Großtechnische Wasserstoffproduktion mit fossilfreiem Strom für die Biokraftstoffherstellung: Preem und Vattenfall prüfen Potenzial
Während die direkte Elektrifizierung des Straßenverkehrs weiter voranschreitet, könnte Strom aus fossilfreien Quellen auch dazu beitragen, die Treibhausgasemissionen bestimmter Herstellungsprozesse für flüssige Kraftstoffe zu senken.
Seit 2017 untersuchen Preem und Vattenfall gemeinsam, ob durch Elektrolyse mit fossilfreiem Strom erzeugter Wasserstoff die Treibhausgasemissionen ausgewählter Produktionsprozesse in der Raffinerie von Preem in Lysekil reduzieren kann.

Eine im Jahr 2021 abgeschlossene Machbarkeitsstudie kam zu dem Ergebnis, dass es technisch möglich ist, in Lysekil eine Elektrolyseanlage mit einer Leistung von 200 bis 500 MW zu errichten. Unter den analysierten Strom- und Betriebsbedingungen könnte der erzeugte Wasserstoff im Vergleich zu konventionell produziertem Wasserstoff mindestens 80 % geringere Treibhausgasemissionen verursachen.
Laut Preems Szenario könnte eine jährliche Produktion von fünf Millionen Kubikmetern erneuerbarer Kraftstoffe die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2030 um bis zu 12,5 Millionen Tonnen im Vergleich zum fossilbasierten Referenzszenario der Analyse reduzieren. Das tatsächliche Ergebnis hängt jedoch unter anderem davon ab, welche Kraftstoffarten in welchen Mengen produziert werden, welche Lebenszyklusmethode für die Berechnungen verwendet wird und in welchem Umfang die erneuerbaren Kraftstoffe konventionelle Alternativen ersetzen.
Preem und Vattenfall prüfen derzeit die technischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen für eine mögliche Ausweitung der Wasserstoffproduktion auf Basis von Strom aus fossilfreien Quellen. Dabei werden unter anderem Infrastruktur-, Genehmigungs- und Systemintegrationsaspekte berücksichtigt. Ziel ist es zu bewerten, wie ein solcher Wasserstoff künftig in der Kraftstoffproduktion eingesetzt werden könnte.
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