Kernenergie

CO2-Einsparung durch die Energiewende findet statt.

Sicherung der täglichen Stromversorgung und der weiteren Elektrifizierung der Gesellschaft

Die Kernkraft ist eine emissionsarme Stromquelle, die bei der stattfindenden Energiewende eine eine Schlüsselrolle spielt. Sie unterstützt die tägliche Stromversorgung und die weitere Elektrifizierung der Gesellschaft mit fossilfreier Elektrizität. In den kommenden Jahrzehnten wird die Kernkraft als klimaneutrale, kosteneffiziente Grundlaststromquelle in Schweden weiterhin unverzichtbar sein.

Unsere Tätigkeitsfelder

Vattenfall zählt zu den Haupteigentümern der Kernkraftwerke in Nordeuropa und besitzt langjährige Erfahrung im Nukleargeschäft, in der Stilllegung und in der Entsorgung von radioaktiven Abfällen und abgebrannten Brennstäben. Nukleare Sicherheit hat bei all unseren Aktivitäten oberste Priorität. 

Vattenfall besitzt zehn Kernreaktoren, von denen fünf im kommerziellen Betrieb sind. Sieben Reaktoren befinden sich in Schweden (vier in Ringhals, drei in Forsmark) sowie drei in Deutschland (Brunsbüttel, Krümmel und eine Minderheitenbeteiligung an der Anlage in Brokdorf). Die deutsche Regierung hat den Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen und entsprechend dieser Entscheidung werden Vattenfalls Kernkraftanlagen in Deutschland auslaufen.

2015 beschloss Vattenfall, die beiden ältesten Reaktoren im Kernkraftwerk Ringhals stillzulegen. → Ringhals 2 wurde Ende 2019 planmäßig außer Betrieb genommen, Ringhals 1 Ende 2020. Über einen Zeitraum von zehn Jahren hat Vattenfall in umfangreiche Modernisierungsprogramme investiert, um Ringhals 3 und 4 sowie Forsmark 1, 2 und 3 für die nächsten Jahrzehnte zu rüsten.

2021 hatte die Kernkraftgewinnung einen Anteil von 31 Prozent an der schwedischen Stromproduktion. So produzierten die Kernreaktoren von Vattenfall in Ringhals und Forsmark 40,4 TWh der insgesamt 111,4 TWh Strom, die von Vattenfall erzeugt wurden.

Brennstoffbeschaffung

Wir sind bestrebt, in unserer Brennstoffbeschaffung hohe Maßstäbe zu setzen und zu erfüllen. Alle Kernbrennstofflieferanten werden im Vorfeld von Vattenfall geprüft und zugelassen.

Mitarbeiter in einem Kraftwerk eine Treppe hochgehend

Nachrichten und Pressemitteilungen

Kraftwerk Brunsbüttel: Rohrleitung soll saniert werden

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Kraftwerk Brunsbüttel: Aktivitätsmessung im Kühlwasserauslauf wieder betriebsbereit

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Kraftwerk Brunsbüttel: Rauchansaugrohr instandgesetzt

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Entsorgung radioaktiver Abfälle

Hochradioaktive, langlebige Abfälle, die hauptsächlich aus abgebrannten Brennelementen bestehen, müssen bei der Handhabung und beim Transport sorgfältig abgeschirmt werden. Es dauert ungefähr 100.000 Jahre, bis die Radioaktivität auf ein Niveau gesunken ist, das der des Uranerzes entspricht, aus dem der Brennstoff ursprünglich hergestellt wurde. Abfall, der beim Betrieb eines Kernkraftwerks entsteht, wird als radioaktiv klassifiziert, wenn er während des Prozesses kontaminiert oder aktiviert wurde.

Entsorgung nuklearer Abfälle in Schweden

Radioaktiver Abfall wird in Schweden in vier Klassen eingeteilt und je nach Radionuklidgehalt im Abfall außerdem als langlebiger oder kurzlebiger Abfall klassifiziert. Das schwedische Abfallentsorgungssystem wurde von SKB entwickelt, einem schwedischen Unternehmen für die Entsorgung radioaktiver Abfälle, das sich im Besitz der Kernkraftwerkseigentümer in Schweden befindet. Das System besteht – je nach Aktivität und Lebensdauer des Abfalls – aus verschiedenen Endlagerstätten. Die schwedischen Behörden überwachen den Endlagerungsprozess der abgebrannten Brennstäbe.

Die Sicherheitsarbeiten in den schwedischen Anlagen von Vattenfall werden von der schwedischen Strahlenschutzbehörde überwacht. 

Entsorgung nuklearer Abfälle in Deutschland

2016 verabschiedete der Deutsche Bundestag ein Gesetz, mit dem die Zwischen- und Endlagerung radioaktiver Abfälle in die Zuständigkeit des Staates fällt. Im Gegenzug leisteten die Kernkraftwerkseigner Zahlungen in einen öffentlichen Fonds.

Bislang gibt es weder ein Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle noch für abgebrannte Brennstäbe. In einer ehemaligen Eisenerzmine (Schacht Konrad) wird derzeit ein Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle gebaut und voraussichtlich 2027 fertiggestellt. Bis dahin wird der Abfall in Zwischenlagern an den Standorten der Kernkraftwerke untergebracht. Bei unserem Kernkraftwerk Brunsbüttel wurde eine spezielle Lageranlage gebaut, die 2022 in Betrieb genommen werden soll. Sie wird dann an die BGZ (Gesellschaft für Zwischenlagerung) übergeben, die für den Betrieb aller Zwischenlager für radioaktive Abfälle in Deutschland verantwortlich ist. In unserem Kernkraftwerk Krümmel wird ein ähnliches Lager gebaut. 

Die Suche nach einem geeigneten Standort für ein Endlager für abgebrannte Brennstäbe läuft. Bis ein solches Lager zur Verfügung steht, werden die abgebrannten Brennstäbe in Zwischenlagern an den Standorten der Kernkraftwerke untergebracht.

Die Sicherheitsarbeiten in den Deutschen Anlagen von Vattenfall werden vom schleswig-holsteinischen Sozialministerium überwacht. 

Unsere Kraftwerke

Erfahren Sie mehr über Vattenfalls Kraftwerke und Fakten über die von uns erzeugte Strom- und Wärmemenge.

Kernenergie und die Umwelt

Die Kernkraft verursacht über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg nur geringe CO2-Emissionen. Die Entsorgung von hochradioaktivem Abfall wie abgebrannten Brennelementen macht die Lagerung in sicheren Anlagen über einen extrem langen Zeitraum erforderlich. Die Anlagen müssen bis zu 100.000 Jahre lang den Strahlenschutzanforderungen genügen. Es liegt in der Verantwortung des Betreibers, zuverlässige Lösungen für den Umgang mit dem radioaktiven Abfall zu haben. 

Der Uranbergbau zur Produktion von Kernbrennstoff hat aber Auswirkungen auf die Natur. Moderne Bergbaumethoden ermöglichen eine Renaturierung der Landschaft nach Beendigung des Bergbaubetriebs. Zwar erfordert der Bau neuer Kernkraftwerke den Einsatz energieintensiver Materialien wie Metall und Beton, aber nach Inbetriebnahme eines Kernkraftwerks setzt dieses außerordentlich geringe Mengen an CO2 frei. 

Um uns einen genauen Überblick über die Gesamtemissionen in Verbindung mit Kernkraft zu verschaffen, haben wir eine Umweltproduktdeklaration angefertigt. Umweltproduktdeklarationen werden regelmäßig aktualisiert und helfen uns zu ermitteln, worauf wir uns bei unseren künftigen Maßnahmen konzentrieren sollten, um unsere Emissionen noch weiter zu reduzieren.

Umwelt-Produktdeklaration

Wir führen eine Umweltproduktdeklaration (EPD) durch, um die Auswirkungen von Projekten zu bewerten.

Stilllegung kerntechnischer Anlagen

Vattenfall hat die Business Unit Nuclear Decommissioning eingerichtet, um eine sichere und effiziente Stilllegung von Reaktoren → in Deutschland und Schweden durchzuführen. Die Lizenzierung eines schwedischen Endlagers für abgebrannte Brennstäbe ist geplant. Der nächste Schritt ist die Zustimmung der Regierung zu dem von SKB gestellten Antrag. Dieser Antrag umfasst den Standort des künftigen Lagers in Forsmark sowie die sogenannte KBS-3-Methode, die einen internationalen Maßstab für die Endlagerung radioaktiver Abfälle setzt. Die Methode ist das Ergebnis von über 30 Jahren Forschungs- und Demonstrationsarbeit vonseiten SKB.

Rückbau eines Kernkraftwerk – was bedeutet das?

Der Rückbau eines Kernkraftwerk ist eine hochkomplexe, organisatorisch und technisch anspruchsvolle Aufgabe.

Siehe auch

Wasserkraftwerk Tuggen, Schweden

Wasserkraft ist wirtschaftlich attraktiv und hat einen geringen CO2-Ausstoß.

Luftaufnahme vom Windpark Storrliden

Windenergie ist ein Schlüssel zur Reduzierung der weltweiten CO2-Emissionen.

Außenansicht einer Müllverbrennungsanalage in Uppsala, Schweden

Abfälle können als Brennstoff verwendet werden, anstatt sie auf einer Deponie zu entsorgen...

Weitere Informationen

Suorva Wasserreservoir

Nachhaltigkeit ist fester Bestandteil, um unser gestecktes Ziel erreichen zu können.

Mädchen mit grünem Pullover in die Kamera blickend

Unser Fahrplan zur Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen.