Dekarbonisierung der Industrie

Wir schließen Partnerschaften mit der Industrie, um die Klimaziele zu erreichen.

Um eine Wende zu bewirken und unser Ziel zu erreichen, innerhalb einer Generation ein Leben frei von fossilen Brennstoffen zu ermöglichen, schließen wir starke Partnerschaften mit anderen bedeutenden Akteuren aus anderen Bereichen und Branchen. Vattenfall möchte allen Kunden klimafreundliche Energie anbieten und ihnen ermöglichen ihr Leben frei von fossilen Brennstoffen gestalten. Dabei ist die Elektrifizierung ein Weg, die CO2-Emissionen im Verkehrssektor, in der Wärmeproduktion und in der Industrie zu reduzieren.

Partnerschaften mit der Industrie

Partnerschaften mit der Industrie ermöglichen neue Lösungen, um die Entstehung von CO2-Emissionen zu verhindern und die Klimaziele zu erreichen - die Dekarbonisierung der Industrie. Elektrifizierung und Wasserstoff sind die Schlüssel zum Erfolg. So ist Vattenfall beispielsweise ein Joint Venture mit dem Bergbauunternehmen LKAB und dem Stahlkonzern SSAB eingegangen, um die Klimaauswirkungen der schwedischen Stahlindustrie zu verringern. Darüber hinaus kooperieren wir mit Cementa, um klimaneutralen Zement zu entwickeln. Gemeinsam mit Preem planen wir die Konstruktion einer Anlage, die umweltfreundliches Wasserstoffgas für die Biokraftstoffproduktion aus Reststoffen der schwedischen Zellstoffindustrie erzeugen kann.

Vattenfalls Projekte mit SSAB, LKAB, Preem und Cementa können möglicherweise die CO2-Emissionen in Schweden um bis zu 30 Prozent senken.

Industriemaschinen

Wir schließen Partnerschaften mit unterschiedlichen Bereichen und Branchen, um die Klimaziele zu erreichen.

HYBRIT – für fossilfreien Stahl

Vattenfall hat sich mit dem Bergbauunternehmen LKAB und dem Stahlkonzern SSAB zusammengeschlossen, um die Klimaauswirkungen der schwedischen Stahlindustrie zu verringern. Die drei Unternehmen gründeten 2017 das Gemeinschaftsunternehmen HYBRIT. Ziel ist es, bis 2035 einen fossilfreien Prozess für die Stahlproduktion einzurichten. Die Initiative kann die gesamten schwedischen Kohlendioxidemissionen um zehn Prozent und die finnischen Emissionen um sieben Prozent senken. Sie gilt als ein entscheidendes Projekt, wenn Schweden die Ziele des Pariser Klimaabkommens erreichen will.

Ein Prozess namens direkte Reduktion wird den derzeitigen Hochofenprozess ablösen. Aktuell wird Koks genutzt, um Eisenerz in Eisen umzuwandeln, aber im neuen Prozess wird der Koks durch Wasserstoffgas ersetzt, das aus fossilfreien Energiequellen hergestellt wird. Als Nebenprodukt entsteht Wasser, das wiederum für die Produktion von Wasserstoffgas rückgewonnen werden kann.

HYBRIT

HYBRIT – eine neue, klimafreundliche Art der Stahlproduktion

Vattenfall und Cementa streben null Emissionen an

Cementa und Vattenfall haben eine Pilotstudie zur elektrifizierten Zementproduktion mit dem Ziel durchgeführt, die Kohlendioxidemissionen bis 2030 auf null abzusenken. Dies entspricht einer Reduzierung der gesamten CO2-Emissionen Schwedens um circa fünf Prozent. Die Zukunftsvision des Gemeinschaftsprojekts CemZero liegt in einer elektrifizierten Zementproduktion, die von einem annähernd fossilfreien schwedischen Energiesystem gespeist wird.

Die Umsetzung von Cementas Ziel einer kohlendioxidfreien Herstellung von Zementprodukten im Produktlebenszyklus verlangt nach einer technologischen Neuorientierung. Durch seine jahrzehntelange Arbeit zur Verbesserung der Energieeffizienz und zum Verzicht auf fossile Brennstoffe in der Zementproduktion gelang es Cementa, seine Klimaauswirkungen Schritt für Schritt zu reduzieren. Im globalen Vergleich fallen sie nun gering aus und liegen ca. 15 Prozent unter dem weltweiten Durchschnitt. Trotzdem stellen Kohlendioxidemissionen weiterhin die branchenweit größte Herausforderung in Sachen Nachhaltigkeit dar. Im Januar 2019 beschlossen Cementa und Vattenfall, ihre Zusammenarbeit am CemZero-Projekt fortzusetzen und die Möglichkeiten zum Bau einer Pilotanlage für ein klimafreundliches und nachhaltiges Zementproduktionsverfahren in Schweden zu untersuchen.


Vattenfall und Preem konstruieren eine Wasserstoffgasanlage

Vattenfall und Preem verfolgen gemeinsam das Ziel, Wasserstoffgas in großem Umfang für die Erzeugung erneuerbarer Brennstoffe zu nutzen. Die Schwedische Energieagentur wird sich an der Anfangsplanung einer neuen fossilfreien Wasserstoffgasanlage beteiligen. Mit einer Kapazität von 18 Megawatt wird diese voraussichtlich größer als alle heute in Europa existierenden vergleichbaren Anlagen.

Preem und Vattenfall machen mit ihren Plänen zur Konstruktion einer Anlage, die Wasserstoffgas für die Biokraftstoffproduktion auf der Basis von Reststoffen aus der schwedischen Zellstoffindustrie erzeugt, einen entscheidenden Schritt nach vorn. Wasserstoffgas wird derzeit hauptsächlich aus Erdgas erzeugt, was Kohlendioxidemissionen verursacht. Wird für die Produktion von Wasserstoffgas hingegen fossilfreier Strom genutzt, lassen sich diese Emissionen vermeiden. Durch Anwendung des neuen Prozesses wird die Anlage dazu beitragen, dass die Kohlendioxidemissionen um 25.000 Tonnen pro Jahr gesenkt werden, und die Emissionen im Verkehrssektor werden voraussichtlich um 230.000 Tonnen pro Jahr sinken, wenn der Biokraftstoff Diesel und Benzin ersetzt. Dies entspricht den Emissionen von 80.000 Fahrzeugen pro Jahr.

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