Dekarbonisierung der Industrie
Vattenfall arbeitet durch strategische Partnerschaften und Stromlieferverträge mit der Industrie zusammen, um zu den globalen Klimazielen beizutragen.
Ein Gleichgewicht zwischen Wirtschaftswachstum, sozialem Fortschritt und Klimawandel finden
Die Herausforderung des Klimawandels ist keine Warnung mehr, sondern eine aktuelle Realität. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach Materialien, Gütern und Dienstleistungen, die den größten Anteil an den CO2-Emissionen ausmachen, weiter. Dennoch werden positive Fortschritte erzielt. So bildet Vattenfall beispielsweise strategische Partnerschaften mit anderen Sektoren und Unternehmen und bietet Industriepartnern in all unseren Märkten langfristige Stromlieferverträge (Power Purchase Agreements, PPAs) an, um zu den globalen Klimazielen beizutragen.
Für Vattenfall ist klar, dass niemand allein erfolgreich sein kann. Die Zusammenarbeit mit führenden Industrieunternehmen ist entscheidend, um fossile Brennstoffe durch fossilfreien Strom, Wasserstoff und Wärme zu ersetzen und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit und Erschwinglichkeit für unsere Kundinnen und Kunden zu gewährleisten.
Das Gesamtbild
Heute leben wir in einem Paradoxon. Obwohl die Menschheit bedeutende Fortschritte in den Bereichen Gesundheit, Technologie und Infrastruktur erzielt hat, stehen wir durch Klimawandel, Ressourcenknappheit und Ungleichheit unter zunehmendem Druck. Die Weltbevölkerung wächst stetig und wird voraussichtlich bis in die 2050er Jahre die 10-Milliarden-Marke erreichen.
Zudem zieht es Menschen weltweit weiterhin in Städte, wodurch die Nachfrage nach Wohnraum sowie nach Verkehrsinfrastruktur, beispielsweise in Form von Eisenbahnen und Ladenetzwerken für Elektroautos, steigt. Dies führt unter anderem auch zu einer höheren Nachfrage nach Unterhaltungselektronik und Lebensmitteln. Kurz gesagt: Eine größere Bevölkerung konsumiert mehr und belastet die Industrie, die jedes Jahr größere Mengen CO2 in die Atmosphäre ausstößt.
So hat sich die jährliche Zementproduktion beispielsweise seit den 1990er Jahren von einer Milliarde auf über vier Milliarden Tonnen vervierfacht, hauptsächlich angetrieben von Ländern wie China und Indien. In den letzten 15 Jahren ist die Stahlnachfrage um über 40 % gestiegen und wächst weiterhin, insbesondere in Schwellenländern. Und trotz der weltweiten Debatte über Kunststoffe hat sich die Nachfrage alle 20 Jahre verdoppelt: Die weltweite Produktion stieg von 1,5 Millionen Tonnen im Jahr 1950 auf etwa 370 Millionen Tonnen pro Jahr in der ersten Hälfte der 2020er Jahre.
Die Herausforderung besteht also nicht nur darin, diese Nachfrage zu erfüllen, sondern dies auch zu tun, ohne die Klimabelastung zu erhöhen – und letztlich sogar zu verringern.

Wir schließen Partnerschaften mit unterschiedlichen Bereichen und Branchen, um die Klimaziele zu erreichen.
Elektrifizierung als Mittel zur Dekarbonisierung von Industrie und Transportsektor
Die Einführung zirkulärer Systeme sowie die Neugestaltung von Produkten, um ihre Lebensdauer und Effizienz zu verlängern, werden die Nachfrage nach Rohstoffen verringern. Ein weiterer effektiver Weg, bahnbrechende Technologien zu entwickeln und internationale Klimaziele wie das Pariser Abkommen zu erreichen, ist die Elektrifizierung der Industrie durch sektorübergreifende innovative Partnerschaften und PPAs.
Bei Vattenfall arbeiten wir daran, den Übergang zur fossilen Freiheit in Bereichen wie Stahl, Chemie, Öl, Zement, Logistik und Lebensmittel zu beschleunigen. Neben der Bereitstellung fossilfreier Elektrizität oder Wärme (beispielsweise durch langfristige PPAs) sind die direkte und indirekte Elektrifizierung mit fossilfreiem Wasserstoff potenzielle Lösungen für die Dekarbonisierung der Industrie.
Für Erfolg sind mehr Faktoren entscheidend als der Zugang zu fossilfreiem Strom und Wasserstoff sowie technische Innovationen. Er basiert auch auf langfristiger Zusammenarbeit, stabilen politischen Rahmenbedingungen, wettbewerbsfähigen Strompreisen und der richtigen Infrastruktur – von Stromnetzen bis hin zu Wasserstoffleitungen. Vattenfall engagiert sich dafür, diese Grundlagen gemeinsam mit Kunden, Lieferanten und Behörden zu schaffen.
Die Perspektive eines Kunden
Neben der Unterstützung von Industriekunden bei der Emissionsreduzierung durch langfristige Kooperationen und Partnerschaften mit Anbietern fossilfreier Energielösungen sieht Vattenfall auch die eigene Rolle als Kunde. Als bedeutender Abnehmer von Stahl, Zement, Brennstoffen und Komponenten arbeiten wir aktiv daran, die Emissionen in unserer Lieferkette durch enge Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten und die Förderung der Entwicklung fossilfreier Alternativen zu reduzieren.
Diese doppelte Perspektive als Anbieter und Kunde ermöglicht es uns, an beiden Enden der Wertschöpfungskette Einfluss zu nehmen. Durch Partnerschaften wie HYBRIT für fossilfreien Stahl und Projekte wie Cemvision für kohlenstoffarmen Zement wollen wir den Übergang nicht nur vorantreiben, indem wir andere unterstützen, sondern auch unsere eigene Arbeitsweise verändern.
Vattenfall ist Gründungsmitglied der First Movers Coalition (FMC), die auf der COP26 vom Weltwirtschaftsforum und dem US-Außenministerium ins Leben gerufen wurde. Als Mitglied setzen wir uns dafür ein, den Anteil innovativer Technologien, die für den Übergang zu Netto-Null-Emissionen entscheidend sind, in unseren Beschaffungsprozessen zu erhöhen.
Weitere Informationen über das FMC und andere Initiativen in der Lieferkette finden Sie hier.
Mehr über unsere Partnerschaften

Registrieren Sie sich für unseren Newsletter THE EDIT
THE EDIT ist der neue monatliche Newsletter von Vattenfall. Jede Ausgabe beleuchtet ein neues brennendes Thema aus der Welt der nachhaltigen Energie und der fossilen Freiheit.
Weitere Informationen

Wir helfen der Gesellschaft, sich aus der fossilen Abhängigkeit zu befreien.

Wir wollen hin zu einem nachhaltigen Energiesystem.

Lösungen und Innovationen für Fossilfreiheit.






