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Baustart für ersten schwimmenden Solarpark

Beinahe hätten die Corona-Verordnungen die Verankerung der schwimmenden Solarinsel zum Stillstand gebracht. Aber die Arbeiten zum Bau des ersten schwimmenden Solarparks von Vattenfall im niederländischen Gendringen haben nun begonnen.  

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Visualisierung des schwimmenden Solarparks in Gendringen (Niederlande)

In den vergangenen Wochen haben Taucher die Ankerpunkte am Grund der Grube auf dem Firmengelände des Sand- und Kieswerks „Netterden Zand en Grind“ in Gendringen gesetzt. An diesen Punkten wird später der schwimmende Solarpark verankert.  

Der Tauchtrupp besteht aus vier belgischen Spezialtauchern, denen es aufgrund des Lockdowns in ihrem Heimatland beinahe nicht erlaubt gewesen wäre, die Grenze zu den Niederlanden zu passieren. Maria Barrion Sanz von der Business Unit Solar & Batteries ist die Projektmanagerin und berichtet von den speziellen Maßnahmen, die ergriffen werden mussten, um das Projekt am Laufen zu halten: „Die Arbeit ist sehr risikobehaftet und wir konnten einfach nicht mit einem komplett neuen Team noch einmal von vorn beginnen“, erklärt Maria Barrion Sanz. „Glücklicherweise durften die Taucher mit einem Schreiben von Vattenfall dann doch die Grenze passieren. Allerdings musste das Hotel, in dem sie hätten unterkommen sollen – zusammen mit sämtlichen Restaurants – Anfang März schließen. Also galt es auch hier, Alternativen zu finden.“ 

Das Ergebnis: Die Arbeiten konnten ohne Rückschläge weitergehen. Wenn alle Anker an Ort und Stelle sind, wird ein Spezialteam mit kleinen Booten aufs Wasser hinausfahren und die Insel in mehreren Phasen aufbauen. Dieser Vorgang soll Mitte Mai beginnen und insgesamt circa fünf Wochen dauern. 

Die Module haben eine Kapazität von insgesamt 1,2 MW. Damit kann die Hälfte des Energiebedarfs des elektrischen Schwimmbaggers und der Sortier- und Aufbereitungsanlage des Kunden abgedeckt werden.  

Mögliche Planänderung durch nistende Vögel 

Neben der Arbeit der Taucher werden die Grube und die Umgebung wöchentlich einer ökologischen Überprüfung unterzogen. Ein Umweltexperte sucht auf dem Areal nach Vogelnestern und anderen Biotopen. „Bisher gab es keinen Grund, unsere Prozesse zu ändern. Es kann jedoch dazu kommen, dass wir natürliche Entwicklungen berücksichtigen und unseren Zeitplan entsprechend anpassen müssen“, sagt Maria Barrion Sanz. 
 

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