Energie aus Biomasse

Ein Baustein im CO2-neutralen Energiemix von Vattenfall ist die Biomasse.

Als erneuerbare Energiequelle setzt sie bei ihrer Verbrennung nur so viel CO2 frei, wie sie während des Wachstums gebunden hat. Unter den Begriff Biomasse fallen neben Biogas und Biomethan vor allem Waldresthölzer aus der Forstwirtschaft, Nebenprodukte aus der holzverarbeitenden Industrie wie Sägespäne und unbehandelte Holzreste sowie Erträge von Kurzumtriebsplantagen.

Energieholz aus der Region

Bagger Biomasse schaufelnd

Bagger bei Aufnahme von Biomasse.

Kurzumtriebsplantagen spielen bei Vattenfall eine wichtige Rolle. Das Besondere an diesen, von der Vattenfall Tochter Energy Crops GmbH betriebenen Plantagen ist, dass die dort angepflanzten Hölzer – vorrangig Pappeln, Weiden oder Robinien – innerhalb von drei bis vier Jahren nach ihrer Pflanzung geerntet und verwertet werden können. Die Hölzer werden in Kooperation mit Landwirten aus Brandenburg und dem westlichen Polen angebaut, gepflegt und geerntet. Langfristige Verträge bieten Planungssicherheit für die Landwirte – und für die Brennstoffversorgung des Berliner Biomasse-Heizkraftwerk Märkisches Viertel.


Nachhaltige Biomasse für Berlin

Vattenfall setzt in seinen Heizkraftwerken ausschließlich Biomasse ein, die ökologischen und nachhaltigen Standards entspricht. Darauf hat sich Vattenfall im Jahr 2011 gemeinsam mit dem Land Berlin verständigt. In der Vereinbarung über die Biomassebeschaffung wurden transparente und überprüfbare Nachhaltigkeitskriterien für den Einsatz holzartiger Biomasse in den Berliner Heizkraftwerken von Vattenfall festgelegt.


Biomasse-Heizkraftwerk Märkisches Viertel

Das Berliner Biomasse-Heizkraftwerk Märkisches Viertel setzt ausschließlich auf den „grünen“ Brennstoff. Die Anlage im Bezirk Reinickendorf verfügt über eine Heizleistung von 18 Megawatt (MW) und speist zusätzlich bis zu fünf MW Leistung ins Stromnetz ein.

Holz als Biomasse

Das Biomasse-Heizkraftwerk versorgt in Kraft-Wärme-Kopplung etwa 30.000 Wohnungen, Industriebetriebe und öffentliche Einrichtungen umweltfreundlich und weitestgehend klimaneutral mit Warmwasser und Fernwärme. Pro Jahr können so bis zu 26.000 Tonnen CO2-Emissionen vermieden werden.

 
Klimaneutrale Wärme für Deutschlands größte Niedrigenergiesiedlung

Das landeseigene Wohnungsbauunternehmen GESOBAU AG versorgt seit Januar 2019 rund 13.500 Bestandswohnungen im Märkischen Viertel mit 100 Prozent CO2-neutraler Wärme aus dem dortigen Biomasse-Heizkraftwerk. Für die klimafreundliche Beheizung ohne Mehrkosten für die Mieterinnen und Mieter im Quartier hat die GESOBAU einen speziellen Rahmenvertrag mit der Vattenfall Wärme Berlin AG vereinbart.

Biomasse wird gelagert

Seit 2008 hat die GESOBAU als größter Bestandshalter des Quartiers nahezu das gesamte Märkische Viertel energetisch modernisiert und rund 560 Millionen Euro in die Großsiedlung investiert: Das von rund 30.000 Bewohnerinnen und Bewohnern bewohnte Quartier ist damit das größte energetische Modernisierungsprojekt im deutschen Wohnungsbau mit Modellcharakter. Dank dieser aufwändigen Modernisierung und des neuen Wärme-Rahmenvertrag erreicht das Reinickendorfer Quartier schon heute das für 2050 deutschlandweit vereinbarte Ziel eines klimaneutralen Gebäudebestandes.

Biomasse-Mitverbrennung im Steinkohle-Heizkraftwerk Moabit

Biomasse gemischte Materialien

Bei der Biomasse-Mitverbrennung in bestehenden Steinkohleanlagen wie dem Berliner Heizkraftwerk (HKW) Moabit wird ein Teil der Steinkohle durch Biomasse ersetzt. Dies ist ein effizientes Verfahren, um die durch den Verbrennungsprozess entstehenden CO2-Emissionen zu senken. Im Falle Moabits gilt: Aufgrund der für die Anlage besonderen zirkulierenden Wirbelschichtfeuerung waren für die Biomasse-Mitverbrennung nur geringfügige technische Anpassungen nötig. Perspektivisch kann das HKW Moabit bis zu 40 Prozent seiner Fernwärmeleistung über Biomasse erbringen. Für ein Heizkraftwerk vermutlich eine Weltneuheit. Noch ist der Hauptbrennstoff in Moabit zwar Steinkohle, doch die angestrebte Wärmewende wird auch das verändern.

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