Schutz der Menschenrechte
Die Achtung der Menschenrechte ist eine unserer grundlegenden Verpflichtungen.
Vattenfall erkennt an, dass wir als Unternehmen die Verantwortung haben, alle international anerkannten Menschenrechte zu respektieren und, wo immer möglich, einen positiven Beitrag zu leisten.
Wir sind davon überzeugt, dass soziale Nachhaltigkeit das Vertrauen zwischen Unternehmen, Mitarbeitenden und den Gemeinschaften, denen wir dienen, stärkt. Wir betrachten ethische Arbeitspraktiken und die Achtung der Menschenrechte als grundlegende Verantwortlichkeiten und erkennen an, dass die Wahrung dieser Werte auch zu einer inklusiven und widerstandsfähigen Organisation beiträgt.
Uns ist bewusst, dass in unserer Wertschöpfungskette soziale Auswirkungen auftreten können. Wir verpflichten uns, diese potenziellen Auswirkungen zu identifizieren, zu bewerten und zu steuern sowie gleichzeitig soziale Risiken und Chancen zu evaluieren.
Nachhaltigkeit ist ein integraler Bestandteil der Strategie und des Geschäftsmodells von Vattenfall. Die Steuerung sozialer Auswirkungen ist ein Schlüsselelement auf unserem Weg zur Fossilfreiheit.

Unser Engagement
Unsere Verpflichtungen im Bereich der Menschenrechte basieren auf international anerkannten Rahmenwerken, darunter:

Richtlinien & wichtige Dokumente
Unsere Verpflichtungen spiegeln sich in unseren Richtlinien und wichtigsten Dokumenten wider. Gemeinsam legen sie unsere Erwartungen an Mitarbeiter, Lieferanten, Partner und andere Geschäftspartner fest.
- Unternehmensleitlinie Menschenrechte
- Human Rights Action Plan
- Vattenfall Human Rights Progress Report 2025
- Summary of Human Rights Assessment
- Vattenfalls Integritäts- und Verhaltenskodex
- Vattenfalls Verhaltenskodex für Lieferanten und Partner
- Vattenfalls Guide to code of conduct for suppliers and partners
- Approach towards indigenous people in Sweden
- Statement on slavery and human trafficking
- Meldeverfahren von Vattenfall
Governance und Verantwortung
Der Vorstand und die Konzernleitung überprüfen jährlich menschenrechtliche Themen im Rahmen des übergreifenden Governance- und Risikomanagementsystems von Vattenfall. Die Konzernleitung und der CEO tragen die Gesamtverantwortung für die Menschenrechtsarbeit innerhalb des Konzerns.
Die operative Verantwortung für den Umgang mit menschenrechtlichen Risiken und Auswirkungen liegt bei den jeweiligen Geschäftsbereichen und Konzernfunktionen. Die Konzernfunktion Sustainability unterstützt die Organisation durch Fachkompetenz, Beratung und Koordination, einschließlich der Priorisierung von Maßnahmen und der kontinuierlichen Verbesserung.
Menschenrechtliche Themen werden jährlich im Rahmen der strategischen Planung, des Risikomanagements sowie der Nachhaltigkeitssteuerung und -berichterstattung überprüft.
Sorgfaltspflicht im Bereich Menschenrechte
Entlang seiner gesamten Wertschöpfungskette wendet Vattenfall einen risikobasierten Ansatz zur Sorgfaltspflicht im Bereich Menschenrechte an. Dazu gehören:
- die Ermittlung und Bewertung tatsächlicher und potenzieller Auswirkungen,
- die Einbeziehung der Ergebnisse in relevante Prozesse und Entscheidungsfindungen,
- das Ergreifen von Maßnahmen zur Vermeidung oder Minderung negativer Auswirkungen,
- die Überwachung der Wirksamkeit sowie
- die Gewährleistung des Zugangs zu Rechtsbehelfen.
Die Sorgfaltspflicht im Bereich Menschenrechte ist in die Prozesse der Projektentwicklung, der Beschaffung, des Lieferantenmanagements und der Einbindung von Interessengruppen integriert.
Im Jahr 2021 beauftragte Vattenfall eine unabhängige Stelle mit der Durchführung einer umfassenden Menschenrechtsprüfung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dabei wurden wichtige Bereiche mit erheblichen Menschenrechtsrisiken identifiziert. Die Ergebnisse fließen weiterhin in unsere Prioritätensetzung und unsere Maßnahmen ein.
Wesentliche Menschenrechtsrisiken
Basierend auf unserer Bewertung sind die wesentlichsten Menschenrechtsrisiken:
Betroffene Gemeinschaften: Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte
Aufgrund der Art unserer Geschäftstätigkeit können unsere Aktivitäten Gemeinden in den Regionen beeinflussen, in denen wir tätig sind.
Um potenzielle Auswirkungen zu identifizieren und zu adressieren, führen unsere Geschäftsbereiche vor Projektbeginn lokale Konsultations- und Beteiligungsprozesse mit betroffenen Gemeinden durch. Diese Prozesse beziehen in der Regel Grundeigentümer, lokale Gemeindevertretungen, benachbarte Stakeholder und andere relevante Parteien ein. Die Beteiligung wird durch transparente, zugängliche und kontextspezifische Kommunikationskanäle unterstützt.
Da jedes Projekt und jeder Standort einzigartig ist, ist unser Beteiligungsansatz flexibel gestaltet und den lokalen Gegebenheiten angepasst. Wo relevant, werden projektspezifische Feedback- und Dialogkanäle bereitgestellt, damit Anliegen vorgebracht und bearbeitet werden können.
Beispiele für unsere Arbeit in den Bereichen gesellschaftliches Engagement, Lebensgrundlagen und kulturelles Erbe finden Sie in unseren Informationen zum gesellschaftlichen Engagement in Großbritannien und zu unseren umfassenderen Aktivitäten zur Einbindung von Interessengruppen.
Stakeholder-Engagement
Investitionen in die Gemeinschaft in Großbritannien
Betroffene Gemeinschaften: Rechte indigener Völker
Indigene Völker verfügen gemäß internationalen Menschenrechtsstandards über besondere Rechte, einschließlich des Rechts auf Konsultation in Angelegenheiten, die sie betreffen können. In Schweden umfasst dies das samische Volk, dessen traditionelle Lebensgrundlagen, wie beispielsweise die Rentierhaltung, von Aktivitäten in bestimmten Gebieten betroffen sein können.
Vattenfall erkennt an, dass seine Geschäftstätigkeit indigene Völker betreffen kann, und hat Prozesse zur Einbindung von Stakeholdern, Richtlinien und Best Practices etabliert, um die Achtung ihrer Rechte zu unterstützen. Diese gelten für relevante Aktivitäten und werden sowohl von Beschäftigten in unseren eigenen Betrieben als auch von Beschäftigten entlang der Wertschöpfungskette bei Lieferanten und Partnern erwartet.
Indigene Stakeholder werden ermutigt, sich bei Bedenken oder wahrgenommenen negativen Auswirkungen direkt an Vattenfall zu wenden. Darüber hinaus stehen Beschwerde- und Hinweisgebersysteme zur Verfügung.
Beschwerdemechanismen und Zugang zu Abhilfe
Um Zugang zu Abhilfe zu ermöglichen, wenn wir negative Auswirkungen verursacht oder dazu beigetragen haben, stellen wir einen webbasierten Hinweisgeberkanal in 11 Sprachen bereit, der rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr verfügbar ist.
Wir ermutigen alle betroffenen Stakeholder, einschließlich Mitarbeitender in unseren eigenen Betrieben sowie Mitarbeitender in der Wertschöpfungskette bei Lieferanten und Partnern, Bedenken oder Unregelmäßigkeiten zu melden, die durch unsere Aktivitäten verursacht wurden oder mit ihnen in Zusammenhang stehen. Dabei besteht die Möglichkeit, anonym zu bleiben.
Eigene Belegschaft: Gesundheit und Sicherheit
Der Zweck von Vattenfall, Fossilfreiheit zu ermöglichen und damit die Gesellschaft voranzubringen, kann nur in einem sicheren, inspirierenden und fürsorglichen Arbeitsumfeld für alle Menschen verwirklicht werden, die bei oder für Vattenfall arbeiten. Deshalb stehen Gesundheit und Sicherheit im Mittelpunkt der Strategie von Vattenfall und sind ein zentraler Bestandteil eines nachhaltigen Geschäftsbetriebs.
Gesundheit und Sicherheit werden systematisch und proaktiv gemäß den Grundsätzen der ISO 45001 gemanagt. Unser Ziel sind null Unfälle, Verletzungen und arbeitsbedingte Erkrankungen, und wir tolerieren keinerlei Belästigung.
Wir konzentrieren uns auf den Austausch bewährter Verfahren sowie auf die aktive Meldung von Gefahren, um schwerwiegende Risiken zu identifizieren und zu mindern, bevor sie zu Vorfällen führen. Kommt es dennoch zu Vorfällen, werden diese mittels Ursachenanalysen, kontinuierlicher Bewertung, Risikoidentifikation und Schulungen nachverfolgt. Anschließend werden sichere Arbeitsverfahren entwickelt und umgesetzt, unterstützt durch präventive und korrigierende Maßnahmen.
Eigene Belegschaft: Diversität, Gleichstellung und Inklusion
Bei Vattenfall ist unser Engagement für Fossilfreiheit untrennbar mit unserem Engagement für Menschen verbunden. Diversität, Gleichstellung und Inklusion (DEI) sind in unserer Kernstrategie verankert und stellen sicher, dass unterschiedliche Perspektiven Innovation und bessere Entscheidungen fördern. Unser Ziel ist es, der inklusivste Arbeitgeber der Energiebranche zu sein und ein Umfeld zu schaffen, in dem jede Person als einzigartige Mitgestalterin oder einzigartiger Mitgestalter einer nachhaltigen Zukunft handelt.
Beschäftigte in der Wertschöpfungskette: Beschaffung aus Konflikt- oder Hochrisikogebieten
Die eigenen Betriebe von Vattenfall befinden sich nicht in Konflikt- oder Hochrisikoländern. Wir erkennen jedoch die Möglichkeit einer indirekten Exponierung durch die Beschaffung von Mineralien, Brennstoffen und anderen Materialien in unserer Lieferkette an.
Zur Minderung dieses Risikos enthält unser Verhaltenskodex für Lieferanten und Partner zusätzliche Anforderungen, wonach Lieferanten und Partner beurteilen müssen, ob ihre eigenen Lieferketten aus Konflikt- oder anderen Hochrisikogebieten beziehen, und verstärkte Sorgfaltsmaßnahmen umsetzen müssen, die dem jeweiligen Kontext entsprechen.
Darüber hinaus engagieren wir uns aktiv in Brancheninitiativen wie Wind Europe und der Solar Stewardship Initiative, um gemeinsam mit anderen Unternehmen Herausforderungen in der Lieferkette anzugehen.
Beschäftigte in der Wertschöpfungskette: Arbeitsbedingungen bei Lieferanten und Auftragnehmern
Die Verantwortung von Vattenfall zur Achtung der Menschenrechte geht über die eigenen Geschäftstätigkeiten hinaus. Da unsere Aktivitäten Beschäftigte entlang der gesamten Wertschöpfungskette betreffen können, wollen wir sicherstellen, dass Arbeitsrechte an Standorten von Lieferanten und Auftragnehmern respektiert werden.
Wir erwarten faire und gerechte Arbeitsbedingungen, einschließlich angemessener Arbeitszeiten, fairer Vergütung, sicherer Arbeitsbedingungen und der Achtung der Koalitionsfreiheit.
Zur Bewältigung dieser Risiken verfügt Vattenfall über Managementsysteme und operative Instrumente, um verantwortungsvolle Arbeitspraktiken entlang der Lieferkette zu bewerten, zu überwachen und zu fördern. Werden tatsächliche oder vermutete arbeitsbezogene Probleme festgestellt, setzen wir Audits und Maßnahmenpläne ein, um negative Auswirkungen auf Beschäftigte zu mindern.
Wir ermutigen Lieferanten und Auftragnehmer außerdem, eine kontinuierliche Verbesserung ihrer eigenen Geschäftstätigkeiten und Lieferketten anzustreben.
Erwartungen an unsere Lieferanten und Partner
Wir streben die Zusammenarbeit mit Unternehmen an, die sich zu einem ethischen Geschäftsverhalten verpflichten. Unser Verhaltenskodex für Lieferanten und Partner legt die Nachhaltigkeitsanforderungen und Erwartungen von Vattenfall fest.
Der Kodex behandelt ausdrücklich Themen wie:
- Moderne Sklaverei und Menschenhandel
- Kinderarbeit und junge Arbeitskräfte
- Zwangsarbeit
- Arbeitszeiten, Vergütung, Urlaub und Sozialleistungen
- Gesundheit und Sicherheit
- Koalitionsfreiheit und Tarifverhandlungen
- Gleichstellung und Nichtdiskriminierung
- Einbindung von Gemeinschaften und Schutz der Rechte Dritter
Informationssicherheit
Wir verlangen von unseren Lieferanten, die Rechte indigener und stammesbezogener Völker sowie deren soziale, kulturelle, ökologische und wirtschaftliche Interessen zu respektieren, einschließlich ihrer Verbindung zu Land und anderen natürlichen Ressourcen.
Gerechter Übergang und verantwortungsvolle Stilllegung
Ein gerechter Übergang bedeutet im Wesentlichen sicherzustellen, dass beim Übergang zu einer dekarbonisierten Gesellschaft niemand zurückgelassen wird.
Der Übergang zu einer fossilfreien Gesellschaft wird unweigerlich sowohl die Gesellschaft als auch einzelne Menschen betreffen, darunter lokale Gemeinschaften, Kunden und Beschäftigte entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Es ist wichtig anzuerkennen, dass dieser Übergang mit Zielkonflikten verbunden sein wird und nicht immer Ergebnisse erzielen kann, die für alle Stakeholder gleichermaßen vorteilhaft sind. Deshalb ist es so wichtig, die Menschen in den Mittelpunkt dieses Wandels zu stellen.
Menschenrechtsverteidigerinnen und Menschenrechtsverteidiger
Vattenfall hat derzeit keine Geschäftstätigkeiten in Ländern, die als Hochrisikoumfeld für Menschenrechtsverteidiger gelten. Wir sind uns jedoch bewusst, dass einige der von uns bezogenen Produkte ihren Ursprung in Hochrisikogebieten haben oder dort verarbeitet werden könnten.
Vattenfall erkennt die wichtige Rolle von Menschenrechtsverteidigern bei der Identifizierung von Risiken in unserer Wertschöpfungskette an. Deshalb haben wir unseren Verhaltenskodex für Lieferanten und Partner aktualisiert und erwarten von ihnen, keine Aktivitäten zu unterstützen, die die Zivilgesellschaft schwächen oder bürgerschaftliche Freiheiten einschränken.
Umweltauswirkungen und Menschenrechte
Eine sichere, saubere und gesunde Umwelt ist eng mit der Wahrnehmung von Menschenrechten verbunden. Vattenfall erkennt an, dass Umweltauswirkungen bei unzureichendem Management Rechte wie Gesundheit, Zugang zu Wasser und Lebensgrundlagen beeinträchtigen können.
Daher wenden wir Umweltrichtlinien und Managementsysteme an, die darauf ausgelegt sind, negative Umweltauswirkungen einschließlich ihrer Auswirkungen auf Menschen zu verhindern, zu reduzieren und zu mindern.
Menschenrechte sind ein fortlaufender Prozess
Unser Ziel ist es, unsere Fähigkeit zur Identifizierung, Bewertung und Steuerung von Menschenrechtsrisiken kontinuierlich zu verbessern. Dies ist ein fortlaufender Prozess, der insbesondere durch die Sensibilisierung unserer Mitarbeitenden, Lieferanten und weiterer Stakeholder für menschenrechtsbezogene Themen vorangetrieben wird.
Wir bleiben wachsam, um auf neue Auswirkungen und Risiken reagieren zu können, die sich aus Veränderungen unserer geografischen Präsenz, unserer Geschäftstätigkeiten, Produkte oder Geschäftsbeziehungen ergeben. Darüber hinaus verfolgen und überwachen wir die Wirksamkeit unserer Maßnahmen zur Minderung negativer Auswirkungen.
Künftiger Schwerpunkt Menschenrechte
Mit Blick auf die Zukunft wird Vattenfall einen verstärkten Fokus auf die Bewältigung der wesentlichen Menschenrechtsrisiken legen, insbesondere in Bereichen, in denen wir Potenzial zur weiteren Stärkung unserer Managementpraktiken sehen. Dazu gehören die fortlaufende Bewertung von Risiken und Auswirkungen in Hochrisiko-Beschaffungskontexten, der Dialog mit externen Stakeholdern sowie die tiefere Integration menschenrechtlicher Überlegungen in unsere Prozesse, Entscheidungsfindung und Lieferantenbewertungen.
Weitere Informationen

Gesundheit und Sicherheit sind zentral für ein nachhaltiges Unternehmen.

Unser Wandel soll Gesellschaft, Gemeinden und der biologischen Vielfalt zugutekommen.

Wir möchten die Erwartungen unserer Stakeholder an uns verstehen.



