Nachhaltigkeit

Nachhaltige Ressourcennutzung

Als Erzeuger erneuerbarer Energie spielen wir eine wichtige Rolle beim Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft. Das nachhaltige Ressourcenmanagement ist eine unserer Hauptprioritäten und wir streben ständig danach, den Ressourceneinsatz bei unserer Geschäftstätigkeit und in unserer Wertschöpfungskette zu optimieren. Wir arbeiten seit über 20 Jahren mit Lebenszyklusanalysen, die für uns ein wichtiges Instrument unserer Umweltarbeit sind.

Unser Ziel für 2030: „Auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft”

Bis 2030 sind wir ein zirkuläres Unternehmen, das in jeder Hinsicht den Wert unserer Ressourcen maximiert. In unserer Wertschöpfungskette und mit unseren Partnern arbeiten wir nach den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft, um eine verantwortungsvolle Nutzung – und Wiederverwendung - aller Ressourcen sicherzustellen.

Bei unserer eigenen Tätigkeit haben wir den vollständigen Einblick in unsere Ressourcenströme und nutzen innovative Möglichkeiten zur Wiederverwendung oder Wiederverwertung von Materialien, Abfällen und Nebenprodukten. Aspekte zur Lebensdauer sind in Design- und Beschaffungsprozesse integriert, und bei der Beschaffung von Waren fällt die erste Wahl immer auf fossilfreie, biogene oder recycelte Materialien.

Wir sind bestrebt, den Ressourceneinsatz in allen Bereichen unserer Geschäftstätigkeit zu optimieren. Nachstehend finden Sie einige Beispiele für unsere Ziele in diesem Bereich:

Reduzierung des Süßwasserverbrauchs

Bis spätestens 2022 werden wir ein Unternehmensziel festgelegt haben mit dem Zweck, den Süßwasserverbrauch zu reduzieren. Als ersten Schritt in diese Richtung werden wir 2020/2021 einen betrieblichen Wasserwirtschaftsplan vorlegen und mindestens zwei Wasserwirtschaftspläne (WMP) auf lokaler Ebene, wo wir in Wasserstress-Gebieten tätig sind, entwickeln.

Ausstieg aus der Nutzung gefährlicher Chemikalien

Bis 2025 werden wir die Nutzung alle Gefahrstoffe auf der Reach-Kandidatenliste einstellen (sofern technisch möglich). 2021 soll die Anwendung von Glyphosat in allen unseren Betriebsbereichen beendet werden.

Zirkuläre Standortanforderungen

Ab 2025 werden alle neuen Gebäude und bestehenden Büros nach Kreislaufwirtschafts-Grundsätzen errichtet bzw. ausgestattet. Das bedeutet zum Beispiel, dass mindestens 50 % der Neuanschaffungen von Möbeln auf zirkulären Beschaffungsanforderungen basieren, das gesamte Verpackungsmaterial für Büros plastikfrei sein wird und alle neuen, kleinen Büros weniger als 50 kWh fossilfreie Energie pro m² verbrauchen sollen.

 

So gehen wir bei der nachhaltigen Ressourcennutzung vor

Kreislaufwirtschaft

Wir glauben, dass der Übergang zur Kreislaufwirtschaft eine Chance und ein wichtiges Puzzleteil für die Entwicklung hin zu einer CO2-armen Gesellschaft ist. Wir bei Vattenfall tragen in mehrfacher Hinsicht zu einer Kreislaufwirtschaft bei:

  • Unsere Schlüsselrolle als Energieunternehmen besteht darin, erneuerbare Energie bereitzustellen, um die Kreislaufwirtschaft voranzutreiben, und wir investieren stark in beispielsweise Wind- und Solarenergie.
  • Wir entwickeln neue Produkte und Energielösungen, as-a-service-basierte Modelle und digitale Lösungen zur Integration kleiner Produzenten.
  • Wir stellen auf alternative Brennstoffe um, arbeiten mit der Industrie zusammen, um Materialien nachhaltiger und fossilfreier zu machen (z. B. Stahl, Zement, Kraftstoffe) und arbeiten an der Elektrifizierung des Transportsektors.
  • Wir managen unsere Umweltleistung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Darüber hinaus arbeiten wir auch an der Entwicklung unserer Anlagen und Prozesse, um den Ressourcenverbrauch zu reduzieren, die Wiederverwendungs- und Recyclingquote zu erhöhen und die Lebensdauer unserer Anlagen zu verlängern.

Beispiele für laufende Projekte im Bereich der Kreislaufwirtschaft

Energieversorgung in der Kreislaufwirtschaft

Der Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft erfordert die Elektrifizierung der Produktionsprozesse und des Transportsektors, und der eingesetzte Strom muss zudem fossilfrei sein. Unsere erneuerbaren Energien treiben die Entwicklung neuer Erfindungen und Lösungen im Sinne der Kreislaufwirtschaft voran. Wir haben beispielsweise mehrere Initiativen bezüglich der Herstellung von Wasserstoff mit dem Elektrolyseverfahren– wie Hybrit zur Produktion von fossilfreiem Stahl oder unsere Zusammenarbeit mit Preem zur Herstellung von Wasserstoff für die Biokraftstoffproduktion. Wenn fossile Brennstoffe verbrannt werden, entstehen Kohlendioxid und andere Emissionen. Wenn Wasserstoff in Brennstoffzellen umgewandelt wird, wird nur H2O gebildet, also reines Wasser. Mit grünem Wasserstoff kann also ein erheblicher Teil der heutigen Kohlenstoffemissionen aus den Sektoren Industrie, Transport und Wärme vermieden werden.

Erfahren Sie mehr über unsere laufenden Initiativen und Partnerschaften zur Erzeugung von grünem Wasserstoff und unsere Initiativen zur Elektrifizierung des Verkehrssektors.

Verbesserte Abwärmenutzung

Der Primärenergieverbrauch von Unternehmen und der Industrie zeichnet sich durch große Energieverluste in Form von Abwärme aus. Die Nutzung der Abwärme ist eine Herausforderung, bietet aber auch eine Chance für das Geschäft. Deshalb haben wir SamEnergi entwickelt, Vattenfalls Geschäftsbereich für den Kauf von überschüssiger Wärme von Unternehmen wie Rechenzentren, Bäckereien und Hütten. Die Abwärmenutzung von Unternehmen und ihre Einspeisung in das Fernwärmenetz ist in dieser Hinsicht alles andere als neu, war bisher aber hauptsächlich eine Option für die Schwerindustrie.

Mit SamEnergi haben wir jetzt ein standardisiertes Vertragsformat, das es auch kleineren Unternehmen erleichtert, ihre Überschusswärme zu verkaufen. Die Lösung umfasst das Angebot von Vattenfall, überschüssige Wärme zu kaufen, zu transportieren und dort zu nutzen, wo sie gebraucht wird – zum Beispiel bei der Beheizung von nahegelegenen Wohn- und Geschäftsgebäuden. Energie zu nutzen, die sonst nicht genutzt werden würde, ist ein perfektes Beispiel dafür, wie Vattenfall in Zusammenarbeit mit Unternehmern zu einer Kreislaufwirtschaft beiträgt.

Erfahren Sie mehr über SamEnergi (Englisch)

Wiederverwendung von Mobiltelefonen

Der IT-Bereich in Vattenfall verfügt über Richtlinien und Prozesse für den Umgang mit den Umweltaspekten unserer IT-Dienstleistungen. Unsere Arbeit wird dabei vom Vattenfall Green IT-Programm gelenkt, in dessen Rahmen wir eine Reihe von priorisierten Bereichen für unsere Umweltarbeit innerhalb der IT festgelegt haben. Ein wichtiges Element ist die vermehrte Wiederverwendung von Mobiltelefonen. Heutzutage werden die meisten Firmen-Laptops und -PCs bereits der Wiederverwendung und Aufbereitung zugeführt. Mobiltelefone hingegen wurden nicht in gleichem Maße wiederverwendet. Aus diesem Grund haben wir ein Programm etabliert, um die Rückgabe und mögliche Wiederverwendung aller Endgeräte sicherzustellen, wobei unser derzeitiges Ziel bis 2025 bei einer Rückgabequote von 70 % der Mobiltelefone zur Wiederverwendung oder zum Recycling liegt. Das Vattenfall Green IT-Programm umfasst auch Vorbereitungen für die Migration von Anwendungen in das gemeinsame Rechenzentrum Forsmark (Nutzung von 100 % fossilfreiem Strom für unsere Server mit Zieljahr 2022), Maßnahmen zur Reduzierung der Nutzung von IT-Diensten und Bemühungen zur gesteigerten Anwendung von Umweltzertifizierungen bei Ausschreibungen (z. B. Energy Star).

Ressourcenmanagement

Wir optimieren den Ressourceneinsatz in allen Betriebsabläufen und arbeiten mit Substitutionsverfahren, um den Einsatz gefährlicher Chemikalien zu vermeiden.

Wasser

Wasser ist eine Schlüsselressource für die Geschäftstätigkeit von Vattenfall, weshalb der Wasserschutz seit vielen Jahren Priorität hat. Wir nutzen es zur Erzeugung von Wasserkraft, als Kühlmittel in unseren Kernkraftwerken und thermischen Kraftwerken, und es ist natürlich auch ein integraler Bestandteil unserer Umwelt. Das Wasser in unseren Wasserkraftdämmen wird zudem dazu verwendet, um Flussströme zu regulieren und Überflutungsrisiken zu verringern.

Vattenfall legt großen Wert darauf, ein umweltverträgliches Management der Wasserressourcen sicherzustellen. Dies bedeutet zum Beispiel die Verbesserung der Wasserqualität und die Minimierung der Auswirkungen auf aquatische Ökosysteme. Vattenfall arbeitet auch aktiv daran, die Wassernutzung effizienter zu gestalten, zum Beispiel durch geschlossene Kühlkreisläufe in einigen unserer Kraftwerke.

Abfallmanagement

Das Management unserer Abfälle basiert seit langem auf der Abfallhierarchie, aber unter Gesichtspunkten zur Förderung der Kreislaufwirtschaft, müssen wir noch mehr darüber nachdenken, wie wir mehr Wert schaffen können und weniger Ressourcen verschwenden. Der Abfall eines anderen kann für uns eine Ressource sein, oder umgekehrt.

Wir arbeiten aktiv daran, unsere Recyclingquote zu erhöhen, neue Möglichkeiten zu prüfen, Materialien und Produkte länger zu verwenden, und Designaspekte zu berücksichtigen umAbfall zu minimieren. So sind wir beispielsweise kontinuierlich darum bemüht, die Wiederverwendung von Nebenprodukten, die durch unsere Tätigkeit entstehen, zu erhöhen. Darunter fallen unter anderem Asche und Gips, die für die Zementproduktion (Gips) oder den Straßenbau (Bodenasche und Granulat) verwendet werden können. Wiederverwendung und Recycling sind auch wichtige Aspekte unserer Stilllegungsaktivitäten und wir arbeiten proaktiv an der Bewältigung kommender Herausforderungen, z. B. bei Rotorblättern von Windenergieanlagen und beim Recycling von Solarmodulen.

Chemikalien

Wir arbeiten aktiv an einer giftfreien Umwelt, indem wir Chemikalien vermeiden, die negative Auswirkungen auf Mensch oder Natur haben. Beispielsweise haben wir in allen unseren operativen Einsatzbereichen die Anwendung von Teeröl eingestellt und werden spätestens Ende 2021 die Nutzung von Glyphosat beenden. Um die Verwendung gefährlicher Stoffe zu vermeiden oder zu minimieren, wurde für die gesamte Vattenfall Group ein Plan zur schrittweisen Umstellung entwickelt.

Lebenszyklusanalysen (LCA) und Wertschöpfungskettenarbeit

Vattenfall nutzt seit Anfang der 1990er-Jahre LCAs als Instrumente zur Bewertung und Abbildung der Umweltauswirkungen der Stromerzeugungsaktivitäten und berücksichtigt dabei die komplette Wertschöpfungskette. Der LCA-Ansatz hilft uns, Prioritäten zu setzen, indem wir ermitteln, wo Umweltauswirkungen entstehen und wo Maßnahmen zu ihrer Reduzierung ergriffen werden müssen. Dies ist auch bei der Bewertung der Umweltleistung neuer Energielösungen von Vorteil.

Unsere Kunden in Schlüsselmärkten können Strom mit verifizierten Umweltdaten von zertifizierten Umweltproduktdeklarationen kaufen. Eine Umweltproduktdeklaration basiert auf einer Lebenszyklusbewertung nach internationalen Normen (ISO 14025,14040 und 14044) und enthält Informationen pro kWh erzeugtem Strom.

Weitere Informationen

Suorva Wasserreservoir

Nachhaltigkeit ist fester Bestandteil, um unser gestecktes Ziel erreichen zu können.

Strandfoto mit Sonnenuntergang

Wir wollen Emissionen reduzieren, Artenvielfalt schützen und Ressourcen nachhaltig nutzen.

Nachhaltige Erzeugung durch Solaranlage und Windrad

Wir steigen aus der fossilen Erzeugung aus und investieren in erneuerbare Energien.