Hybridparks – neue Möglichkeiten mit Multitechnologie-Anlagen

Durch die Kombination von Windkraft, Solarenergie, Batterien und künftig sogar Elektrolyseuren kann Strom aus erneuerbaren Energien kostengünstiger produziert werden, weil sie Infrastrukturen wie Straßen, Netzanschlüsse oder Umspannwerke gemeinsam nutzen und zudem die Netzstabilität unterstützen. 

Bestehende Windparks können entweder durch zusätzliche Technologien wie Solar, Batterie oder Elektrolyseur (zur Wasserstoffgewinnung) nachträglich erweitert werden oder Hybridparks werden von Anfang als eine Einheit geplant und gebaut.

Hybridparks können an einem Ort gleichzeitig fossilfreien Strom erzeugen, speichern oder direkt nutzen.

Hybridpark Haringvliet

Sehen Sie sich dieses Video zur niederländischen Hybridanlage Haringvliet an, um mehr über die vielen Vorteile eines Hybridparks zu erfahren. 

Multitechnologie-Parks sind mehr als nur ein Markttrend

Der gleichzeitige Einsatz mehrerer Technologien kann manchmal sogar eine Voraussetzung für die Teilnahme an Ausschreibungen sein, wie in Deutschland im Zusammenhang mit den sogenannten „Innovationsausschreibungen“.  

In Großbritannien hat Vattenfall den ersten Hybridpark in Europa entwickelt und umgesetzt. 2016 wurde neben den bestehenden Windparks Parc Cynog und Pendine ein Solarpark errichtet. Eine weitere Premiere wurde in Großbritannien gefeiert, als im Anschluss an den Windpark Pen Y Coemoedd ein kommerzieller Batteriespeicher installiert wurde.  

Wir gehen davon aus, dass Hybridparks eine immer größere Rolle sowohl für die Energielandschaft als auch für die Geschäftsmodelle von Vattenfall im Bereich der erneuerbaren Energien spielen werden“, sagt Franziska Schuth, Director Business Development bei BA Wind. „Deshalb freuen wir uns darauf, diese Technologie mit einem engagierten internationalen Team weiterzuentwickeln, um den Wettbewerbsvorteil von Vattenfall zu stärken.

In einigen unserer Projekte prüfen wir nun die Möglichkeit, vier Technologien zu kombinieren, indem wir einen Elektrolyseur installieren, um für Abnehmer in nahe gelegenen Industriegebieten fossilfreien Wasserstoff zu produzieren.“

Seit 2019 treiben Experten in verschiedenen Business Areas nicht nur die Entwicklung dieser Technologie voran, sondern sind auch mit dem Aufbau einer Struktur für interne Prozesse und den Bau von Hybridparks befasst. Die BA Wind bündelt jetzt das Know-how für zukünftige Hybridparks in einem virtuellen Team, das innerhalb von Business Development aufgestellt wurde, um derartige multitechnologische Projektläufe in internationalen Teams effizienter abwickeln zu können.

Vattenfall kann eine starke Erfolgsbilanz bei der Entwicklung und dem Bau von Hybridparks vorweisen

Haringvliet (Niederlande)

Im Hybridpark Haringvliet in den Niederlanden kombiniert Vattenfall erstmals die drei Technologien zur Nutzung von Batterien, Wind- und Solarenergie. Die offizielle Eröffnung ist noch für dieses Jahr geplant.

Curslack-Hamburg (Deutschland)

Vattenfall ist Teil eines Forschungsprojekts in Hamburg und betreibt seit 2018 in einem Windpark eine Batteriespeicheranlage, um neue technische Lösungen zur Stabilisierung des Netzes zu erarbeiten.

Princess Alexia (Niederlande)

Im niederländischen Windpark Princess Alexia wurden 88 BMW-Batterien zu einer Mega-Batterie mit einer Leistung von 3,2 MW verbunden, um Windenergie speichern zu können.

Parc Cynog (Großbritannien)

Im Windpark Pen y Cymoedd in Großbritannien hat Vattenfall ein 22-MW-Batteriespeichersystem installiert. Dies war das erste Projekt, in dessen Rahmen Windkraft und Batteriespeicherung in diesem Maßstab kombiniert wurde. Die Batterie ermöglicht Systemdienstleistungen für das britische nationale Netz.

Hybridparks mit Batteriespeichersystem

Laufende Projekte

Ray (Großbritannien)

Am Windpark Ray in Großbritannien entwickelt Vattenfall ein Batteriespeichersystem mit einer Kapazität von 20 MW, dass die Flexibilität im britischen Netz erhöhen soll.

Slufterdam (Niederlande) 

Um Drosselungen zu verringern, prüft Vattenfall die Möglichkeiten zur Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien des Windparks Slufterdam zur Erzeugung von Wasserstoff in einer Anlage im nahe gelegenen Hafen von Rotterdam.  

Eemshaven (Niederlande)

Im Norden der Niederlande untersucht Vattenfall im bestehenden Onshore-Windpark in Eemshaven den Bau eines großen Solarparks.  

 

Die vielfältigen Vorteile von Hybridanlagen

Verbesserte Netznutzung: Da sich Wind- und Solarerzeugung in Bezug auf die Produktionszeiten ergänzen, kann die verfügbaren Netzkapazität besser ausgenutzt werden. Darüber hinaus können Batterien und Elektrolyseure eingesetzt werden, um Stromengpässe zu verhindern, die Produktion rechtzeitig zu verlagern und Netzstabilisierungsdienste anzubieten.

Kosteneffizienz: Für alle Technologien kann die gleiche Infrastruktur wie Straßen, Netzanschlüsse oder Umspannwerke genutzt werden  

Effiziente Landnutzung: Die verschiedenen Technologien werden auf einer Fläche gebündelt. Dies wird immer wichtiger, da die regionale Raumplanung immer restriktiver gehandhabt wird und Fläche eine knappe Ressource ist, insbesondere in Ländern wie den Niederlanden.

Geringere finanzielle Risiken: Die Kombination verschiedener komplementärer Technologien erhöht die Diversifikation und reduziert somit die Gesamtrisiken der Anlage. Langfristig kann Wasserstoff als natürliche Absicherung gegen volatile Energiepreise angesehen werden, sobald Purchase Agreements für Wasserstoff verfügbar sind.

 

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