinten Nationen ist ist gestartet. Vattenfall wird von Annika Ramsköld, Head of Sustainability, vertreten, die an mehreren Meetings auf höchster Ebene teilnehmen wird. Vattenfall strebt weitere Anstrengungen zur Reduzierung der CO2-Emission aus der Zement- und Betonproduktion an. 

Der Schwerpunkt der Klimakonferenz COP 27 liegt auf der Umsetzung der von den Mitgliedstaaten festgesetzten ehrgeizigen Ziele und Verpflichtungen in praktische Maßnahmen. Die Konferenz findet vom 6. bis 18. November in Scharm el-Scheich (Ägypten) statt. Richtschnur ist weiterhin das 1,5-Grad-Ziel aus dem Pariser Abkommen.

Annika Ramsköld, Head of Corporate Sustainability von Vattenfall

Annika Ramsköld, Head of Sustainability, Sie fahren nach Ägypten, um an der COP 27 teilzunehmen. Was werden Sie dort machen?

Ich werde in der ersten Hälfte vor Ort sein und an einer Reihe von Seminaren und Podiumsdiskussionen teilnehmen, unter anderem an Meetings auf höchster Ebene im Rahmen von „Caring for Climate“, einer Global Compact-Initiative der Vereinten Nationen, und der First Movers Coalition (FMC), die vom Weltwirtschaftsforum ins Leben gerufen wurde, mit dem Ziel, die Nachfrage nach klimafreundlichen Lösungen voranzutreiben. John Kerry, der Sondergesandte der USA für Klimafragen, wird ebenfalls daran teilnehmen.

Wir gehören zu den Gründungsunternehmen des FMC und haben uns in der Vergangenheit verpflichtet, unsere Einkaufsvolumen auf dem Gebiet der neuen Technologien und Lösungen zu steigern, die in Bezug auf fossilfreien Stahl, Flugreisen und Lkw-Transporte für das Klima einen Unterschied machen. Darüber hinaus sind wir jetzt auch Verpflichtungen in einem weiteren Bereich eingegangen – Zement und Beton.
Vattenfall verpflichtet sich zum Kauf von kohlenstoffarmen Zement 

Was bedeutet das neue Engagement für Zement und Beton?

Ähnlich wie bei den anderen Bereichen bedeutet das, Forderungen an Zulieferer und an unseren eigenen Einkauf zu stellen, wenn es darum geht, einen größeren Anteil fossilfreier Alternativen zu nutzen. Die Zement- und Betonproduktion verursacht erhebliche CO2-Emissionen. Bis 2030 werden wir daher 10 Prozent unseres jährlichen Bedarfs an Fundamenten für Windkraftanlagen, Stromleitungspylone und andere Bauprojekte durch fossilfreien Zement und Beton ersetzen. Das ist zwar teurer, aber zum Beispiel bei einer Windkraftanlage beträgt die Verteuerung insgesamt nur einen Bruchteil der Gesamtinvestitionskosten.

Mit den steigenden CO2-Preisen in der Zukunft wird der Unterschied noch geringer werden. Wir haben bereits früher Schritte in diese Richtung unternommen, z. B. beim Bau einer neuen Staumauer am Wasserkraftwerk Lilla Edet, wo wir eine neue Technologie eingesetzt haben, um den Betonanteil zu reduzieren und dadurch den CO2-Ausstoß zu senken.
Klimafreundlicher Beton durch weniger Zement - Vattenfall

Welche Rolle spielt Vattenfall bei einer solchen Konferenz?

Wir sind vor Ort, um zu zeigen, dass wir den Worten Taten folgen lassen und an der Schaffung von fossilfreien Wertschöpfungsketten arbeiten. Ich hoffe, dass wir ein Vorbild für andere Unternehmen sein können, die noch nicht so weit gekommen sind wie wir, damit sie jetzt aus den Startblöcken kommen.

Bei der letztjährigen Konferenz in Glasgow wurde deutlich, dass es die Unternehmen sind, die die Energiewende vorantreiben. Unter anderem werde ich an mehreren sogenannten Implementation Labs teilnehmen und mit Führungskräften und Ministern darüber diskutieren, wie die fossilfreien Wertschöpfungsketten realisiert werden können. Gleichzeitig muss die Umstellung so erfolgen, dass niemand zurückgelassen wird. Man spricht in diesem Zusammenhang von Transition, einem fairen Übergang. Es darf nicht passieren, dass bereits benachteiligte Länder oder Gruppen die Kosten tragen müssen. Die Initiative „Caring for Climate“ der Vereinten Nationen, die ich erwähnt habe, verfolgt daher das Ziel, diese wichtige Frage hervorzuheben.

Im vergangenen Jahr hat CEO Anna Borg den US-Präsidenten Joe Biden getroffen. Werden Sie ihm dieses Jahr begegnen?

Joe Biden hat angekündigt, dass er an der COP 27 teilnehmen wird, was sehr positiv ist und wichtige Signale an andere Staaten sendet. Ich werde ihn nicht treffen, allerdings sitzt sein Sondergesandter John Kerry im First Movers Coalition Leaders Panel, in dem ich auch bin.

Weitere Informationen zur COP 27 - Website der Klimakonferenz 

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