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Vom Klassenzimmer ins Berliner Heizkraftwerk Moabit

Wie sieht ein großes Kraftwerk von innen aus? Wie erzeuge ich Energie? Wozu brauchen die Kraftwerker einen Helm? Mit diesen Fragen beschäftigen sich Schüler einer Grundschule in Berlin-Mitte: zuerst im Klassenzimmer, dann hinter den Kulissen im Heizkraftwerk Moabit.

Sophie, Theo und Dorothy gehen zur Grundschule „Neues Tor“ in Berlin-Mitte. Wie viele ihrer Mitschüler haben sie jede Menge Fantasie. Wenn es um große Kraftwerke oder Energie geht, ist ihre Neugier kaum zu bremsen.

Vom Wasserdampf, der Windmühlenräder bewegt

Susanne Manger und Thomas Jänicke-Klingenberg von der Vattenfall Wärme Berlin bringen Licht ins Fragen-Dickicht: Sie besuchen die Kinder im Klassenzimmer und zeigen kindgerecht und spielerisch, wie Fernwärme und Strom erzeugt werden.

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Gemahlene Brotstückchen symbolisieren die Kohle, Foto: Vattenfall

„Damit sich die Schüler den Prozess zur Energieerzeugung im Kraftwerk besser vorstellen können, haben wir Brotstückchen mitgebracht“, schmunzelt Susanne Manger. Das Brot symbolisiert die Kohle, die Vattenfall neben Holzhackschnitzeln im Heizkraftwerk Moabit verarbeitet. „Die Kinder haben das Brot gemahlen und gesiebt; das Verbrennen der Kohle konnten wir aus Sicherheitsgründen nicht zeigen“, erzählt sie. Per Wasserkocher wurde improvisiert. Das erhitzte Wasser beziehungsweise der entstehende Wasserdampf setzte eine kleine Windmühle in Gang.

Wenn Holzhackschnitzel über die Leinwand flimmern

Gebannt schauten die Kinder zwei Kurzfilme zur Erzeugung von Strom und Fernwärme sowie über die Verarbeitung von Holzhackschnitzeln. Dann ging es ums Experimentieren, Ausprobieren und Beobachten. Für die Versuche standen unter anderem ein kleines Windrad, eine Stabtaschenlampe und eine Dynamo-betriebene Lampe zur Verfügung.

Im Anschluss an die Experimentierstunde präsentierten die Kinder ihre Ideen zur Energieerzeugung. „Die Schüler waren so begeistert dabei, dass sie nicht einmal den Pausengong hörten. Eine kluge Idee nach der anderen haben sie uns vorgestellt“, erinnert sich Susanne Manger.

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Sophie (9 J.) weiß, wie man unter anderem Energie erzeugen kann

Sophie bringt ihre Erkenntnisse auf den Punkt: „Ich erzeuge Strom, indem ich meine Hände fest aneinander reibe.“ Auch die achtjährige Dorothy weiß, wie es geht: „Mein Hase flitzt durchs Hamsterrad, um sich eine Möhre zu schnappen.“ Theo ist Sieben und setzt bei seinem Experiment auf die Verhaltensweisen von Dickhäutern: „Wenn ein Elefant mit seinem Rüssel ganz stark gegen das Windrad pustet, dreht es sich und erzeugt Strom“, beobachtet er stolz.

Die Abenteuerreise zum Heizkraftwerk beginnt

Jetzt startet das echte Abenteuer, denn es geht vom Klassenzimmer direkt ins Heizkraftwerk Moabit. Gespannt warten die 17 Grundschüler vor dem großen Werktor und sind beeindruckt vom riesigen Kraftwerksgelände. Vattenfall Mitarbeiter, Thomas Jänicke-Klingenberg, wird umringt von wissbegierigen Schülern: „Schon vor dem Rundgang können sie es kaum erwarten. Wieder und wieder fragen sie mich, wie es im Innern des Kraftwerks aussieht und welche Maschinen dort stehen.“

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Neugierig schauen die Grundschüler hinter die Kulissen des Heizkraftwerks Moabit, Foto: Vattenfall

Ausgestattet mit Warnweste, Schutzhelm und -brille startet die Entdeckungstour. Sie führt die Gruppe unter anderem über den Schiffsanleger bis hin zum Kohlelagerplatz. Hier entdecken die jungen Abenteurer die mächtige Kranschaufel. Weiter geht es entlang des Heizkessels bis hin zur Leitwarte.

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Alma, 6 Jahre meint zu dem Thema, dass Papa mit dem Fahrrad einiges zur Energieerzeugung beiträgt.

„Als Dankeschön haben uns die Kinder wundervolle Bilder gemalt. Sie konnten sich dabei auch noch einmal intensiv mit ihrem Ausflug in die Welt der Energie auseinandersetzen. Auf die Art haben sie ihre Eindrücke verewigt“, resümiert Thomas Jänicke-Klingenberg den erfolgreichen Tag.

Von Lehrern und Eltern erfahren er und seine Kollegin, wie euphorisch die jungen Entdecker über ihr Abenteuer schwatzen. Noch auf dem Rückweg zur Grundschule erzählten sie sich gegenseitig, wie Energie erzeugt wird. Die Schutzbrillen trugen sie stolz auf der Nase und setzten sie erst in der Schule ab.

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