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Christopher Klinger zu neuen Herausforderungen an Ingenieure

Die Energielandschaft ändert sich massiv und stellt die Energieversorger vor neue Herausforderungen. Was dieser strategische und organisatorische Wandel für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeutet, schildert Christopher Klinger, der bei der Wärme Berlin unter anderem Instandhaltungsmaßnahmen von elektrotechnischen Anlagen des Fernwärmesystems plant.

 

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Christopher Klinger plant Instandhaltungs-Maßnahmen von elektrotechnischen Anlagen des Fernwärmesystems bei der Wärme Berlin.

1. Inwiefern unterscheidet sich die Arbeit von Ingenieuren heutzutage zu vor 10 Jahren?

Christopher Klinger: „Der dynamische und agile Energiemarkt, den wir heute erleben, hat sich erst in der letzten Dekade entwickelt. Die Voraussetzungen zur elektrischen und thermischen Energieversorgung waren damals deutlich statischer und vor allem berechenbarer. Durch die stete Verschlankung und Optimierung von technischen Arbeitsbereichen zeichnet sich der Bedarf für effizientere Arbeitsweisen ab. Deswegen müssen wir auch die zur Verfügung stehenden Ressource optimal einsetzen. Nur mit Hilfe von digitalen Tools, agilem Arbeiten und einem softwareunterstütztem Wissenstransfer kann die Arbeit von Ingenieuren bewerkstelligt werden.“

2. Welche neuen Herausforderungen ergeben sich, geprägt durch diese Trends, für Ingenieure bei Vattenfall?

„Eine dauerhafte Herausforderung für uns im Zeitalter der Digitalisierung ist der Erhalt der Mitarbeitermotivation und der spürbar werdende demographische Wandel. Mit einem steten Anstieg der Transparenz des Arbeitsmarktes ist der Erhalt der Mitarbeitermotivation eine der Kernaufgaben der Führungskräfte. Die Bedürfnisse der jungen Generation sind nicht länger nur noch Sicherheit und feste Arbeitsabläufe, sondern es werden z.B. alternative Arbeitsweisen, flexibilisierte Arbeitszeiten und -orte und internationale Erfahrung wichtiger.“

3. Welche neuen Aufgaben ergeben sich dadurch?

„Es muss zu einer kontinuierlichen Anpassung beziehungsweise Individualisierung der Arbeitsbedingungen kommen. Bereichsübergreifende Vernetzung und Arbeitsmöglichkeiten sowie Aus- und Weiterbildungen müssen stets eine Option für alle Beschäftigten sein. Im Kern gilt es, ein Umdenken bei den Mitarbeitern weg vom klassischem hin zu projektorientiertem Arbeiten zu schaffen. Wir müssen in den nächsten Jahren verstärkt junge und talentierte Menschen für unsere Branche begeistern und sie entsprechend ihrer Interessen und Möglichkeiten effektiv einsetzen.“

Das Interview erschien gekürzt zuerst im Uni-Magazin audimax.


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