Elektrifizierung zur Unterstützung der Emissionsminderung in der Industrie
Vattenfall arbeitet mit Industriepartnern an Lösungen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen.
Gesellschaftliche Bedürfnisse erfüllen und gleichzeitig Umweltauswirkungen verringern
Der Klimawandel ist längst nicht mehr nur eine Warnung, sondern eine Realität der Gegenwart. Gleichzeitig steigt die weltweite Nachfrage nach vielen Materialien, Gütern und Dienstleistungen, deren Herstellung mit erheblichen CO2-Emissionen verbunden ist. Vattenfall arbeitet mit Industriepartnern zusammen und bietet in relevanten Märkten langfristige Stromabnahmeverträge (Power Purchase Agreements, PPAs) an. Abhängig von der Stromquelle, der vertraglichen Ausgestaltung und der Anwendung beim Kunden können diese Aktivitäten zur Verringerung von Treibhausgasemissionen beitragen.
Die Reduzierung industrieller Emissionen erfordert eine Zusammenarbeit über Unternehmens-, Branchen- und Institutionsgrenzen hinweg. Vattenfall arbeitet mit Industriepartnern daran, zu bewerten, wo Strom, Wasserstoff und Wärme aus fossilfreien Quellen fossile Energieträger oder Rohstoffe ersetzen und gleichzeitig wettbewerbsfähige sowie wirtschaftlich tragfähige Lösungen unterstützen können.
Das Gesamtbild
Heute leben wir in einem Paradoxon. Obwohl die Menschheit bedeutende Fortschritte in Gesundheit, Technologie und Infrastruktur erzielt hat, stehen wir gleichzeitig unter wachsendem Druck durch Klimawandel, Ressourcenknappheit und Ungleichheit. Aktuelle Bevölkerungsprognosen gehen davon aus, dass die Weltbevölkerung bis zur Mitte des Jahrhunderts auf nahezu zehn Milliarden Menschen anwachsen könnte.
Die fortschreitende Urbanisierung geht mit einer steigenden Nachfrage nach Wohnraum und Verkehrsinfrastruktur einher, darunter Eisenbahnnetze und Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Sie führt zudem zu einer höheren Nachfrage nach Unterhaltungselektronik und Nahrungsmitteln. Ohne Veränderungen bei Produktionsmethoden, Materialeffizienz und Konsumverhalten könnte die steigende Nachfrage zu höheren industriellen Treibhausgasemissionen führen.
Die weltweite Produktion von Zement, Stahl und Kunststoffen hat in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen. Die Herausforderung besteht darin, den gesellschaftlichen Bedarf zu decken und gleichzeitig die mit der Produktion verbundenen Treibhausgasemissionen sowie andere Umweltauswirkungen zu verringern.

Wir bauen branchenübergreifende Partnerschaften auf, um Emissionsminderungen und Klimaziele zu unterstützen.
Elektrifizierung als Mittel zur Verringerung von Emissionen in Industrie und Verkehr
Kreislaufwirtschaftssysteme sowie Produkte, die für eine längere Nutzung, Wiederverwendung und höhere Ressourceneffizienz ausgelegt sind, können die Nachfrage nach Primärrohstoffen reduzieren, abhängig von ihrer Umsetzung und Nutzung. Branchenübergreifende Partnerschaften, Elektrifizierung und PPAs können die Entwicklung und Einführung emissionsärmerer Industrietechnologien unterstützen. Ihr Emissionsminderungspotenzial hängt von Faktoren wie der Stromquelle, der vertraglichen Struktur, der eingesetzten Technologie und der konventionellen Alternative ab, die ersetzt wird.
Vattenfall arbeitet mit Partnern aus Branchen wie Stahl, Chemie, Raffinerie, Zement, Logistik und Lebensmittelproduktion zusammen, um Lösungen zur Verringerung des Einsatzes fossiler Brennstoffe und der Treibhausgasemissionen zu bewerten und weiterzuentwickeln. Je nach Anwendung können direkte Elektrifizierung und indirekte Elektrifizierung mithilfe von Wasserstoff, der mit Strom aus fossilfreien Quellen erzeugt wird, Emissionen reduzieren, wenn sie konventionelle Energiequellen oder Rohstoffe mit höheren Emissionen ersetzen. Langfristige PPAs können Teil der kommerziellen Rahmenbedingungen sein, die solche Ansätze unterstützen.
Mögliche Emissionsminderungen in der Industrie hängen unter anderem vom Zugang zu geeigneten Strom- und Wasserstoffquellen, geeigneter Technologie, langfristiger Zusammenarbeit, stabilen politischen Rahmenbedingungen, wettbewerbsfähigen Energiekosten sowie der Verfügbarkeit entsprechender Infrastruktur ab, darunter Stromnetze sowie Transport- und Speichersysteme für Wasserstoff. Vattenfall arbeitet mit Kunden, Lieferanten und öffentlichen Institutionen an mehreren Voraussetzungen, die die Einführung solcher Lösungen unterstützen können.
Die Perspektive eines Kunden
Neben der Zusammenarbeit mit Industriekunden bei potenziellen Maßnahmen zur Emissionsminderung berücksichtigt Vattenfall auch die Emissionen, die mit den eingekauften Waren und Dienstleistungen verbunden sind. Als Abnehmer von Stahl, Zement, Kraftstoffen und Komponenten arbeitet Vattenfall mit Lieferanten zusammen und unterstützt die Entwicklung von Alternativen, die geringere Treibhausgasemissionen aufweisen sollen als die als Vergleich herangezogenen konventionellen Produkte.
Dieser Ansatz ermöglicht es Vattenfall, Emissionsminderungspotenziale sowohl über Kundenbeziehungen als auch über die eigene Beschaffung zu adressieren. Durch Initiativen wie HYBRIT, das wasserstoffbasierte Eisenschwammverfahren entwickelt, sowie die Zusammenarbeit mit Cemvision an Zement mit potenziell geringeren produktionsbedingten Emissionen möchte Vattenfall industrielle Innovationen unterstützen und untersuchen, wie emissionsärmere Materialien in den eigenen Projekten eingesetzt werden können.
Vattenfall ist Gründungsmitglied der First Movers Coalition (FMC), die auf der COP26 vom Weltwirtschaftsforum und dem US-Außenministerium ins Leben gerufen wurde. Über die Koalition hat Vattenfall Beschaffungsverpflichtungen in Bezug auf ausgewählte neu entstehende emissionsärmere Technologien und Materialien übernommen.
Weitere Informationen über das FMC und andere Initiativen in der Lieferkette finden Sie hier.
Mehr über unsere Partnerschaften
Siehe auch

Mit Batteriespeichern können Industriekunden ihren Verbrauch flexibler steuern.

Elektrifizierung der Gesellschaft, um den Klimawandel zu stoppen.

Lösungen und Innovationen für Fossilfreiheit.






