Energie aus Wasserkraft

Als erneuerbare Energie leistet Wasserkraft einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung.

Pumpspeicherwerke stehen bislang als einzige großtechnische Energiespeicher bei schwankender Einspeisung von erneuerbarer Energie zur Verfügung. Die Ursprünge des schwedischen Vattenfall-Konzerns liegen in der Stromerzeugung aus Wasserkraft. Das zeigt auch der Name, denn Vattenfall heißt Wasserfall. Rund ein Viertel des von Vattenfall erzeugten Stroms stammt aus Wasserkraft.


Zwölf Wasserkraftwerke in Deutschland

In Deutschland betreibt Vattenfall insgesamt zwölf Wasserkraftwerke mit einer installierten Leistung von rund 3.000 Megawatt (MW). Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Pumpspeicherwerke (PSW) und kleinere Laufwasserkraftwerke in den Bundesländern Schleswig-Holstein, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Bezogen auf die gesamte Pumpspeicher-Leistung in Deutschland von rund 7.000 MW hält Vattenfall einen Marktanteil von rund 40 Prozent.

Zum Anlagenbestand von Vattenfall gehören die beiden größten deutschen Pumpspeicherwerke: Das PSW Markersbach im Erzgebirge mit einer Leistung von 1.050 MW und das PSW Goldisthal in Thüringen mit einer Leistung von 1.060 MW.

12 Stunden Energie für Berlin

Rein rechnerisch könnten die Vattenfall-Pumpspeicher mit ihrer Kapazität von 19 GWh ganz Berlin mit seinen 3,6 Millionen Einwohnern ca. 12 Stunden mit umweltfreundlichem Strom versorgen.

Berlin bei Nacht - Strom durch Wasserkraft

Bedeutung der Wasserkraft in der Region

Vattenfall betreibt an der oberen Saale das größte zusammenhängende Talsperrensystem in Deutschland, die Saalekaskade. Diese Talsperren übernehmen wichtige landeshoheitliche Aufgaben wie Hochwasserschutz und Mindestwasserführung der Saale.

Die Saalekaskade

Informieren Sie sich hier über die Pegelstände der Stauseen.

Pumpspeicherwerke: stabilisierend und schwarzstartfähig

Im Übertragungsnetz gibt es zunehmend überschüssige Energie aus erneuerbaren Energien. Moderne Anlagen wie die PSW Goldisthal und Markersbach nehmen diesen überschüssigen Strom auf und pumpen damit Wasser in ein höher gelegenes Becken. So speichert Vattenfall die überschüssige Energie.

Bei Bedarf wird das Wasser wieder abgelassen und treibt über eine Turbine den Generator an. Binnen Sekunden wird Strom erzeugt, der zur Deckung von Spitzenlast und zum Ausgleich von Lastschwankungen im Übertragungsnetz eingespeist wird.

Anders als andere Kraftwerke benötigen Pumpspeicherwerke keine fremde Spannung zum Anfahren ihrer Turbinen, das heißt sie sind schwarzstartfähig. Bei einem großflächigen Netzausfall, sogenannten Blackout, ermöglichen Pumpspeicherwerke durch ihre Schwarzstartfähigkeit den Aufbau der Energieversorgung im deutschen Höchstspannungsnetz und spielen somit eine zentrale Rolle bei der Netzaufbaustrategie der Netzbetreiber.

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