Ausbau der Wasserkraft im Einklang mit der biologischen Vielfalt
Vattenfall investiert Milliarden in bestehende Wasserkraftwerke und unternimmt zugleich große Anstrengungen, um die Natur zu schützen und moderne Umweltstandards zu erfüllen.
Zum Jahres- und Nachhaltigkeitsbericht (ASR) von Vattenfall
Dieser Artikel ist eine bearbeitete Version einer Fallstudie aus dem Jahres- und Nachhaltigkeitsbericht (ASR) von Vattenfall (in Englisch)
Als Schwedens größte „Batterie“ spielt die Wasserkraft eine entscheidende Rolle bei der Erreichung der Netto-Null-Emissionen bis 2040. Mit ihrer einzigartigen Flexibilität und Regelkapazität ist sie für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit von entscheidender Bedeutung – sowohl für Vattenfall als auch für die gesamte europäische Industrie.
„Die Navigation in einer neuen Energielandschaft mit mehr erneuerbaren Energiequellen wie Sonne und Wind bedeutet, dass die Flexibilität der Wasserkraft in Zukunft noch wichtiger werden wird“, sagt Lovisa Fricot Norén, Leiterin von Hydro Nordic bei Vattenfall.
Langfristige Investitionen stehen an
Eine der Initiativen findet in Harsprånget am Fluss Lule statt – Schwedens größtem Wasserkraftwerk. Vattenfall investiert insgesamt 1,3 Milliarden Schwedische Kronen (SEK) in zwei Phasen: zunächst in einen neuen Transformator und ein neues Steuerungssystem, anschließend in eine komplett neue Turbine. Nach Abschluss des Projekts wird das Kraftwerk eine Gesamtleistung von 913 MW haben, was einer Steigerung um rund 100 MW entspricht, sowie eine Jahresproduktion von über 2 TWh.

Wasserkraftwerk Harsprånget
Harsprånget ist eines von vier Ausbauprojekten in Schweden, zu denen auch die Wasserkraftwerke Juktan, Porjus und Messaure gehören, die sich derzeit in verschiedenen Entwicklungsphasen befinden. Vattenfall und der Stahlkonzern SSAB haben zudem eine Vereinbarung über die Lieferung von 120 Tonnen fossilfreiem Stahl für die weltweit erste fossilfreie Wehrklappe unterzeichnet. Es wird 2028 im Wasserkraftwerk von Vattenfall in Stornorrfors installiert.
Bedeutender Beitrag zum Energiesystem
Wasserkraft macht etwa 40 Prozent der schwedischen Stromerzeugung aus. Durch die Modernisierung bestehender Anlagen – anstatt neuer zu bauen – kann Vattenfall die Produktion auf klimafreundlichere Weise steigern.
Wenn Investitionsentscheidungen für alle vier Wachstumsprojekte getroffen werden, wird bis 2033 eine geplante Kapazitätssteigerung um weitere 650 MW erwartet. Zusammen mit den bereits erzielten Effizienzsteigerungen könnte dies seit 2016 einen potenziellen Zuwachs von über 1.400 MW bedeuten.
„Die Kapazität und Flexibilität der Wasserkraft ist für das Stromnetz von entscheidender Bedeutung, da Wasserkraft ein Wegbereiter für die gesamte intermittierende fossilfreie Energieerzeugung ist“, sagt Lovisa Fricot Norén.
Die richtigen Umweltmaßnahmen am richtigen Ort
Parallel zum technischen Ausbau arbeitet Vattenfall an einem Biodiversitätsprogramm, das darauf abzielt, den ökologischen Fußabdruck der Wasserkraft zu verringern. Der Schwerpunkt liegt auf der Erforschung und Erprobung konkreter Maßnahmen in und um die Flüsse, an denen Vattenfall Wasserkraft erzeugt.

Schwimmende Inseln im Fluss Dalälven unterhalb des Wasserkraftwerks Älvkarleby.
So werden beispielsweise in der Nähe von Kraftwerken natürliche Erosionsschutzmaßnahmen getestet, die Ufervegetation entlang erodierter Ufer gefördert, schwimmende Inseln errichtet und Nistplätze für Vögel geschaffen.
„Es gibt klare Synergien zwischen dem Ausbau der Wasserkraft und den Bemühungen um Biodiversität. Durch langfristige und effektive Planung, Investitionen in innovative Lösungen und den Aufbau breiter Kooperationen kann Vattenfall zu einer nachhaltigen und naturverträglichen Klimatransition beitragen“, sagt Helle Herk-Hansen, Head of Environment bei Vattenfall.

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