Ökologische Kompensation im Überlandleitungsprojekt
Vattenfall Eldistribution AB führt eine Kapazitätserweiterung des regionalen Netzes im Landkreis Stockholm durch, die den Bau von zwei neuen Freileitungen in der Gemeinde Huddinge umfasst.
Kurzinformation
- Stockholm, Schweden
- Vögel, Insekten, Amphibien, Pflanzen und Pilze
- Natürliche Werte der Reservate durch Ausgleichsmaßnahmen verbessern
- 2024–2026
Die Leitungen müssen durch mehrere kommunale Naturschutzgebiete führen.

Um die Auswirkungen auf die natürlichen Werte der Reservate zu minimieren, wurde frühzeitig ein Dialog mit dem Gemeindeökologen und dem Reservatsmanager initiiert, um geeignete Maßnahmen zu erarbeiten.
Vorbeugende Maßnahmen wie die Platzierung von Strommasten und Transportwegen wurden entwickelt. Trotz dieser Maßnahmen erfordert der Bau Eingriffe in die Reservate und Ausgleichsmaßnahmen. Die älteren Waldgebiete, die gefällt werden, können nicht ersetzt werden, aber andere natürliche Werte können gestärkt und erweitert werden, um die Reservate widerstandsfähiger gegen zukünftige Veränderungen zu machen.
Mehrere Ausgleichsmaßnahmen wurde etabliert, darunter der Bau von Viehzäunen zur Erweiterung natürlicher Weiden, die Platzierung von Vogelhäusern für Arten wie Mauersegler, Turmfalken und Waldkäuze, die Schaffung von Steinhaufen für Steinschmätzer und die Veteranisierung von Bäumen, um Lebensräume für Vögel, Insekten, Fledermäuse, Flechten und Moose zu schaffen.
Sandbetten werden angelegt, um bodenbrütenden Wildbienen zugute zu kommen, und Überwinterungsplätze für Amphibien sind geplant.
Die Arbeiten an den Ausgleichsmaßnahmen werden parallel zum Bau der Stromleitungen durchgeführt und an die Gemeinde Huddinge zur zukünftigen Betreuung und Wartung übergeben.
Im Jahr 2025 wurden zusätzliche Maßnahmen umgesetzt, die unmittelbare Wirkung zeigten – darunter die Ansiedlung einer der am stärksten gefährdeten Käferarten Schwedens, des Langhornkäfers. Die Art ist auf sonnenbeschienenes, abgestorbenes Eichenholz angewiesen und wurde zuvor nur an wenigen Standorten im Land nachgewiesen.
Als in Huddinge Bäume für eine Stromleitung gefällt wurden, ließ man Eichenholz vor Ort zurück und platzierte es an sonnigen Böschungen – und bereits im selben Sommer wurde der Käfer an den Standort angelockt.
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