Kernkraft in Deutschland

Die Vattenfall Kernkraftwerke Brunsbüttel und Krümmel sind nicht mehr im Betrieb.

Während die Anlage in Brunsbüttel bereits zurückgebaut wird, steht die Genehmigung für den Rückbau des KKW Krümmel noch aus. Aufgrund der gebotenen Versorgungssicherheit und der über den gesamten Lebenszyklus geringen CO2-Emissionen spielt die Kernkraft in einigen europäischen Ländern eine wichtige oder sogar sehr wichtige Rolle. Andere Länder nutzen keine Kernkraftwerke zur Stromerzeugung.

Vattenfall betreibt in Schweden zwei Kernkraftwerke mit insgesamt sieben Reaktoren (vier in Ringhals, drei in Forsmark) und hält eine Minderheitsbeteiligung an der Anlage in Brokdorf. 2018 hatte Kernenergie einen Anteil von 42 Prozent an Vattenfalls Stromerzeugung.

KKW Brunsbüttel

Kernkraftwerk Brunsbüttel

Ausstieg aus der Kernenergie in Deutschland

Mit der Atomgesetznovelle von 2011 wurde acht deutschen Kernkraftwerken die Erlaubnis zum Leistungsbetrieb entzogen. Dazu gehören auch die beiden Vattenfall Kernkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel. Die übrigen neun Kernkraftwerke in Deutschland werden zeitlich gestaffelt abgeschaltet, die letzten Anlagen gehen Ende 2022 vom Netz.

Für das Kernkraftwerk Brunsbüttel stellte Vattenfall 2012 einen Antrag auf Stilllegung und Abbau, der Ende 2018 genehmigt wurde. Der Rückbau der Anlage wird etwa 15 Jahre in Anspruch nehmen. Für das Kernkraftwerk Krümmel wurde ein solcher Antrag 2015 eingereicht; das Genehmigungsverfahren läuft noch.


Endlagerung von radioaktivem Abfall

Während in Schweden ein Endlager für hochradioaktiven Abfall gebaut wird, ist die Frage der Endlagerung in Deutschland noch nicht beantwortet. 2016 hat die vom Bundestag eingesetzte Endlagersuchkommission einen Bericht mit Empfehlungen für die deutsche Endlagersuche vorgelegt. Ein geeigneter Ort für ein solches Lager soll 2031 gefunden sein.

KKW Brunsbüttel - Reaktorhalle

Arbeiter schauen in ein Wasserbassin.

Für schwach- und mittelradioaktive Abfälle wird das ehemalige Eisenerzbergwerk Schacht Konrad zum Endlager ausgebaut. Es soll ab 2027 zur Verfügung stehen.

Bis dahin verbleiben sowohl die hochradioaktiven Brennelemente als auch der schwach- und mittelradioaktive Abfall in Zwischenlagern an den Kraftwerksstandorten. Die Verantwortung für die Zwischenlager ist am 1. Januar 2019 auf den Staat übergegangen. Im Gegenzug leisteten die Kernkraftwerksbetreiber Zahlungen an einen öffentlichen Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung.

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