Windkraftanlagen im Meer

Bei Ausschreibung für schwimmenden Windpark in engerer Wahl

Vattenfall ist zusammen mit seinen Partnern wpd und BlueFloat Energy in die Endrunde der Ausschreibung für den geplanten schwimmenden 250-MW-Windpark vor der Küste der Südbretagne gekommen.

Am 15. September 2021 hat die französische Regierung offiziell die Bewerber bekanntgegeben, die sich bei der Ausschreibung für den ersten kommerziellen schwimmenden Windpark in Frankreich für die Endrunde qualifiziert haben. Vattenfall wurde in die engere Wahl gezogen, um zusammen mit dem Windparkentwickler wpd und dem Pionier bei schwimmenden Windkraftanlagen BlueFloat Energy neben neun weiteren Bewerbern in die nächste Runde des Ausschreibungsverfahrens einzutreten.

„Frankreich gehört zu den führenden Ländern bei der Entwicklung kommerzieller schwimmender Offshore-Windenergieanlagen in Europa“, erklärt Catrin Jung, Leiterin der Business Unit Offshore von Vattenfall. „Kurz nachdem wir unser Angebot für das Scotwind-Projekt abgegeben haben, freuen wir uns sehr, an dieser Ausschreibung für einen schwimmenden Windpark vor der Küste der Südbretagne teilzunehmen und damit einen Beitrag zum Ziel von Frankreich zu leisten, den Aufbau einer wettbewerbsfähigen und lokal einträglichen Offshore-Windindustrie zu beschleunigen. Dies steht im Einklang mit der Zielsetzung von Vattenfall, innerhalb einer Generation ein fossilfreies Leben zu ermöglichen.“

Am 30. April 2021 leitete die französische Regierung das Ausschreibungsverfahren für den fünften Offshore-Windpark ein. Nach einer öffentlichen Anhörung soll dieser auf einer Fläche von 130 km2 südlich der Bretagne mit schwimmenden Windkraftanlagen errichtet werden. Die endgültige Vergabe des Projekts wird für Ende 2022 erwartet.

Die Anwendung von schwimmenden Windkraftanlagen ermöglicht die Errichtung von Offshore-Windparks in größeren Wassertiefen (über 50 bis 60 Meter) und eröffnet zusätzliche Möglichkeiten zur Erhöhung der installierten Offshore-Kapazität weltweit, um Länder beim Verzicht auf fossile Energiequellen zu unterstützen.

Derzeit werden in Frankreich vier staatlich geförderte Versuchsanlagen mit schwimmenden Windkraftanlagen errichtet, eine vor der Küste der Südbretagne und drei im Mittelmeer. Sie haben jeweils eine Kapazität von ca. 30 MW bei einer Vergütung von 240 Euro pro MWh. Da prognostiziert wird, dass technologische Entwicklungen, Skalierung und Industrialisierung zu Kosteneinsparungen und dementsprechenden Senkungen der Vergütung führen, könnte Strom von schwimmenden Windparks bis 2040 einen beträchtlichen Anteil der installierten Offshore-Windkapazität ausmachen, so auch in Frankreich.

Hintergrund

Vattenfall ist ein führender Entwickler von On- und Offshore-Windparks mit zwölf in Betrieb befindlichen Offshore-Windparks in fünf europäischen Ländern, zwei im Bau befindlichen Offshore-Windparks, darunter das weltweit erste ohne Subventionen durchgeführte Projekt. Die Leistung der in Betrieb genommenen Anlagen beträgt 3,5 GW, hinzu kommen über 4 GW der in Entwicklung befindlichen Anlagen. Die wichtigsten Märkte für den Geschäftsbereich Wind sind Schweden, Dänemark, Deutschland, Großbritannien, die Niederlande und Frankreich.

In Frankreich ist Vattenfall seit 20 Jahren vertreten, zunächst nur für Gewerbekunden. Seit 2018 wurde die Tätigkeit des Unternehmens auch auf den Bereich der Privatkunden ausgeweitet. Vattenfall verfolgt das Ziel, bis 2030 eine eigene erneuerbare Produktion in Frankreich aufzubauen, insbesondere basierend auf Offshore-Wind.

Weitere Informationen:
Vattenfall Pressestelle

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