Bauprojekt: Heizkraftwerk Marzahn

Im Osten geht die Kohle aus.

Und das ist auch gut so! Denn schon 2009 schlossen Vattenfall und das Land Berlin eine Klimaschutzvereinbarung mit dem Ziel ab, die CO2-Emissionen bis 2020 um 50 Prozent zu halbieren. Zur Erreichung dieses Ziels wird unter anderem das neue Heizkraftwerk Marzahn gebaut.


Das HKW Marzahn

Das Heizkraftwerk Marzahn wurde 1970 unter dem ursprünglichen Namen Heizkraftwerk Lichtenberg gebaut. Mit der Technologie der Kraft-Wärme-Kopplung hat es über Jahrzehnte den Osten Berlins mit Wärme und Strom versorgt. 2010 wurde das Kraftwerk vom Netz genommen, da es den Ansprüchen umweltschonender, nachhaltiger und sauberer Energie nicht mehr gerecht wurde.

Neue KWK-Anlage für das Heizkraftwerk Marzahn

Vattenfall baut neue KWK-Anlage für das Heizkraftwerk Marzahn

Das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung

Bei der Kraft-Wärme-Kopplung werden aus einer Quelle gleichzeitig mechanische Energie und nutzbare Wärme gewonnen. Ersteres wird direkt in elektrischen Strom umgewandelt. Die Wärme wiederum wird für Fern-, Nah- und Prozesswärme eingesetzt.

HKW Mitte - Mirarbeiter inspiziert Turbine

Standortsuche

Anstatt mühsam einen neuen Standort zu suchen, auf Tauglichkeit zu prüfen und alles neu umzugraben und zu bauen, wird beim Neubau des Heizkraftwerks Marzahn  auf schon existierende Objekte gesetzt. Das spart Zeit, Kosten, Ressourcen und lässt Projekte effizienter gestalten – von Anfang an.

Standort für das moderne Kraftwerk ist das stillgelegte HKW Lichtenberg, das nun HWK Marzahn heißt. Das spart zum einen Kosten, da Teile des Kraftwerks nur um- und nicht neugebaut werden müssen. Zudem sind die Toleranz der angrenzenden Bevölkerung sowie Genehmigungen vorhanden, denn das Gelände wurde auch zuvor schon zur Energiegewinnung genutzt.

Vorteile von Erdgas

Die spezifischen CO₂-Emissionen von Gas- und Dampfturbinenanlagen sind deutlich niedriger als bei Braun- oder Steinkohle.

Siemens und Vattenfall für saubere Energie

Für die technische Expertise vertrauen wir auf einen soliden Partner: Siemens liefert die Gasturbine, die mit niedrigen Emissionswerten und einer Leistung von 200 MW ein bewährtes Werkstück ist. Zudem ist sie flexibel und kann schnell zwischen Voll- und Teillast wechseln. Warum das wichtig ist? Weil es bei erneuerbaren Energien immer wieder zu Schwankungen während der Einspeisung ins Stromnetz kommt und diese damit ausgeglichen werden können.

Viele der eingesetzten Bauteile werden in Berlin und Umgebung gefertigt – ganz nach dem Projektmotto „Aus Berlin, für Berlin“.


150.000 Wohneinheiten

Das Heizkraftwerk Marzahn wird 2020 in Kraft treten und künftig etwa 150.000 Wohneinheiten im Osten Berlins mit Strom und Wärme versorgen.


90 % Auslastung

Durch Einsatz der Kraft-Wärme-Kopplung wird die Energiequelle maximal ausgenutzt. Aus dem Erdgas werden Strom und Wärme abgeleitet – was in Summe eine Auslastung von 90 Prozent ausmacht.

Weitere Informationen

Wasserstoffstation HafenCity Hamburg

Wasserstoff als alternative Energiequelle.

Heizkraftwerk Berlin Mitte

KWK - kombinierte Erzeugung von Strom und Wärme.

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