96 % der Materialien aus dem R2 Reaktor recycelt
Vattenfall erzielte bei der Stilllegung des nuklearen Forschungsreaktors R2 in Studsvik, etwa 100 km südlich von Stockholm, sehr hohe Recyclingquoten.
Im Rahmen der Arbeiten von AB Svafo zur Stilllegung und Demontage des nuklearen Forschungsreaktors R2 sind rund 9.000 Tonnen Abfall angefallen. Der Abfall besteht überwiegend aus Beton und Metall.

Durch eine sorgfältige Planung der Arbeitsmethoden, die Sortierung der Materialien direkt an der Anfallsstelle sowie gut entwickelte Verfahren zur radiologischen Freigabe konnten 86 % des Materials recycelt werden. Weniger als 1 % des Abfalls wurde deponiert, während die verbleibenden 13 % für die Zwischenlagerung verpackt wurden, bis sie in die Endlager für radioaktive Abfälle von SKB verbracht werden können.
Die anschließende konventionelle Demontage des Gebäudes erzeugte nahezu 39 000 Tonnen Abfall, hauptsächlich Beton, Erde und Steine. Durch die Festlegung standortspezifischer Referenzwerte für Schadstoffe konnten Beton und Erde zur Verfüllung der tiefen Hohlräume verwendet werden, die beim Abriss des Reaktorgebäudes entstanden. Metalle wurden dank sorgfältiger Sortierung recycelt.
Dies führte zu einer Recyclingquote von bis zu 98 % des Materials aus dem konventionellen Rückbau. Für die Verfüllung war zusätzliches Material erforderlich, wobei Svafo die Möglichkeit erhielt, überschüssige Materialien aus einem Bauprojekt von Cyclife Sweden AB zu übernehmen. Dadurch konnten Kosten gespart und die Umweltbelastung durch Transporte reduziert werden.
Insgesamt bedeutet dies, dass beeindruckende 96 % des Gesamtvolumens recycelt werden konnten.
AB Svafo ist ein gemeinnütziges Unternehmen innerhalb der Vattenfall‑Gruppe mit dem Ziel, kerntechnische Anlagen aus früheren Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in Schweden stillzulegen. Dazu gehören auch die Zwischenlagerung und das Management von schwedischem Altinventar an radioaktiven Abfällen bis zu deren endgültiger Entsorgung.
Transformation zu einem zirkuläreren Geschäftsmodell
Zirkularität ist entscheidend, um den zukünftigen Ressourcenbedarf zu sichern, Kosten zu senken und unsere Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.

Mehr über Kreislaufwirtschaft
Der Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft ist eine Chance, und erneuerbare Energien sind ein wichtiges Puzzlestück, um die Kreislaufwirtschaft voranzubringen.



